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 Rpg: Die drei Musketiere 
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

Er war sehr verwundert, als die eben noch so wütende Königin sich mit einem Mal hinlegte, und auf einmal so freundlich zu ihm war, ihn bat, zu erzählen, warum er nach Paris gekommen war, um ein Musketier zu werden. Er ging also hin, und setzte sich auf einen Sessel in der Nähe des Sofas hin, und begann der Königin von seiner ersten Zeit in Paris zu erzählen.
"Wisst Ihr, ich war damals achtzehn Jahre alt, und voller Abenteuerlust, mein Vater war einst selbst ein Musketier und diente dem Großvater des jetzigen Königs, und ich hörte von klein auf seine Geschichten über das aufregende Leben als Musketier, und so wollte ich selbst ein Musketier werden. Mein Vater konnte mir nicht mehr als ein paar Sous und ein altes Pferd mit einem gelblichen Fell geben. Dennoch, ich war sehr stolz, als ich in Paris ankam, konnte es kaum erwarten, zu den Musketieren zu kommen."
Dann erzählte er ihr, wie er sich gleich an seinem ersten Tag in Paris ein Duell mit den drei Musketieren Porthos, Athos und Aramis eingehandelt hatte, und wie er sich dann mit den dreien zusammentat, als sie von der Garde des Kardinals angegriffen wurden.
"Wir haben die Kardinalisten im Duell besiegt, und von diesem Tag an waren wir vier unzertrennlich und machten alles gemeinsam. Wir haben in den nächsten Jahren noch viele Abenteuer erlebt, bis meine Freunde, einer nach dem anderen, die Musketiere verließen."
Dann erzählte er ihr auch noch die Geschichte von der Belagerung von La Rochelle, als er mit seinen Freunden auf der belagerten Festung mitten im Feuer der gegnerischen Geschütze gefrühstückt und geheime Pläne besprochen hatte, und er erzählte ihr auch von der Reise nach England, als er und seine Freunde die Diamenten für die Königin Anna vom Herzog von Buckingham zurückgeholt hatten, damit die Königin nicht vom Kardinal des Ehebruchs beschuldigt und verstoßen werden konnte.
"Ihr hättet das dumme Gesicht des Kardinals sehen müssen, Hoheit, als er entdeckte, dass die Königin noch alle zwölf Diamanten hatte, obwohl er Lady de Winter beauftragt hatte, zwei Diamanten zu stehlen. Mylady hatte die beiden Diamanten gestohlen, aber der Herzog von Buckingham hat seinen besten Goldschmied beauftragt, in nur einem Tag zwei perfekte Kopien der gestohlenen Diamanten herzustellen. Und so war der Kardinal vor dem König blamiert, und behauptete dann einfach, er hätte diesen Weg gewählt, um der Königin zwei weitere Diamanten zu stehlen, weil er es nicht wagte, ihr die Diamanten auf anderem Weg zu offerieren. Es war wirklich ein Spaß....dem intriganten Kardinal eine Lektion erteilen zu können."
Ja, er erzählte ihr gerne diese alten Geschichten, er hatte sie schon lange niemandem mehr erzählt, und er war froh, dass sie sich jetzt etwas ausruhte, was in ihrem Zustand sicherlich das beste war. Und er war sich sicher, dass es sie entspannen würde, all diese alten Geschichten zu hören über seine Abenteuer bei den Musketieren.
Und Geschichten kannte er genug, er hatte im Laufe der Jahre sehr viel Aufregendes erlebt.

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12. Sep 2012, 11:17
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Nachdem der Hauptmann seine offensichtliche Verwunderung überwunden hatte, kam er tatsächlich zu ihr und begann ihr zu erzählen, warum er sich als junger Mann dazu entscheiden hatte ein Musketier zu werden.

Ehrlich interessiert lauschte Francoise seiner Geschichte:“ Dann entstammt ihr also einer alten, königstreuen Familie. Und zwei eurer Kinder folgen ebenfalls dem Ruf. Eure Tochter Julie und euer Sohn Charles. Ward ihr eigentlich noch in Versailles, als er seinen Dienst antrat? Er ist nun der Leibwächter dieser Christine. Ihr wisst schon, dass ehemalige Liebchen meines Gemahls und Athos Sohn.“ Das sie nun Christine beleidigte die nichts dafür konnte, dass der König sie unbedingt haben wollte, interessierte die Dunkelhaarige nicht.

Als d´Artagnan von seinem ersten Tag in Paris erzählte, musste Francoise spontan lachen, auch wenn ihr Herz schwer wie Blei war. Doch sie hatte noch nie gut mit solchen Gefühlen umgehen können daher war sie froh über jede kleine Ablenkung. „ Ihr müsst ein beeindruckend schreckliches Bild geboten haben, bei eurer Ankunft in die Hauptstadt. Ein Wunder das die drei anderen Musketiere euch die Chance gaben sich mit ihnen zu Duellieren, denn ihr müsst auf sie wohl eher wie ein Hofnarr gewirkt haben.“ Sagte sie ohne Umschweife.

Die Erzählung über die gestohlenen Diamanten war in der Tat sehr informativ und Francoise beschloss dieses Wissen bei Zeiten gegen ihre Schwiegermutter einzusetzen. Forschend schaute sie den Hauptmann d´Artagnan an und sagte:“ Ihr wisst schon das ihr mir hier ein Staatsgeheimnis anvertraut, von dem ich bislang nicht die leiseste Ahnung habe. Habt ihr keine Angst um euren Kopf, d´Artagnan ?“

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12. Sep 2012, 11:50
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

Es gefiel ihm zwar nicht, wie sie die Königin Christine beleidigte, aber er konnte nichts dagegen tun, weil man einer Majestät niemals wiedersprechen durfte, diese Regel kannte er, weil er schon so lange in königlichen Diensten stand.
Überrascht schaute er sie an. "Was, Hoheit, mein Sohn Charles ist hier? Das wusste ich nicht, ich bin gerade erst in Versailles angekommen. Es würde mich natürlich freuen, wenn er auch Musketier werden möchte, und ich kann Euch versichern, dass er ein guter Musketier wäre, denn ich selbst habe ihm das Fechten beigebracht. Und was Julie betrifft, sie geht zwar mit den anderen Musketieren auf Missionen, aber sie ist leider nur inoffiziell bei den Musketieren, weil der König noch keine Erlaubnis erteilt hat, Frauen aufzunehmen, was ich schade finde, denn sie wäre so gerne ein Musketier, und sie fechtet so gut wie jeder Mann. Sagt, Hoheit, wie lange ist Charles denn schon hier, und wie lange ist er Christines Leibwächter? Ich werde natürlich so bald wie möglich selbst mit meinem Sohn sprechen, um zu erfahren, was ihn hierher gebracht hat, denn er hatte mir nicht geschrieben, dass er herkommen will."
Es freute ihn, die KÖnigin lachen zu sehen, denn so war es ihm doch gelungen, sie ein wenig abzulenken, was ihr in ihrem Zustand sicherlich sehr guttat.
"Ja, sie hielten mich damals für einen gascognischen Bauerntölpel, und haben auch über mich gelacht, sie konnten dann kaum fassen, wie gut ich an ihrer Seite gegen die Kardinalisten gefochten habe. Und als ich herkam, sah ich wirklich wie ein Bauer aus der Gascogne aus, weil mein vAter damals kein Geld hatte, mich für die Reise neu einzukleiden. Aber nach dem Duell gegen die Kardinalisten bekamen meine FReunde und ich 400 Dukaten vom König geschenkt, und ich kleidetete mich neu ein. Wenn Ihr wollt, kann ich Euch auch die Geschichte erzählen, als Athos sich einmal in einem Gasthaus einschloss, und fast den ganzen Weinkeller leertrank. Ach, was waren wir doch für Teufelskerle damals..."
Er musste selbst lachen, wenn er an diese Zeiten zurückdachte, es waren schöne Zeiten gewesen.
Als sie ihn dann fragte, ob er keine Angst um ihren Kopf hatte, weil er ihr solche Staatsgeheimnisse anvertraute, schüttelte er den Kopf.
"Ich vertraue darauf, dass Ihr dieses Geheimnis für Euch behaltet, Hoheit, denn sonst könnte es mich in der Tat meinen Kopf kosten, so offen darüber gesprochen zu haben."
Er glaubte nicht, dass die Königin sein Leben einfach so aufs Spiel setzen würde. Aber das noch viel größere Staatsgeheimnis um Louis GEheimnis, darüber würde er schweigen wie ein Grab.

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12. Sep 2012, 15:57
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

„ Euer Sohn ist schon eine ganze Weile hier, es war kurz nach der Eheschließung des Königs und mir. Ihr könnt ihn nur ganz knapp verpasst haben.“ beantwortete Francoise die Frage des Hauptmannes wahrheitsgetreu.

Als sie die Freude d´Artagnan über diese Neuigkeit sah, musste sie lächeln. Der Hauptmann der Musketiere schien seine Kinder wirklich alle sehr zu lieben. „ Ich denke das der König es auch so sieht, denn ansonsten hätte er euren Sohn sicherlich nicht gleich mit einer solchen Aufgabe betraut. Wobei ich natürlich nicht sagen will, dass Mademoiselle de Veaux sonderlich wichtig ist. Aber zu meinem Verdruss hat der König sich noch nicht dazu entschieden sie in ein Kloster zu schicken, sondern sie noch hier in Versailles gelassen, also wird sie für ihn wahrscheinlich noch eine gewisse Bedeutung haben.“ Francoise spürte, wie es tief in ihrem Inneren brodelte, wie immer wenn sie an Christine dachte. Die Tatsache das Louis sie nicht wie alle anderen fortgeschickt hatte, lies den Stachel der Eifersucht noch immer tief im Herzen der Dunkelhaarigen sitzen.

Francoise räusperte sich um vor d´Artagnan ihr Gesicht zu wahren und sagte dann:“ Nun ihr werdet Charles ganz sicher bei ihr finden. Und ich bin mir sicher das der König nichts dagegen hat, wenn ihr ihn schon bald aufsuchen werdet. „

Die Kronprinzessin war froh darüber das sie sich nun einem heiteren Thema zuwendeten, als Christine und Francoise amüsierte sich über die Erzählungen d´Artagnans wirklich köstlich.
„ Wie kommt es das euer Vater wenn er aus einer so königstreuen Familie kam, dennoch verarmt war? War er ein Spieler, oder hat er spekuliert?“

Während d´Artagnan über seine Freunde und sein Zusammenkommen mit ihnen erzählte, beobachtete Francoise den Mann ganzgenau. Er hatte etwas sehr charmantes und freundliches an sich und sie konnte insgeheim gut verstehen, was die ganzen Frauen mit denen er seine Kinder gezeugt hatten, an ihm fanden.
„ Wirklich? Athos hat einen ganzen Weinkeller leer getrunken? Wie konnte er das denn überleben, er hätte eine Alkoholvergiftung kriegen und sterben können.“

Nachdem Francoise d´Artagnan die Frage gestellt hatte, ob er keine Bedenken hatte das sie sein kleines Geheimnis verraten könnte, war der Musketier es der sie in Erstaunen versetzte.
„ Ihr seit euch im Klaren darüber, dass ihr damit der Einzige hier am Hofe seit der mir ein solches Vertrauen entgegenbringt, d´Artagnan? Normalerweise fürchten mich alle und auch wenn man es nun nicht mehr wagen würde, mich in meiner Gegenwart so zu nennen, so weiß ich dennoch das mir noch immer der Spitzname Madame Luzifer anhaftet. Was bringt euch also dazu, dem Teufel zu vertrauen Hauptmann?`“

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13. Sep 2012, 08:17
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

"Ich bin sicher, dass der König meinen Sohn beauftragt hat, Christine von ihm fernzuhalten, weil sie immer versucht hat, in seine Nähe zu kommen. Und mein Sohn ist ein guter Musketier, er wird schon achtgeben, dass Christine sich nur in dem Bereich bewegen kann, den der König ihr gestattet."
Er verstand, dass es der Königin nicht gefallen konnte, dass Christine, Louis einstige Mätresse, noch immer bei Hofe war.
"Ich werde heute noch zum König gehen, ich muss ja ohnehin fragen, was die nächsten Tage meine Aufgaben sein werden"; erwiderte er schließlich, doch er hatte schon ein wenig Angst davor, dem König gegenübertreten zu müssen, weil er sich fragte, ob der König ihm die Geschichte mit dem Schiffsuntergang glauben würde. Seltsam, dass er sich manchmal vor Louis fürchtete, wo Louis doch sein Sohn war. Aber er war eben auch der König.
"Mein Vater ist immer königstreu gewesen, aber dennoch ist unsere Familie verarmt, schon vor seiner Geburt, denn unter Katherina di Medici wurde ein Teil unseres Vermögens vom ältesten Sohn der Königin, König Karl, für den Krieg eingezogen, und wir bekamen das Geld niemals zurück. Karl war kein guter König, und dennoch haben wir ihm damals die Treue gehalten. Und ich habe meinen Weg gemacht, ich kann meine Schwestern und ihre Familien heute ein wenig unterstützen, und das Gut instandhalten, so dass wir d´Artagnans wieder ein Erbe für unsere Kinder und Kindeskinder haben."
Dann erzählte er ihr schmunzelnd von Athos Abenteuer im Weinkeller.
"Nein, Athos hatte keine Alkoholvergiftung, er konnte trinken wie kein anderer, er vertrug um einiges mehr als wir anderen Musketiere, wenn wir betrunken unter den Tisch fielen, saß er noch lange aufrecht und klaren Verstandes am Tisch. Und er hat den Alkohol außerdem besser vertragen, weil er dem saftigen Schinken im Keller des Wirtes noch eifrig zugesprochen hat.."
Als sie ihn dann fragte, ob ihm klar wäre, dass er der einzige wäre, der ihr solches Vertrauen entgegenbrachte, und dass man sie so sehr fürchtete, dass man sie Madame Lucifer nannte, blickte er ihr fest in die Augen und antwortete:
"Wisst Ihr, ich glaube nicht, dass dieser Spitzname auf Euch zutrifft, Hoheit. Königinnen werden immer gefürchtet, Eure Schwiegermutter nannten sie beispielsweise die Eiskönigin, weil man ihr nachsagte, ein Herz aus Eis zu haben. So erfindet man für jede Königin einen eigenen Spitznamen. Und wisst Ihr, ich bin der Meinung, dass man eine Königin nicht fürchten muss, denn auch sie ist letztendlich nur ein Mensch, der genauso verletzlich ist wie andere Menschen und es nur nicht zeigen darf. Und ich denke, dass es für Euch gewiss nicht schön ist, wenn alle Euch fürchten, und niemand offen sprechen kann. Auf mich macht Ihr den Eindruck, als ob man Euch vertrauen könnte, und meine Menschenkenntnis hat mich noch nie getrogen."
Er hoffte, dass sie es ihm nicht übelnehmen würde, dass er so offen gesprochen hatte, aber er war sicher, dass es ihr nicht immer gefiel, die Königin zu sein, dass es manchmal eine schwere Bürde für sie war.

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17. Sep 2012, 18:34
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Eigentlich wollte Francoise nicht weiter über Christine, der ehemaligen Mätresse ihres Gemahls sprechen und ging daher auch nicht weiter auf sie ein. Erst als d´Artagnan auf seinen Sohn Charles zu sprechen kam, erwiderte Francoise:“ Ich denke ihr werdet ihn in der Nähe der besagten Dame finden und da der König heute den ganzen Tag auf der Jagd ist, werdet ihr auch noch die Gelegenheit haben mit ihm zu sprechen, ehe seine Majestät euch mit anderen Aufgaben davon abhält.“

Plötzlich hatte die Dunkelhaarige den Eindruck, dass den Hauptmann der Musketiere etwas bedrückte. Zunächst wollte sie nachfragen, doch dann dachte sie den Grund für seine Bedrücktheit zu kennen. Immerhin war Mordaunt all die Jahre wie ein Sohn für ihn gewesen und nun war er ebenfalls bei diesem Schiffsunglück ums Leben gekommen und ihr Befehl ihn ausgraben zu lassen, damit sein Kopf durch die Straßen von Paris getragen wurde, lastetet ihm gewiss ebenfalls schwer auf der Seele. Doch Francoise konnte und wollte sich nicht davon abbringen lassen. Mordaunt hatte ihre Mutter und ihre Schwester mit in den Tod gerissen und jeder im Land sollte wissen, dass man sie mehr als den Teufel fürchten sollte, wenn man sich dazu erdreistete Menschen die ihr wichtig waren zu verletzen.
Als Louis noch ein Kind gewesen war, hatte er mitten in der Nacht mit seiner Mutter fliehen müssen. Noch immer träumte er des Nachts davon und oftmals, erwachte er schweißgebadet und zitternd nach einem dieser Träume. Ihr Kind, welches sie in ihrem Körper trug, der nächste König von Frankreich sollte niemals solche Angst erleiden müssen und wenn sie nun ein solches Exempel statuierte, dann würde es sich ganz zweifellos in die Köpfe der Menschen einbrennen.

Nachdenklich hörte sie dem Hauptmann zu, als dieser ihr erzählte warum seine Familie einst zu dem verarmten, französischen Adel gehört hatte.
„ Ja, Katharina di Medici gehört sicherlich zu den dunklen Kapiteln, in der ruhmreichen Geschichte unseres Landes. Doch diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei und sogar eure Familie hat es offensichtlich geschafft, sich von diesem Schandfleck zu erholen. „ gab sie zurück und spürte plötzlich, wie sich ihr Kind in ihrem Leib bewegte.
Unwillkürlich lächelte sie und hielt schützend ihre Hand an die Stelle, wo sie es am deutlichsten spüren konnte.
„ Was genau machen eure Geschwister Hauptmann und wie viele sind es genau? Man munkelt das die Familie d´Artagnan recht fruchtbar sein soll.“

Francoise fand die Geschichten die d´Artagnan ihr aus seine Jugend erzählte, äußerst unterhaltsam und belustigend, jedoch zum Teil auch besorgniserregend. „ Klingt ganz so, als hätte der tote König nicht allzu viel Einfluss auf seine Musketiere gehabt. Ich meine wenn dieser Athos ein solcher Trunkenbold war und das als Leibwache des Königs, dann hätte er doch sicherlich schnell einem Attentat zum Opfer fallen können. Wie konnte er es schaffen all die Jahre nicht aufzufallen?“

Erstaunt blickte sie den Musketier aus ihren blauen Augen an, als dieser ihr gestand das er nicht glaubte das ihr Spitzname auf sie passen würde:“ Ihr sehr mich wirklich überrascht d´Artagnan. Ich weiß das mich so ziemlich jeder hier am fürchtet und ich muss zugeben das es mich nicht stört. Vieles habe ich hinter meinem Rücken gehört, doch niemals das man mich als einen ganz normalen Menschen ansieht. Ich meine, was habe ich getan das ihr einen solchen Eindruck von mir habt?“

Nun war Francoise in der Tat sehr gespannt auf die Antwort, ihres Gegenübers.


Henriette

Es war wie eine Heimkehr.

Für die meisten Menschen war Wald gleich Wald, doch für Henriette waren die Wälder in Frankreich, schon immer etwas ganz besonderes gewesen.

Ihre Kutsche hatte eine kleine Panne gehabt, weil der Kutscher nicht mit dem morastigen Waldboden gerechnet der jetzt in den ersten Tagen für eine Kutsche durchaus gefährlich werden konnte. Doch Henriette gehörte nicht zu den Menschen die sich über solche Kleinigkeiten ärgerten, nein sie packte die Gelegenheit beim Schopfe um mit ihren Damen eine kleine Schlammschlacht zu schlagen.

Louis Michel ihr kleiner Sohn, hätte daran sicherlich seine Freude gehabt, doch er würde erst in ein paar Tagen hinterher kommen wenn Henriette sicher sein konnte, dass Louis sie nicht fortschicken würde.
Sicherlich wusste sie das er inzwischen verheiratet war und Francoise war ihr noch mehr als gut im Gedächtnis. Sie gehörte zu den intrigantesten Personen, die Henriette je über den Weg gelaufen waren und daher würde sie auch auf ihre Gefühle keine Rücksicht nehmen. So war man sich damals auch nicht daran gestört hatte das man ihr das Herz brach.

Fröhlich kreischten die jungen Damen bei ihrem Spiel das Henriette viel besser gefiel als diese Ziegenkarrenrennen von Versailles. Niemand bemerkte die Männer die sich den jungen Frauen und der Kutsche näherten.
http://www.youtube.com/watch?v=-hZgPT2OF84

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18. Sep 2012, 12:58
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

Als sie ihn nach seinen Geschwistern fragte, erzählte er ihr lächelnd von ihnen.
"Ich bin der Jüngste in unserer Familie, ich habe noch vier ältere Schwestern, und vier ältere Brüder, die alle Charles und Charlene heiraten. Eine Charlene, die ein Jahr älter ist als ich, ist heute Äbtissin des Klosters der Heiligen Hildegard, und nennt sich Schwester Richardis. Ich habe sie schon häufiger im Kloster besucht, und obwohl sie so temperamentvoll und wild wie alle d´Artagnans ist, fühlt sie sich im Kloster wohl und genießt das Leben, weil sie schon immer sehr fromm war, und von klein auf sehr gefestigt in ihrem Glaube, ihr großes Vorbild ist Hildegard von Bingen, sie hat nach dem Vorbild der berühmten Äbtissin einen großen Klostergarten, den größten in Frankreich in ihrem Kloster anlegen lassen. Wenn Ihr wollt, kann ich Euch von dort Kräuter, die für Schwangere sehr gesund sind, mitbringen, Kräuter, die die Heilige Hildegard für das Wohlbefinden von Schwangeren empfohlen hat. Mein ältester Bruder ist verheiratet und hat fünf Kinder, er führt heute unser Gut und lebt mit Frau und Kindern dort. Einer meiner Brüder hat eine Deutsche geheiratet, und dient heute in der Garde des Kaisers Maximilian, er ist mittlerweile wie ich Hauptmann der kaiserlichen Garden. Mein dritter Bruder entschied sich für ein Leben im Kloster, er ist Mönch im Kloster von Riquemonde, in der Nähe von Bordeaux. Meine anderen Schwestern sind verheiratet, eine mit einem wohlhabenden Weinhändler aus Bordeaux, die andere mit einem Grafen aus dem Blois, die dritte sogar mit einem englischen Herzog, sie lebt heute auf der Insel. Recht fruchtbar sind wir wohl wirklich, wir neun Geschwister haben zusammen 110 Kinder. So schnell werden die d´Artagnans in Frankreich wohl nicht aussterben"
Er sprach mit Stolz von seinen Geschwistern, denn genau wie er hatte jeder von ihnen seinen Weg im Leben gemacht, wie es die d´Artagnans seit dem 12. Jahrhundert immer getan hatten.
"Natürlich hätte der alte KÖnig Louis keinen Trunkenbold in seiner Armee geduldet, wenn er davon gewusst hätte. Aber Athos sah man die Trunkenheit nicht an, selbst wenn er betrunken war, sah er aus, als ob er stocknüchtern wäre, und versah ganz normal seinen Wachdienst. Wenn man ihm seinen Zustand aber doch einmal ansah, deckten wir ihn, und sagten, er wäre krank, und hätte sich hinlegen müssen, denn er war unser Freund, und wir wollten nicht, dass der König ihn wegschickt. Aber Ihr habt natürlich Recht, betrunkene Musketiere sind für den Schutz des Königs ein Verhängnis. Ich dulde das unter meinen Musketieren auch nicht, denn wenn sie den König beschützen, müssen sie hellwach sein."
Wieder einmal antwortete er ihr ganz ehrlich, als sie ihn fragte, was sie getan hätte, dass er solch einen Eindruck von ihr hatte.
"Nun, ich habe Eure Mutter und Eure Schwester kennengelernt, und Eure Schwester hat mir von eurer gemeinsamen Kindheit erzählt, was ihr alles gemeinsam durchgemacht und erlebt habt. Und da kamt Ihr mir sehr menschlich vor, und nicht wie eine herzlose, skrupellose Königin, und ich denke mir, Ihr könnt Euch in diesen wenigen Jahren, die seitdem vergangen sind, nicht so sehr verändert haben. Ihr habt eben nur das Pech, das die meisten Menschen vorschnell über Euch urteilen, weil Ihr die Königin seid. Ich denke, Ihr habt genau wie alle Mütter den Wunsch, dass euer Kind gesund zur Welt kommt, und wollt es auf jeden Fall vor allem Übel beschützen. Draußen behaupten die Menschen, Ihr würdet Euer Kind nur dann lieben, wenn es ein Junge, wenn es der ersehnte Thronfolger wird, aber das glaube ich nicht."

Louis

Er ritt mit seinen Männern durch den Wald, weil er einem Hirsch, den er vorhin gesehen hatte nachspürte, als er lautes Gelächter hörte, es klang wie Frauenstimmen.
Neugierig, wie er nun einmal war, wollte Louis in diese Richtung reiten, um herauszufinden, wer da so übermütig lachte.
Michel Bossard, einer seiner Musketiere, bekreuzigte sich ängstlich.
"Sire, das sind gewiss Waldnymphen, wir sollten sehen, dass wir von hier verschwinden. Wen man mit ihnen nur eine Minute verbringt, und auf der Lichtung mit ihnen tanzt, so vergehen in der Welt hundert Jahre, und alle die Euch kannten, sind dann nicht mehr."
"Wir reiten weiter!"; befahl Louis energisch, und kümmerte sich nicht um die Angst seines Musketiers, und um die Nervosität der anderen Musketiere, von denen viele abergläubisch waren.
Die Männer mussten ihm folgen, weil er ihr König war, und so kamen sie schließlich zu einem kleinen Schlammloch am Rande des Waldweges, in dem sich vier junge Frauen lachend mit Schlamm bewarfen, alle fünf waren ganz und gar mit Schlamm bedeckt, so dass man von ihren Gesichtern nicht mehr viel erkennen konnte.
Das war zuviel für den Musketier Michel Bossard.
"Das sind Waldgeister, Gott helfe unseren Seelen!"; rief er laut und ritt in wildem Galopp davon.
Louis, der überhaupt nicht abergläubisch war, hatte schnell erkannt, dass es sich hier um junge Frauen handeln musste, und amüsiert grinsend ging er zu dem Schlammloch und betrachtete die Frauen, von denen eine ihm trotz des Schlammverschmierten Gesichtes wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit sofort ins Auge stach.
"Kann ich Euch helfen, Mesdames?"; fragte er schmunzelnd, und man sah ihm an, dass er bei dieser wilden Schlammschlacht gerne mitgemacht hätte.
Das hier fand er sehr aufregend, es war etwas anderes als die stets gesitteten Frauen in Versailles, die ihn oft langweilten, mittlerweile bot selbst seine Ehe ihm nichts Aufregendes, nichts Neues mehr, das hier jedoch war eine herrliche Abwechslung. Er wusste nicht, wer die Frauen waren, vermutlich Dorfmädchen, die sich an diesem sommerlichen Tag im WAld ein wenig Abkühlung verschaffen wollten. Von ihrer Kleidung war unter dem Schlamm nicht mehr viel zu erkennen. Für Bauernmädchen waren die Frauen außergewöhnlich schön, vor allem eine der jungen Frauen fiel ihm wegen ihrer schönen Gesichtszüge auf.

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18. Sep 2012, 15:41
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

„Einhundertzehn Kinder?“ echote Francoise ungläubig . „ Ihr und eure Geschwister, habt tatsächlich einhundertundzehn Kinder gezeugt? „ Die junge Frau schwieg einen Augenblick, ehe sie plötzlich anfing zu lachen:“ Verzeiht, aber sollte sich jemals eine neue Sintflut auf den Weg machen um die Menschen vom Erdboden zu entfernen, so sind die d´Artagnans wahrscheinlich die Menschen die man retten sollte, um den Planeten anschließend wieder zu bevölkern.“
Francoise meinte es nicht so abwertend wie es vielleicht klang, doch sie war bald Königin und d´Artagnan war lediglich der Hauptmann der Musketiere. Er stand weit unter ihr und es musste sie nicht kümmern, ob er sich über ihre Bemerkung ärgerte, oder nicht.

Auf d´Artagnans Frage hin, ob er seine Schwester um ein paar Kräuter bitten sollte, die man Frauen in der Schwangerschaft traditionell empfahl, antwortete Francoise:“ Denkt ihr, eure Schwester ist in der Tat so gut, wie diese berühmte Klosterfrau? Dann wäre ich bei ihr wohl in besseren Händen, als bei den Quaksalbern die hier für jedes Wehwehchen gerufen werden und die nichts anderes können, als Einläufe verordnen und die Menschen zur Ader zu lassen.“
Francoise hielt nicht viel von den Ärzten die hier in Versailles ein und aus gingen. Sie selbst ging immer in die Stadt zu einer Kräuterfrau, die augenblicklich jedoch ein wenig in Misskredit gekommen war, da man davon ausging das sie ihren Ehemann vergiftet hätte. Außerdem sagte man ihr noch so manch andere Dinge nach und einige davon stimmten tatsächlich. Francoise wusste das viele der Hofdamen bei Madame Monvoisin eine Abtreibung hatten machen lassen und auch sie selbst hatte bei ihr schon einen Liebestrank gekauft um Louis von dieser Christine abzulenken. Ob sie dafür tatsächlich das Blut von Säuglingen verwendete, hatte Francoise lieber nicht wissen wollen. Eine neue Kräuterfrau konnte sie in der Tat gut gebrauchen und wenn es eine von d´Artagnans Schwestern war, dann spielte es für sie auch keine Rolle.
„ Wenn es euch nicht zu viel Mühe macht, dann könntet ihr sie tatsächlich einmal diesbezüglich kontaktieren, oder noch besser ladet sie hier her ein, damit ich mir selbst ein Bild von ihr und ihren Fähigkeiten machen kann.“

Es beruhigte die künftige Königin das d´Artagnan selbst sagte das er Männer mit einem Alkoholkonsum wie der Musketier Athos ihn gehabt hatte, in seinen Reihen nicht duldete. „ Glaubt mir, mir fällt ein Stein vom Herzen das ihr es ebenfalls so seht. Bleibt zu hoffen, dass heut zu Tage niemand mehr so gut wie Athos diesen Zustand verstecken kann. Ich möchte nicht das Frankreich seinen glorreichen König verliert, nur weil ein Musketier sein Leben nicht im Griff hat. „

Die Offenheit d´Artagnans bezüglich seiner Meinung über sie, überraschte Francoise wirklich sehr. Als er sagte das er mit ihrer Mutter und Marie Christine über sie gesprochen hatte, spürte sie wie ihr ein Klos beinah den Hals zuschnürte:“ Wann haben sie euch denn all diese Dinge über mich erzählt?“ fragte sie nach einer Weile, ohne ihn dabei anzusehen. Sie wollte diese Gefühle die versuchten sie zu übermannen nicht haben und sie würde so gut es ging, dagegen ankämpfen.

Henriette

Erschrocken drehten sich die jungen Frauen um, als sie tatsächlich eine Männerstimme hörten, die sie höflich ansprach.

Henriette ging an ihren vier Begleiterinnen vorbei und erkannte sofort den französischen König.
Ohne es verhindern zu können, huschte ein Lächeln über ihr mit Schlamm verschmiertes Gesicht als sie zu einem Formvollendeten Knicks ansetzte:“ Ich fürchte nein Majestät. Es sei denn ihr habt mittlerweile Erfahrung darin gesammelt, Kutschen aus Matschlöchern zu ziehen.“ Antwortete sie kess und schaute ihre alte Liebe nun direkt an.

http://www.thetudorswiki.com/photos/alb ... ine+Howard

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19. Sep 2012, 11:16
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

"Ja, wir d´Artagnans haben insgesamt über hundert Kinder gezeugt, und unsere Eltern und ihre Geschwister waren kaum weniger aktiv, in der ganzen Gascogne gibt es mittlerweile tausende von d´Artagnans. Ihr mögt das vielleicht übertrieben finden, und denken, wir denken an nichts anderes als Kinder zeugen, aber das ist nicht so. Es ist eine große Aufgabe, sich um alle Kinder zu kümmern, aber ich habe es immer geschafft und bin auf jedes von ihnen stolz."
Er fand schon, dass sie ein wenig abfällig gesprochen hatte, weil sie einfach nicht verstehen konnte, wie jemand so viele Kinder haben konnte. Doch weil sie die Königin war, musste er die Bemerkung einfach hinnehmen.
Als die Königin dann meinte, dass sie bei seiner Schwester wohl in den besten Händen wäre, hatte er eine Idee.
"Gerne, Hoheit, ich kann ihr noch heute schreiben, damit sie herkommt, und eine Auswahl ihrer besten und wirksamsten Kräuter mitbringt."
Der Gedanke, dass seine Schwester eine Weile bei Hofe leben, und er sie dann jeden Tag leben würde, sehr schön, denn ihm blieb nicht oft die Zeit, sie in ihrem Kloster zu besuchen.
"Ich überwache meine Musketiere genau", beruhigte er sie, "die meisten meiner Männer wissen, dass ich Alkohol nicht dulde, und jeden bei Trunkenheit hinauswerfen würde, und demnach verhalten sie sich auch, denn keiner von ihnen möchte die Musketiere verlassen. Der Großvater des heutigen Königs starb 1610 bei einem Attentat, und hinterher stellte sich heraus, dass zwei der Musketiere stocktrunken waren...so etwas darf es nie mehr geben."
Nun musste er sich herausreden, damit sie nicht merkte, dass er gelogen hatte, was den Tod ihrer Mutter und Schwester anging.
"Wir sind noch zwei Tage zusammen gereist, bevor ich die beiden Mordaunts Obhut anvertraute", erklärte er ihr, "und Eure Schwester hat mir dann erzählt, wie glücklich sie im Kloster war, und wie vertraut Ihr und sie früher gewesen seid. Ich fand diese Geschichten sehr schön, es zeigt mir, dass Ihr nicht so seid, wie viele hier bei Hofe Euch sehen."

Louis

Die junge Frau war bildschön, das erkannte er auf den ersten Blick, man konnte es trotz des Schlammes, der ihren ganzen Körper bedeckte, gut erkennen.
Diese Stimme....sie kam ihm so seltsam vertraut vor...erinnerte ihn irgendwie an eine Frau namens Henriette, die er einst über alles geliebt hatte. Er ging näher heran, und wischte ihr behutsam den Schlamm aus dem Gesicht.
"Henriete...Ihr seid es wirklich"; meinte er lächelnd, "ich hätte nicht gedacht, Euch jemals wiederzusehen. Sagt, seid Ihr auf dem Weg nach Versailles? Ich würde mich freuen, Euch dort eine Weile als Gast begrüßen zu können."
Dann hatte er eine Idee.
"Meine Männer können Eure Kutsche aus dem Schlamm ziehen. Habt Ihr Lust, solange mit mir einen kleinen Spaziergang zu machen? Hier in der Nähe gibt es eine Quelle, an der Ihr Euch waschen könnt."
Er war so aufgeregt, bekam herzklopfen wenn er sie anschaute....dabei hatte er geglaubt, sie würde ihm schon längst nichts mehr bedeuten.

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20. Sep 2012, 09:08
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

„Allmählich werdet ihr mir unheimlich d´Artagnan. Ich meine, was bezweckt eure Familie damit sich derart fortzupflanzen? Man könnte ja schon beinah glauben ,ihr und eure Familie hätte vor das Land völlig zu überlaufen. „ Francoise zog ihre Beine näher an ihrem Körper heran und verschränkte ihre Arme vor den Knien, ehe sie mit einem beinah schon schelmischen Gesichtsausdruck fragte:“ Wollt ihr etwa König werden d´Artagnan , oder euer eigenes kleines Herzogtum gründen?“
Die Frage war eher scherzhaft gemeint, diese Anzahl an Nachkommen von nur einer einzigen Familie reizte die junge Frau einfach zu sehr, um keine kleinen Seitenhiebe von sich zu geben.
Francoise wäre nicht Francoise gewesen, hätte sie anders reagiert.

Als d´Artagnan davon sprach, seine Schwester zu bitten ihn in Versailles zu besuchen, damit sich Francoise von der Klosterfrau ein Bild machen konnte, erwiderte sie:“ Ja, macht das. Ich muss gestehen das ich nun sehr neugierig bin eine weitere d´Artganan kennen zu lernen. „

Natürlich kannte sie die Geschichte um das tödliche Attentat von Louis Großvater. „ Es beruhigt mich wirklich sehr das ihr eure Musketiere so gut im Auge behaltet, d´Artagnan. Ein solches unverantwortliches Verhalten, hat bei Hofe tatsächlich nichts zu suchen und ich verlange das ihr jeden eurer Untergebenen der sich nicht an diese Vorschriften hält, sofort aus dem Dienst entlasst. Ich hoffe doch, mich auch diesbezüglich auf euch verlassen zu können, Hauptmann.“

Erstaunt blickte die Dunkelhaarige den Hauptmann der Musketiere an, als dieser sagte das er zwei Tage nach ihrem Verlassen von Versailles mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester verbracht hatte.
„ Könnt ihr mir das bitte näher erklären, d´Artagnan? Ihr wusstet davon das dieser…. dieser….“ Francoise kostete es große Beherrschung sich nicht zu vergessen. Sie suchte nach Worten die d´Artagnan einen Stich verpassen würden, ehe sie den Namen seines Ziehsohnes beinah verächtlich ausspie:“ Ihr habt diesem Bastard einer verurteilten Mörderin und eines Trinkers, tatsächlich gestattet den Hof mit meiner Familie zu verlassen? Wie konntet ihr da tun? Und wie könnt ihr nun überhaupt noch in den Spiegel sehen, ohne euch zu übergeben?“

Henriette

Amüsiert beobachtete die junge Frau den König dem sie einst so nahe gestanden hatte. Als dieser ihr näher kam und sie leise danach fragte, ob sie es tatsächlich war antwortete sie:“ Wenn ihr mir nun sagt, dass ihr jedesmal wenn ihr auf die Jagd geht, eure Zeit damit verbringt jungen Frauen mit euren Seidentaschentüchern Schlamm aus dem Gesicht zu wischen, dann habe ich mich wohl sehr in euch getäuscht, mein König.“
Sie wartete seine Antwort ab, ehe sie weitersprach:“ Ja, ich war auf den Weg nach Versailles. Wie ich hörte, habt ihr vor einiger Zeit geheiratet und ich wollte euch und natürlich auch eurer Gemahlin ein Geschenk nachträglich zu diesem Anlass bringen.“

Henriette dachte kurz nach, Louis sollte sich ihrer nicht zu sicher sein daher lehnte sie sein Angebot sein Gast zu sein, erst einmal ab:“ Nun ich werde bei einer Cousine meines verstorbenen Mannes wohnen, ich bin nur auf der Durchreise Majestät. Doch wenn eure Männer meine Kutsche aus dem Schlamm ziehen könnten, dann würde ich mich vielleicht zu einem gemeinsamen Dinner einladen lassen.“

Henriette warf Louis dabei einen schelmischen Blick zu, den Blick bei dem er ihr früher nichts abschlagen konnte.
Ohne seine Frage zu beantworten hielt sie ihm ihre Hand hin und signalisierte ihm so, dass sie ihn auf einem kleinen Spaziergang gern begleiten würde.

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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

(unbekannter Verfasser)


20. Sep 2012, 11:20
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