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 Rpg: Die drei Musketiere 
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

d´Artagnan ging auf ihren kleinen Seitenhieb gar nicht ein, er musste schmunzeln, wenn er daran dachte, dass sie nicht ahnte, dass sie selbst bald einen weiteren Sproß der weitverzweigten d´Artagnan Familie in die Welt setzen würde.
"Gut, dann schreibe ich meiner Schwester"; meinte er schließlich, "sie kann dann schon in zwei Wochen hier sein."
Er freute sich schon sehr darauf, seine Lieblingsschwester, die ihm im Alter am nächsten war, endlich einmal wiederzusehen, ohne dafür eine weite Reise zu ihrem abgelegenen Kloster auf sich zu nehmen.
"Ja, Ihr könnt Euch diesbezüglich auf mich verlassen, ich werde jeden, der sich nicht an diese Regeln hält und betrunken zum Dienst erscheint sofort entlassen. Zum Glück kommt so etwas nur selten vor, da wird die Männer erst einmal immer für eine dreijährige Probezeit nehmen, und nur wer die besteht kann Musketier werden, diejenigen die trinken werden dann schon meist auffällig und müssen gehen. Und solange die Musketiere in der Ausbildung sind, dürfen sie noch keine Mitglieder der königlichen Familie bewachen, das wäre zu riskant."
Als die Königin dann von ihm eine Erklärung verlangte, warum er Mordaunt ihre Mutter und Schwester anvertraut hätte, versuchte er es ihr zu erklären.
"Wisst Ihr, Hoheit, Mordaunt war für mich immer wie ein eigener Sohn, und deswegen habe ich ihm vertraut, und er hat gewiss auch gut auf Eure Mutter und Schwester aufgepasst, dafür dass das Schiff unterging, konnte er nichts. Und Eure Schwester sollte von Eurem Vater verheiratet werden, und zwar mit dem Grafen Juan, und über diesen kursieren Gerüchte, er wäre grausam und hätte seinen erste Frau in den Selbstmord getrieben. Eure Mutter wollte mit Eurer Schwester fliehen, um sie vor einer solchen Ehe zu schützen. Euer Vater, Hoheit, hatte Marie Christine bereits ohne ihr Wissen mit Juan verlobt. Ich wollte Eure Mutter und Marie Christine schützen, und glaubt mir, bei Mordaunt waren sie in guten Händen, das das SChiff unterging, das war nicht seine SChuld."
Er hoffte, dass die Königin Verständnis für seine Beweggründe zeigen würde.

Louis

"Nun, es kommt nicht oft vor dass mir bei der Jagd so eine hübsche wilde Maid über den Weg läuft.einer meiner Musketiere hielt Euch sogar für eine Waldnymphe und suchte das Weite..."; erwiderte er schmunzelnd, doch als sie dann von seiner Heirat sprach, wurde seine Miene wieder ernst. Er hatte mitlerweile längst das Gefühl, zu voreilig gehandelt zu haben, als er Francoise geheiratet hatte, und er fragte sich jetzt oft, ob er überhaupt noch etwas für sie empfand. In letzter Zeit ging er ihr aus dem Weg, und flirtete wieder mehr mit den Hofdamen.
"Ich würde mich freuen, Euch zu einem gemeinsamen Dinner einzuladen"; erwiderte er und blickte Ihr tief in die Augen, "mögt Ihr immer noch so gerne Erdbeeren? Natürlich wird es auch Erdbeeren geben."
Früher hatten sie sich oft gegenseitig beim Liebesspiel mit Erdbeeren gefüttert, und er fragte sich jetzt, wie es wohl heute wäre, wenn sie sich niemals getrennt hätten. Wäre dann jetzt Henriette seine Königin?
Während seine Musketiere die Kutsche aus dem Schlamm holten, nahm er ihre Hand, und sie gingen ein Stückchen in den schattigen Wald hinein.
"Was für ein lustiges Bild müssen wir beide abgeben, wir wären das Tuschelthema Nummer eins, wenn man uns jetzt sehen könnte. Den Hofdamen würden vor Schreck die Zügel ihrer ziegenkarren aus der Hand fallen"; meinte er lachend, und dann, als sie zu einer Lichtung kamen, eine von Eichen und Tannen umgebene Blumenwiese, zog er sie näher zu sich heran und küsste sie zärtlich, so wie er es früher immer getan hatte. Er konnte einfach nicht anders, ihre Anwesenheit hier hatte die alten Gefühle wieder geweckt.

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20. Sep 2012, 12:24
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Nachdem sie besprochen hatten, dass die Schwester des Hauptmannes d´Artagnan Francoise in nächster Zeit mit ihrem medizinischen Können zur Seite stehen sollte, vergewisserte dieser ihr noch einmal das er sehr auf die Sicherheit des Königs und seiner Familie bedacht war und seine Musketiere regelmäßig kontrollierte.
Da unter der Führung des Hauptmannes auch noch niemals irgendetwas passiert war, wollte Francoise es nun auch dabei belassen.
Viel wichtiger war für sie, warum d´Artagnan von dem Verschwinden ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester Marie Christine mit diesem Mordaunt gewusst und nichts dagegen unternommen hatte. Die Erklärung das Marie Christine diesen Spanier heiraten sollte, genügte der zukünftigen Königin bei weitem nicht.
„ Ich bin durchaus über diese Ehe informiert d´Artagnan und ich bin mir sicher, dass mein Vater wenn er von der Aversion meiner Schwester, gegenüber ihres ausgesuchten Bräutigams erfahren hätte, dass er ihr einen anderen Mann besorgt hätte. Und diese Gerüchte über Juan kenne ich durchaus und auch wenn ich diesen Zeitgenossen nicht sonderlich sympathisch finde, so kenne ich durchaus die Gerüchteküche von Versailles, wo ganz schnell aus einer simplen Mücke ein ausgewachsener, afrikanischer Elefant wird. Mein Vater wird sich ehe er dieses Verlöbnis in Abwesenheit meiner Schwester arrangiert hat, ganz genau über seinen zukünftigen Schwiegersohn erkundigt haben. Erst recht nachdem er wusste, dass ich die Ehefrau des Königs werde. Oder wollt ihr etwa allen Ernstes andeuten, dass mein Vater den König vorführen wollte, in dem er einen solchen Mann in die Familie einheiraten lässt?“ Nun hatte d´Artagnan es geschafft, sie war erbost über ihn und hatte das Gefühl das er nur nach Ausreden suchte, um die Schmach die sie sich für den Leichnam seines Ziehsohnes Mordaunt ausgedacht hatte, abzuwenden.

Wie konnte er eine solche Tat, nur für Gut heißen?

Henriette

Als Louis davon sprach das seine Musketiere sie und ihre Damen als Waldnymphen identifiziert hatten, musste die junge Frau herzlich lachen :“ Vielleicht solltest du diese Bande häufiger zu deinem Kardinal schicken. Er wird ihnen schon mit seiner donnernden Stimme und seinen auswendig gelernten Zitaten sagen, dass es solche Dinge nicht gibt.“ Erwiderte sie scherzhaft. Das war eine gute Gelegenheit für Henriette zu erfahren, ob Kardinal Marzarin noch immer so viel Einfluss am Hofe hatte, wie damals als man sie ins Exil geschickt hatte.
Henriette entging nicht die ernste Miene ihres früheren Liebhabers, als sie seine Vermählung mit Francoise ansprach. Dennoch sagte sie zunächst einmal nichts dazu . Der rechte Zeitpunkt, schien ihr dafür noch nicht gekommen.

Henriette lächelte, als Louis fragte ob er sie zum Dinner einladen dürfte und ob sie noch immer eine solche Schwäche für Erdbeeren hätte, wie früher.
„ Es wäre mir eine Ehre dir bei einem Dinner Gesellschaft zu leisten und wenn du dann noch Erdbeeren zum Dessert auftischen lässt, dann werden mich keine zehn Pferde davon abhalten, deinem Ruf Folge zu leisten.“
Ein wohliger Schauer streichelte über ihren Körper, als sie sich in die Augen sahen. Für einen Augenblick hatte sie das Bedürfnis Louis einfach zu küssen, doch so schmutzig wie sie war, kam dies nicht in Frage.

Erneut lachte die junge Frau, als Louis davon sprach wie sehr man in Versailles nun tuscheln würde, wenn man sie beide so sehen würde. „ Oh ja, die berühmten Ziegenkarren. Ich hatte die Hoffnung sie wären mittlerweile nicht mehr in Mode, aber dafür scheinen die Damen dann wohl doch zu faul zu sein.“

Die Nähe des Königs berauschte Henriette und sie beschloss ein Bad in dem kleinen See zu nehmen. Ohne Umschweife ging sie hinter einen der alten hohen Bäume und sagte:“ ich werde schnell ein kleines Bad nehmen. Saubere Kleider befinden sich in meiner Kutsche, aber ich habe den Matsch überall, sogar in den Haaren. So kann ich ganz sicher nicht an der Seite des Königs in Versailles erscheinen.“ Sagte sie lachend und lief nackt in den See.

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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

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25. Sep 2012, 10:10
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

"Wisst Ihr, Hoheit, Euer Vater mochte Juan sehr gerne, und unternahm deswegen nichts gegen dessen Eskapaden, er wusste darum, und trotzdem wollte er Eure Schwester mit diesem Mann verheiraten. Euer Vater hat Eure SChwester immer anders behandelt als Euch, er wollte, dass sie in dieser Ehe leiden muss, weil er sie nicht liebte, wie ein Vater seine Tochter lieben sollte."
Dann kam er auf die Idee, ihr eine ganz besondere Frage zu stellen.
"Sagt, Hoheit, wie hättet Ihr denn gehandelt, wenn Eure Schwester nicht gestorben wäre, und Ihr erfahren hättet, dass sie in ihren Leibwächter MOrdaunt verheiratet ist? Hättet Ihr ihr dann die Ehe mit Mordaunt gestattet? Immerhin stammt Mordaunt de Winter aus einer der ältesten Adelsfamilien Frankreichs, ist der Sohn des Grafen de La Fére, der ein großes Vermögen und viele Länderen hat, mit Sicherheit mehr als Juan. Hättet Ihr das getan, um Eure Schwester glücklich zu machen, Hoheit?"
Er wollte Marie Christine nicht in Gefahr bringen, und war sich deswegen noch nicht sicher, ob er der Königin anvertrauen konnte, dass sie, Diane und Mordaunt noch am Leben waren. Immerhin musste er bedenken, dass die Königin ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater hatte.
Würde die Königin darüber schweigen können, und ihre Schwester ein glückliches, friedliches Leben in der Bretagne leben lassen? Noch war er sich noch nicht sicher, wie viel er ihr anvertrauen konnte und durfte.

Louis

"Nun, ich glaube, dass sie nach einer Stunde mit dem Kardinal freiwillig zurück in den Wald laufen würden, weil sie Angst vor dem Kardinal haben...die meisten meiner Musketiere fürchten ihn wie der Teufel das Weihwasser"; erklärte er ihr schmunzelnd, doch dann wurde seine Miene wieder ernst.
"Also irgendwann werde ich etwas tun müssen, denn Mazarin nimmt sich immer mehr Privilegien heraus, die eigentlich ausschließlich königlich sind..ich habe ihn im VErdacht, heimlich Gelder aus den königlichen Kasen für sich abzuzweigen, aber bis jetzt konnte ich ihm nichts nachweisen...aber lasst uns jetzt nicht über so ein ernstes Thema reden.."
Sie war so wunderschön, bei ihrem Anblick vergaß er gleich alle seine Sorgen wieder.
als sie zusagte, zum Dinner zu kommen, strahlte der König über das ganze Gesicht.
"Ich bin sicher, dass wir dann einen sehr schönen Abend haben werden...fast so wie früher...ach, ich kann es kaum erwarten, mit Euch zusammen zu speisen"; meinte er und blickte ihr tief in die Augen. Wie hatte er nur jemals glauben können, Fraincoise zu lieben? Hatte er sich nicht tief in seinem Herzen immer nach Henriette gesehnt?
"Ja, die DAmen werden in der Tat immer fauler...jetzt fahren sie sogar schon mit dem Ziegenkarren zur Messe, obwohl es zur Kapelle nur wenige Meter sind...erinnert Ihr Euch noch an die kleine Kapelle? Jene, wo ich Euch zum ersten Mal geküsst habe? Wisst Ihr noch, damals legte ich Euch immer eine rote Rose als Zeichen meiner Liebe in die Kapelle.."
Als sie sich auszog und nackt zum See lief um ein Bad zu nehmen, war er keineswegs schockiert, ihm gefiel ihre Courage, denn keine der Damen in Versailles wagte es, sich ohne seine Erlaubnis zu entkleiden.
Seine Musketiere waren noch immer dabei, die kutsche aus dem Schlamm zu hieven, und das würde noch eine WEile dauern, also zog er seine grüne Jagdkleidung aus, und lief dann lachend hinter ihr her.
"Wisst Ihr eigentlich, dass Ihr wunderschön seid, Henriette?"; rief er ihr hinterher, und dann war sie am Wasser und lief hinein, und er folgte ihr, spritzte sie lachend nass.
Nein, als er sie so gesehen hatte, hatte er nicht widerstehen können, und unbedingt mit ihr gemeinsam baden wollen...so wie früher.

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25. Sep 2012, 13:17
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Als d´Artagnan auf das Thema zu sprechen kam, dass ihre Schwester und ihre Mutter wegen der Verlobung Marie Christines mit Juan geflohen waren und dann auch noch ohne Umschweife bemerkte, dass ihr Vater sie immer ihrer jüngeren Schwester bevorzugt hätte, antwortete die Dunkelhaarige:“ Wenn mein Vater jemanden mag, dann hat es seine Gründe. Er besitzt eine ausgezeichnete Menschenkenntnis. Deshalb kann er euch nicht leiden und ich mag euch ebenso wenig!“

Wenn der Hauptmann der Musketiere sich weiterhin heraus nahm, so mit ihr zu reden dann würde sie nur schwer an sich halten können.
Wie konnte d´Artagnan sich nur diese Frechheiten herausnehmen?

Gerade als Francoise sich erheben wollte, um den Raum zu verlassen, stellte der Musketier ihr eine Frage, die sie mehr als sie es sich eingestehen wollte, verwunderte.
Es dauerte einen Moment, bis sie die Sprache wieder fand. „ Wollt ihr damit etwa andeuten, dass meine Schwester im Glauben gewesen sein könnte, dass ich sie nicht unterstützt hätte wenn sie mich gebeten hätte, einen anderen Mann als den, den mein Vater für sie ausgesucht hatte zu heiraten? „

Francoise erhob sich und lief wie ein aufgescheuchtes Tier auf und ab. Dabei nagte sie an ihren Fingernägeln, eine dumme Angewohnheit, über die sie leider einfach nicht Herr wurde. Plötzlich blieb sie stehen und trat dicht an d´Artagnan heran:“ Nennt mir nur einen guten Grund, warum meine Schwester so über mich gedacht haben sollt. Oder seit ihr ein solcher Kleingeist, d´Artagnan das ihr es nicht ertragen könnt, dass euer Ziehsohn ein Nichtsnutz war der meine Schwester und meine Mutter entführt und mit sich in den Tod gerissen hat? „

Francoise begann weiter im Zimmer auf und ab zu gehen. Diese Andeutung die der Hauptmann gemacht hatte, war einfach ungeheuerlich.

Erneut blieb sie stehen und fragte nun:“ Und warum, sollte meine Mutter die Flucht ergriffen haben? Sie sollte doch nicht mit einem Mann den sie nicht liebt, verheiratet werden. Welchen Grund hätte sie denn haben sollen, d´Artagnan?“

Henriette

Louis Bemerkung über die Angst die der Kardinal auch heute noch auf andere Menschen ausübte, brachte die junge blonde Frau, erneut zum lachen. Doch als Louis davon sprach, dass er ein ernstes Gespräch mit dem Kardinal über gewisse Dinge führen musste, wurde Henriette ernst.
Sie hatte nicht vergessen mit was für einer selbstgefälligen Miene er die Tür ihrer Kutsche geschlossen hat, als sie hochschwanger Versailles und ihren geliebten Louis verlassen musste. Kein Tag war in den letzten Jahren vergangen, an dem sie Marzarin nicht verflucht und verteufelt hatte. Vielleicht war nun der Augenblick gekommen, sich an ihm zu rächen.

„ Nun ich denke das er niemals vergessen sollte, dass ihr es seit, der König von Gottes Gnaden ist, Majestät.“ Henriette sagte diesen Satz absichtlich so formell um Louis so ihre Loyalität und ihren Respekt zeigen wollte.
Ihr ganzer Körper schien von Schmetterlingen besetzt zu sein die wild hin und her flatterten, als Louis sagte das dieses gemeinsame Dinner sicherlich fast so schön werden würde, wie es in vergangenen Zeiten gewesen war. Henriette sagte jedoch nichts dazu, sondern schenkte dem Dunkelhaarigen jungen König lediglich ein bezauberndes Lächeln. Sie wusste was das Wörtchen Was in diesem Falle bedeutete , doch sie würde alles daran setzen um Louis Meinung diesbezüglich zu ändern.

„Wirklich? Sie benutzen den Ziegenkarren um zur Messe zu fahren? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dem Kardinal gefällt dies zu sehen. „ Dann warf Henriette Louis einen schelmischen Seitenblick zu und sagte:“ Wenn ich nun sagen würde, dass ich mich weder an den ersten Kuss, noch an die Rosen erinnere, würdest du versuchen meine Erinnerung aufzufrischen?“

Henriette genoss es so frei zu sein und so wie Gott sie geschaffen hatte, in diesem wundervollen See zu schwimmen. Sie drehte sich auf den Rücken, um die Sonne die ihre Strahlen durch die bereits leicht herbstlich verfärbten Blätter schickte und alles um sie herum, in ein warmes Licht hüllte.
Auch Louis schien diese bezaubernde Umgebung das Gefühl von Sicherheit und Lebensfreude zu geben, denn schon ein paar Augenblicke später, entkleidete auch der junge König sich und kam nun auf sie zu.
Henriette sah keinen Anlass ihr Bewunderung beim Anblick seines nackten Körpers, zu verbergen und sagte:“ Du hast noch immer einen Körper, wie die alten griechischen Statuen. Francoise muss die glücklichste Frau Europas sein weil sie diesen Körper berühren und liebkosen darf.“

Ihr Körper begann zu kribbeln als Louis sagte das sie noch immer wunderschön sei und sie wusste das er damit ihren nackten Körper meinte. Doch Henriette wollte ihn noch ein wenig zappeln lassen und erwiderte:“ Aber ich bin nicht nur wunderschön, sondern auch schnell wie ein Fisch. Komm lass uns einen kleinen Wettkampf machen. Wer als erstes am anderen Ufer ankommt, hat einen Wunsch frei.“

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26. Sep 2012, 12:28
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

"Hoheit...glaubt Ihr wirklich, dass die Menschenkenntnis Eures Vaters so gut ist? Juan ist ein grausamer, skrupelloser Mensch, meine Musketiere mussten schon etliche Frauen, die er hier in Versailles belästigt hat, vor ihm schützen...das beweist doch, was für ein skrupelloser Mann das ist..und ich bin davon überzeugt, dass er seine Frau getötet hat. Dass Ihr mich nicht leiden könnt, Hoheit, daran kann ich nichts ändern, aber ich denke, Ihr solltet nicht immer der Menschenkenntnis Eures Vaters vertrauen."
Er hätte gerne noch gesagt, dass er glaubte, dass ihr Vater kein guter Mensch war, aber natürlich wagte er nicht, das offen auszusprechen, er wollte sie ja nicht verärgern.
Auf ihre Frage antwortete er dann äußerst vorsichtig.
"Wisst Ihr, Hoheit, Eure Schwester hat Euch nichts gesagt davon, dass sie in Mordaunt verliebt war, und vor ihrer Angst vor Juan, weil sie wusste, dass Ihr ein sehr enges Verhältnis zu Eurem Vater habt, sie konnte Euch deswegen nicht mehr vertrauen. Es tut mir leid, Euch das sagen zu müssen."
Er musste jetzt sehr vorsichtig sein, denn er hatte erkannt, dass er Francoise nicht vertrauen, ihr nicht erzählen konnte, dass ihre Schwester und Mutter noch am Leben waren.
"Nun, Eure Mutter ging mit Eurer Schwester, weil sie sie über alles liebte, und nicht wollte, dass sie in einer unglücklichen Ehe gefangen war, genauso wie sie während ihres ganzen Lebens....sie wollte nicht, dass Marie Christine das gleiche durchmachen muss wie sie. Und Mordaunt hat sie nicht entführt, sie wollten beide fort von hier, um Eurem Vater und Juan zu entkommen. Tragischerweise riss dieses schiffsunglück sie alle drei aus dem Leben, das tut mir wirklich sehr leid, Hoheit."
Nein, er würde ihr nicht sagen, dass die beiden noch lebten, sie hatte ihm jetzt bewiesen, dass sie auf der Seite ihres Vaters stand, und kein Verständnis für Mordaunts und marie Christines Liebe haben würde.

Louis

"Wisst Ihr, ich habe mir überlegt, Mazarin für eine Weile nach Rom zu schicken, ich werde einfach dem Papst schreiben, und ihn bitten, den Kardinal in den Vatikan zu rufen. So bin ich ihn endlich für eine Weile los, es gefällt mir nicht, wie er über mein Leben bestimmt"; erzählte er ihr.
Dann, als er Henriettes bezauberndes Lächeln sah, spürte er wieder dieses unbeschreibliche Kribbeln in der Magengegend, und zog sie näher zu sich heran, küsste sie zärtlich.
"Verzeiht..ich konnte nicht anders;" meinte er anschließend und blickte ihr tief in die Augen.."wisst Ihr, ich liebe euch noch immer. Sagt, warum seid Ihr damals einfach fortgegangen?"
Als sie dann auf die ziegenkarren zu sprechen kam, musste er wieder lachen.
"Der Kardinal beklagt sich dann jedesmal, dass es in der Kirche nach Ziege stinkt...Ihr müsstet mal sein Gesicht sehen..einfach köstlich..."
Und dann, als sie ihn fragte, ob er ihre Erinnerungen auffrischen würde, falls sie sich nicht an die Rosen und den ersten Kuss erinnere, zog er sie näher zu sich heran, und küsse sie erneut, zunächst ganz zärtlich, dann immer leidenschaftlciher werden.
"Nun, frischt das Eure Erinnerung etwas auf, Madame? Das war die glücklichste Zeit meines Lebens..."
Bis heute fragte er sich, warum sie wohl damals fortgegangen war, was er falsch gemacht hatte.
Dann, als sie ins Wasser ging, folgte er ihr, und spürte wieder dieses Kribbeln im MAgen, als er zu ihr ins Wasser hineinschwamm, und als sie sagte, dass er einen körper wie eine griechische Statue hätte, und dass Francoise sich doch sehr glücklich schätzen müsste, mit ihm verheiratet zu sein, blickte er sie traurig an und seufzte leise.
"Das mit Francoise...das war ein Fehler, ich liebe sie nicht, und sie mich nicht, sie hat mich nur geheiratet um Königin zu werden. Sie wird nie mehr mit mir das Lager teilen und mich liebkosen, das ist vorbei."
Er vertraute ihr hier Sachen an, die eigentlich niemand wissen durfte, doch das war ihm gleich, er vertraute ihr.
"Wisst Ihr, Henriette, dieser Körper könnte wieder Euch gehören, so wie früher. Ich habe immer nur Euch geliebt, und Euch will ich an meiner Seite haben."
Als sie dann vorschlug, einen Wettkampf zu machen, und dass derjenige, der zuerst am andern Ufer ankam, einen Wunsch freihätte, da nickte er eifrig.
"Gut, ich bin dabei...und ich weiss auch schon, was ich mir wünschen werde.."
Und sie schwammen um die Wette, er schwamm so schnell er konnte, merkte aber trotzdem rasch, dass sie schneller als er war, er war schon lange nicht mehr geschwommen.
Was sie sich wohl wünschen würde, wen sie vor ihm am anderen Ufer ankam?

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27. Sep 2012, 22:13
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

„Die Menschenkenntnis meines Vaters, ist sicherlich besser als die Eure, d´Artagnan.“ unterbrach die Dunkelhaarige den Hauptmann der Musketiere barsch.
Es ärgerte sie maßlos, dass er sich herausnahm so über ihren Vater zu reden. Was Juan anging, gut sie mochte ihn auch nicht unbedingt, doch sicherlich hätte ihr Vater Marie Christine gestattet mit darüber zu entscheiden, ob sie den Spanier heiraten wollte, oder nicht.
„ Bringt mir Beweise für die Behauptungen bezüglich Juans , aber erst nachdem ich den Kopf dieses Bastards habe, um ihn durch die Straßen von Paris schleifen zu lassen. Ihr habt eine Woche Zeit d´Artagnan, ansonsten werde ich ersatzweise euren nehmen, habt ihr das verstanden?“

Als d´Artagnan ihr dann sagte, dass Marie Christine ihr weder von ihrer Liebe zu Mordaunt, noch vor der Angst bezüglich der Eheschließung mit Juan etwas gesagt hatte, weil sie ein so enges Verhältnis zu ihrem Vater hatte, schüttelte Francoise ungläubig den Kopf:“ Wollt ihr mir nun zum Vorwurf mache, dass ich meinen Vater liebe und achte? Ihr seit doch selbst Vater und hegt ein inniges Verhältnis zu euren Kindern. Und nun tut ihr so, als wäre es ein Verbrechen seinen Vater zu lieben und ihm nahe zu stehen. Ihr seit ein komischer Kauz d´Artagnan. Vielleicht wäre es besser für euch, wenn ihr euch zur Ruhe begeben würdet, solange euer Kopf noch auf eurem Hals sitzt und euer Gehirn nicht völlig stumpfsinnig geworden ist! „

Francoise Wangen hatten sich vor Wut gerötet und ihre eisblauen Augen funkelten zornig.
Nichts desto Trotz setzte der Musketier noch einen drauf, in dem er nun den Grund nannte weshalb ihre Mutter ebenfalls verschwunden war. Nun konnte Francoise nicht mehr an sich halten. Sie holte aus, und verpasste d´Artagnan eine schallende Ohrfeige:“ Meine Mutter hat ganz sicherlich einen Ehemann gehabt der alles für sie getan hat. Wie kommt ihr dazu ungestraft einen Entführer dabei zu helfen, meine Mutter und meine Schwester von hier fortzubringen und dann auch noch die Dreistigkeit zu besitzen mir zu sagen, man hätte mir nicht vertraut und das meine Mutter Marie Christine über alles geliebt hätte und deshalb bei ihr gewesen sei? Wollt ihr mir damit sagen, dass sie mich nicht geliebt hat? Und das Kind das in mir heranwächst, hat sie das ebenfalls gehasst nur weil es mein Fleisch und Blut ist?“

Francoise war außer sich. Plötzlich spürte sie einen schmerzhaften Stich, in ihrem Unterleib. Sie stützte sich kurz ab und holte ein paar Mal tief Luft. Nachdem sie sich wieder gefasst und der Schmerz nachgelassen hatte, verließ sie den Raum mit den Worten:“ Und denkt an den Kopf Mordaunts, sonst hole ich mir heute in sieben Tagen den euren höchstpersönlich. Und glaubt ja nicht, ich scherze!“

Laut warf sie die Tür hinter sich zu und ging in ihre Privatgemächer um sich weinend auf das Bett zu werfen.

Henriette

„ Ich denke euer Kardinal wird freudig nach Rom eilen, wenn er ein solches Schreiben bekommt. Doch wird es sicherlich keine langfristige Lösung sein, ihr seit der König und Marzarin sollte dies respektieren, finde ich.“ antwortete Henriette ernst, nachdem Louis ihr von seinen Plänen, wie er seinen Kardinal eine Weile von Versailles fort locken wollte.

Plötzlich zog Louis die blonde, junge Frau an sich heran und küsste sie. Henriette erwiderte den Kuss und fühlte sich wieder in die Zeit versetzt als sie und Louis noch ein heimliches Paar gewesen waren. Nie wieder hatte sie so geliebt, wie damals.
Nachdem sie sich voneinander gelöst hatten, schaute der junge hübsche König sie an , wie er es früher immer getan hatte. Als er ihr dann gestand das er sie noch immer liebte, antwortete sie ein wenig irritiert:“ Aber du bist verheiratet und du hast auch nie auf einen meiner Briefe geantwortet.“
Konnte es sein, dass Louis nichts davon gewusst hatte, dass seine Mutter und Kardinal Marzarin sie fortgeschickt hatten, weil sie das Kind des Königs unter ihrem Herzen getragen hatte?
Nachdem Louis sie erneut geküsst hatte, dieses mal jedoch leidenschaftlicher als zuvor, fragte er mit seinem umwerfenden jungenhaften Lächeln, ob er nun ihre Erinnerungen ein wenig aufgefrischt hatte.
„ Ein wenig, aber ich denke ich werde ein paar Auffrischungen mehr benötigen, in den nächsten Tagen.“ erwiderte Henriette mit einem süßen Lächeln.
Es machte die junge Frau sehr glücklich das Louis sagte, die Zeit mit ihr sie die glücklichste seines Lebens gewesen, denn ihr war es dabei nicht anders ergangen.
Erstaunt hob Henriette ihre feingeschwungenen Augenbrauen:“ Aber Francoise ist deine Königin. Schon allein um einen Thronfolger zu zeugen musst du mit ihr das Bett teilen. Und warum habt ihr überhaupt geheiratet, wenn du sie nicht liebst?“

Nachdem Henriette sich in das erfrischende Nass begeben hatte , genoss sie die Blicke mit denen Louis sie beobachtete. Ihr Herz schlug bis zum Hals, als er sich ebenfalls entkleidete und zu ihr ins Wasser kam um sie erneut zu küssen und ihr dann zu sagen, dass sein Körper wenn sie ihn wollte, nun wieder ihr gehören konnte. Sollten seine Gefühle für sie in all der Zeit tatsächlich nicht erkaltet sein, dass er nun so auf sie reagierte?
Am liebsten hätte Henriette sofort sein Angebot in Anspruch genommen, und den wohlgeformten Körper ihrer alten Liebe für sich beansprucht, doch sie wollte Louis erst ein wenig zappeln lassen. Sie wollte wissen ob er sie nur schnell noch einmal haben wollte, denn Louis genoss seit ihrer Trennung damals, diesbezüglich einen gewissen Ruf und das letzte was Henriette wollte war, nur eine seiner Damen zu sein mit denen er sich die Zeit vertrieb. Auch wenn es ihr sehr schwer fiel, Henriette löste sich aus seiner Umarmung und sagte:“ Gut, ich zähle bis drei und dann schwimmen wir los. Und gib ruhig dein Bestes Louis, ich werde dich nicht schonen.“

Während sie beide durch das Wasser jagten, überlegte sie sich was sie sich wünschen würde, wenn Louis verlieren würde. Sicherlich nicht das was er sich erhoffte, auch wenn sie sich ihm nur zu gern hier und jetzt hingeben würde.
Doch was Henriette noch mehr interessierte war, was würde sich der junge König von ihr wünschen, falls er gewinnen würde?



Genevieve

„ Was machst du für ein Gesicht? Bist du mir etwa immer noch böse, weil ich den Herzog von Lothringen um einen kleinen Gefallen gebeten habe, weil du dich geziert hast, meine Spielleidenschaft zu unterstützen?“ fragte die junge dunkelhaarige Frau.
Ihre Stimme klang sanft und einschmeichelnd wie das wohlige Schnurren einer Katze, während sie den jungen und ausgesprochen gut aussehenden Geistlichen von hinten umarmte.

Cesare stand am Fenster ihres Schlafzimmers und blickte hinaus in den Schlosspark von Versailles. „ Ich glaube, wir beide müssten uns mal wieder zurückziehen und ein paar Tage allein auf Schloss Louveciennes verbringen. Ich wette, wenn du deiner heimlichen Leidenschaft mal wieder völlig ungestört freien Lauf lassen kannst, dann wird sich deine Laune auch wieder verbessern.“ Genevieves Lippen fuhren langsam an den Hals des jungen Mannes entlang, ehe sie inne hielt und ihm in sein Ohrläppchen biss.

Nun fiel auch ihr Blick auf den jungen Musketier Jaques, der im Schatten eines Baumes saß und mal wieder seinen Wolkenkraxeleien nachhing.
„Oh, dieser dumme Degenschwinger ist also auch wieder im Lande. Wo er wohl nur die ganze Zeit gesteckt hat? „ Genevieve wusste das es Cesare nicht gefiel, wenn sie sich mit anderen Männern vergnügte um sie auf ihre Liste zu setzen, aber Jaques war eine echte Herausforderung gewesen.

Plötzlich wurde Genevieve ernst und stellte sich vor ihren heimlichen Liebhaber:“ Oder machst du dir etwa Sorgen, dass jemand mitbekommen könnte das dass Kind das ich erwarte, von dir ist? Ich meine, vielleicht kommt es auch ganz nach mir und niemand wird Verdacht schöpfen. Immerhin bin ich eine verheiratete Frau, wer wird sich da schon über ein solch freudiges Ereignis wundern?“

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1. Okt 2012, 08:55
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Cesare

Der junge Kardinal stand am Fenster ihres Schlafzimmers, und blickte missmutig hinaus in den Schlosspark von Versailles. Ihre Spielleidenschaft, die allmählich zu einer Sucht wurde, missfiel ihm, und ebenso die Art, wie sie sich Geld für weitere Spiele zu beschaffen pflegte, wenn er ihr keines geben wollte. Er wollte für sie der einzige Mann sein, denn er liebte sie über alles, und es passte ihm ganz und gar nicht, wenn sie sich mit anderen Männern einließ..merkte sie denn nicht, wie sehr sie ihn damit verletzte?
"Ich hätte dir das Geld schon noch gegeben, aber du musstest dich ja unbedingt mit diesem Warzengesicht von einem Herzog einlassen..ein grässlicher Mann....", brach es aus ihm heraus, "manchmal glaube ich fast, dass du die Spieltische mehr liebst als mich, denn dort bist du weitaus häufiger anzutreffen als bei mir..."
Doch dann, als sie ihm spielerisch ins Ohrläppchen biss, und er ihren Duft nach Veilchen einatmete, wurde seine Leidenschaft wieder geweckt, und er vergass seinen Groll zwar nicht, doch für den Moment war seine Leidenschaft stärker, und sein verlangen überwog, und er zog sie näher zu sich heran und küsste sie leidenschaftlich.
"Ja, ein paar Tage weitab von Versailles würden uns guttun, ich kann es kaum erwarten, mit dir alleine zu sein"; stimmte er zu, während er ihr weichen, zarten Lippen auf den seinen spürte und sie dann stürmisch küsste, "ich liebe Euch so sehr, ich möchte Euch einfach immer bei mir haben."
Dennoch fragte er sich, wie es möglich war, dass er ihr jedesmal wieder mit haut und Haaren verfiel, und dann sogar seinen Groll, nicht der einzige für sie zu sein, vergaß.
Als sie dann von dem jungen Musketier Jaques, der im Schatten eines Baumes saß, sprach, rümpfte er verächtlich die Nase.
"Ein Weichling ist das, und kein richtiger Mann...und so einer schimpft sich Musketier..ständig sieht man ihn mit einem Zeichenblock irgendwo herumsitzen und irgendwelchen Unsinn, den sowieso keiner Lesen will, schreiben...oder zeichnen...so einer ist doch einfach nur erbärmlich. Und nur weil er der Sohn des berühmten Musketiers Aramis ist, braucht er sich nicht als etwas Besonderes zu fühlen, mein Vater ist viel berühmter und mächtiger, dagegen ist sein Vater ein kleines Licht, und ich verstehe mich, im GEgensatz zu diesem Jaques darauf, in einer Frau die Leidenschaft zu wecken."
Als sie ihm dann ihren schon sichtlich gerundeten Bauch entgegenstreckte und ihn fragte, ob er befürchtete, dass jemand herausbekommen könnte, das das Kind von ihm wäre, verfinsterte sich seine Miene.
"Nein, das wäre mir gleich, denn ich liebe Euch, und IHr wisst, dass ich mir immer ein Kind von Euch gewünscht habe..doch wenn man bedenkt, wie Ihr Eure Spielsucht finanziert, dann kann ich mir dessen gar nicht so sicher sein...wer weiss, vielleicht ist ja dieses Warzengesicht von Lothringen der Vater, oder dieser rothaarige Lord Bullington aus England, der letzte Woche Eure Spielschulden bezahlt hat."
Er liebte sie, aber es machte ihm schwer zu schaffen, dass sie ihn ständig betrog, und er konnte gar nichts dagegen tun, weil er bei Hofe als ihr Bruder galt.
Was für eine Ironie das war..er galt hier bei Hofe als Neffe seines Vaters, Kardinal Mazarin, weil jeder Kardinal seine Kinder als Neffen ausgab...und das Kind, das GEnevieve ausgab, würde offiziell als sein Neffe gelten... wie sein Vater ihn niemals offiziell anerkennen konnte, so würde er niemals sein Kind, wenn es denn überhaupt seines war, offziell anerkennen können."

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9. Okt 2012, 16:36
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Louis

"Diese Auffrischungen könnt Ihr gerne bekommen", meinte er verschmitzt lächelnd und küsste sie erneut. Seltsam, wenn er in ihrer Nähe war, dann war es ganz anders, als es bei Francoise gewesen war, mittlerweile war er sich nicht einmal sicher, ob er Herzog Gabriels Tochter überhaupt geliebt, oder doch nur begehrt hatte. Hatte sein Herz nicht immer Henriette gehört?
Dann erklärte er ihr beschämt, warum er Francoise geheiratet hatte.
"Wisst Ihr, der Kardinal setzte mich unter Druck, sagte mir immer wieder, ich müsse heiraten und einen Erben zeugen, da mein Thron sonst nicht gesichert sei. Er sagte mir, dass es Aufstände im Volk gibt, so wie damals bei der Fronde, als ich mit zehn Jahren vom Volk aus dem Palast gejagt wurde, und er sagte, wenn ich einen Thronfolger zeuge und heirate, dann wäre ich unangreifbar, und keiner würde mehr einen Aufstand wagen, und so habe ich sie geheiratet..."
Er überlegte lange, ob er ihr anvertrauen sollte, was ihm schon seit langem durch den Kopf ging, und dann entschied er sich dafür, auch wenn er befürchtete, sie könnte ihn auslachen.
"Wisst Ihr, es ist merkwürdig...immer wenn Francoise bei mir war, fütterte sie mich mit süßen Pralinen, oder servierte mir köstlichen Kakao oder Wein, und danach setzte mein ganzer Verstand ,mein Denken völlig aus, und ich begehrte sie mit jeder Faser meines Herzens. Mittlerweile frage ich mich oft, ob sie nicht irgendetwas in diese Süssigkeiten und Getränke etwas hineingetan hat, das mich verzaubert hat...wisst Ihr, es gibt Mittel, die bewirken können, dass ein Mensch einem anderen mit Haut und haaren verfällt, wenn er sie einnimmt...das ist böser Hexenzauber. Und ich habe Gerüchte über Francoise gehört, dass sie mit Giftmischern und Hexen Freundschaften pflegt, leider konnte ich ihr bis jetzt nichts nachweisen. Bitte lacht nicht über mich, ich denke wirklich, dass ich von ihr verhext wurde...wisst Ihr, ich hoffe, dass sie ein Mädchen bekommt...ach, die einzige Frau, die ich mir als mutter meines Thronfolgers wünsche, seid Ihr Henriette, Ihr seid die Frau, mit der ich irgendwann gerne einen Sohn hätte."
Dann tobten sie zusammen durchs Wasser und irgendwie hatte er noch das Gefühl, dass sie ihm gegenüber noch etwas distanziert war, und er konnte es verstehen...bestimmt befürchtete sie, dass er nicht sie, sondern nur ihren KÖrper begehrte. Aber wonach er sich wirklich sehnte, das war sie, sie war die erste Frau, der es wirklich gelungen war, sein Herz zu erobern, und wenn es nötig war, würde er sich gedulden, bis sie erkannte, dass er es ernst meinte.

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13. Okt 2012, 16:37
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Genevieve

„ Ohhh, ist mein Süßer etwa eifersüchtig?“ fragte die Dunkelhaarige mit gespieltem Mitleid und knuffte dem jungen Kardinal neckisch in die Wange, so wie man es bei einem kleinen Kind tun würde, wenn es sich ungerecht behandelt fühlen würde.
Genevieve wusste das es Cesare nicht gefiel, wenn sie sich Männern hingab die dann dafür ihre Spielschulden bezahlten und er mochte es ebenso wenig, wenn sie sich über seine Eifersucht lustig machte. Lächelnd schlang Genevieve nun ihre Arme um den Nacken des Geistlichen und schaute ihn treuherzig aus ihren braunen Augen an:“ Leider müssen wir die Rollen spielen die wir uns ausgesucht haben, um an unser Ziel zu kommen. Was sollten die Höflinge nur denken, wenn wir permanent aneinander hingen und ich mich vor aller Augen auf deinen Schoß setzen würde, mein lieber Cesare? Sie würden uns beide aus der Stadt jagen, wenn wir Glück hätten. Oder aber sie würden uns beide hinrichten lassen. Nein, dazu liebe ich das Leben viel zu sehr und gib es zu, der Spaß es heimlich zu treiben, ohne das jemand auch nur etwas davon ahnt, ist doch ein wahrer Nervenkitzel, oder etwa nicht?“ Genevieve stupste ihre Nase an die des jungen Mannes und schaute ihn an, wie eine Katze die heimlich aus der Rahmschüssel genascht hatte.
Zufrieden schnurrte die Dunkelhaarige als Cesare sie leidenschaftlich küsste. Sie wusste das er nicht an sich halten konnte, wenn sie an seinen Ohrläppchen knabberte. Sie wusste immer was sie tun musste, um ihn in diese Stimmung zu bringen und Genevieve schämte sich nicht, dieses Wissen schamlos auszunutzen.
„Bald, wenn wir am Ziel unserer Wünsche angekommen sind, werden wir immer Zeit füreinander haben. Doch zunächst müssen wir ein wenig dafür tun. Das weißt du doch, oder etwa nicht?“ erwiderte sie zwischen seinen Küssen, war sich aber sicher das sie bald wenigstens für ein paar Tage Schloss Louveciennes aufsuchen sollten.
Erneut huschte ein Lächeln über ihre vollen, roten Lippen als sich Cesare abwertend über ihren verflossenen Liebhaber Jaques ausließ. Wie jeder Mann der sie begehrt hatte und deren Werben sie nachgegeben hatte, war auch der junge Musketier Cesare ein Dorn im Auge. „ Nu ja, er mag ein Feigling und Träumer sein, aber wenn er nur so gut fechten kann wie….“ Genevieve biss sich nun mit gespielter Erschrockenheit auf die Unterlippe:“ Entschuldige, ich habe nicht vor dich mit Einzelheiten zu plagen. Aber du weißt das ich dafür bei meinen Freundinnen gut abkassiert habe. Hast du eine Ahnung, wie viele Hofdamen es versucht haben ihn zu verführen? Aber nur ich habe es geschafft und sie waren begeistert über das was sie durch den kleinen Spion im Nebenzimmer zu sehen bekamen.“
Genevieve blickte zu dem Gemälde das gegenüber ihres Bettes hing. Nun war das Gemälde vollständig an seinen Platz, denn sie selbst entschied wann ihre Freundinnen sie bei ihren Eroberungszügen beobachten durften und wann nicht. Ihre Liaison mit Cesare den jeder für ihren Bruder hielt, war etwas das Genevieve auf jeden Fall geheim halten wollte.
Lachend löste sie sich von ihm „ Natürlich ist dein Vater sehr viel mächtiger und berühmter als Aramis, doch niemand darf es wissen weil du in den Augen der anderen dann lediglich ein Bastard wärst. Aber mich macht es verrückt, ich liebe schmutzige unanständige Dinge.“ Neckte sie ihn erneut und wurde dann ernst als Cesare sagte das es ihm egal sei, wenn man wüsste das er der Vater ihres Kindes sei.
Genevieve seufzte und blickte ihn ernst an:“ Aber es würde alles zerstören, was wir uns vorgenommen haben. Sie halten uns für Bruder und Schwester und so soll es auch bleiben.“ Erneut seufzte sie und lehnte ihre Stirn an die Seine:“ Liebe macht blind, aber nicht dumm. Also komm bitte auf keine Ideen die wir später nicht mehr rückgängig machen können. “
Als jedoch Cesare andeutete das dieses Kind eventuell gar nicht von ihm sein könnte, löste sich Genevieve von ihm , schubste den jungen Kardinal von sich und schrie ihn an:“ Denkst du ich bin zu dumm um dafür Sorge zu tragen kein Kind zu empfangen? Ich habe lange genug im Bordell gearbeitet um zu wissen, was man dagegen tun muss. Nur du kommst dafür in Frage und wenn du mir das nicht glaubst, dann scher dich doch zum Teufel!“

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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

(unbekannter Verfasser)


17. Okt 2012, 14:36
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Cesare

Als sie ihn neckisch in die Wange knuffte, schmollte er ein wenig und blickte sie düster an.
"Bitte, Genevieve, spiel nicht immer solche Spielchen mit mir...hör endlich auf, die Abende an den Spieltischen zu verbringen...ich kann das nicht mehr ertragen, wenn ich bedenke, woher dieses Geld kommt..."
Er fand, dass sie zwar schon Recht hatte, dass sie hier in Versailles als Geschwister galten, und sich niemals bei Zärtlichkeiten ertappen lassen durften, aber seiner Meinung war das kein Grund für sie, ihm ständig untreu zu werden.
"Wisst Ihr, Genevieve, ich finde auch, wir sollten für ein paar Tage verreisen, einfach behaupten wir besuchen unsere Eltern, so können wir endlich einmal mehr Zeit miteinander verbringen, ohne Angst haben zu müssen, dass uns jemand sieht und wir Probleme bekommen"
Insgeheim hoffte er, dass sie für ein paar Tage vergessen würde, welchen Reiz die Spieltische auf sie ausübten, denn auf dem Land würde es diese Versuchung für sie nicht geben.
Dann begann er zu ahnen, worauf sie hinaus wollte.
"Du hast vor, ihm weiszumachen, dass er der Vater des Kindes ist?"; fragte er sie, und kratzte sich nachdenklich am kopf, "nun, das könnte uns eine Menge Geld einbringen, sein Vater hat das gesamte Vermögen des Jesuitenordens in den Händen, wir reden hier von mehreren Millionen...und das Geld würde nicht nur für deine Spielsucht reichen, sondern auch dafür, mich nach Rom zu bringen. Und wenn ich erst einmal Papst bin...dann können wir dort zusammenleben, denn die Päpste leben oft mit ihren "Schwestern" zusammen, ohne dass sich jemand daran stört, und ziehen dann ihre "Neffen" groß. "
Dann blickte er sie erneut nachdenklich an. "Nein, ich glaube dir, es könnte wirklich mein Kind sein....aber das wird der Musketier natürlich nicht wissen, nichtmal, wenn das Kleine mir ähnlich sieht, dann kommt es eben nach seinem Onkel. DA er sich für einen sogenannten Ehrenmann hält, wird er gut für das Kind zahlen, und wir können uns ein bequemes Leben machen...und...du brauchst dann nicht mehr mit anderen Männern zu schlafen, denn Jaques, Sohn des Aramis wird unser ganzes, teures aufwändiges Leben bezahlen."
Je mehr er darüber nachdachte, umso besser gefiel ihm diese Idee, und er sagte sich, dass auch für ihn dabei einiges an Geld herausspringen würde, das er brauchte, um den Vatikan dazu zu bewegen, ihn nach Rom zu rufen.

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17. Okt 2012, 17:22
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