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 Rpg: Die drei Musketiere 
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Ja, da werden wir uns wohl, was den richtigen Zeitpunkt angeht, überraschen lassen müssen. Du hast Recht, vier Wochen Differenz sind da, wir können nicht genau sagen, wann wir das Kleine gezeugt haben...aber wenn dein Bauch etwas dicker ist, kann Jehan uns da weiterhelfen, als Arzt kann er alleine durch das Abtasten des Bauches bestimmen, in welchem Monat du bist."
Er verstand nur zu gut, wie schwer es für sie sein musste, ihre Schwester niemals wiedersehen zu können, auch wenn das Verhältnis der beiden in den letzten Jahren alles andere als innig gewesen war.
"Francoise wird gewiss eine Weile um Euch trauern, aber spätestens wenn ihr Kind geboren ist, wird die Freude darüber ihr über den Verlust hinweghelfen. Womöglich wird sie das Kind, wenn es ein Mädchen ist, ja Marie Christine nennen. Und womöglich kannst du sie ja eines Tages doch wiedersehen, wenn dieser Juan sterben sollte, gilst du nicht mehr als dessen Verlobte, und musst dich nicht mehr verstecken."
Als sie ihren Kopf an seine Schulter lehnte, strich er ihr liebevoll durchs Haar.
Als sie dann das mit den Perücken sagte, musste er herzhaft Lachen.
"Ja, die Menschen hier würden unsere Kinder anschauen, als ob sie dressierte Äffchen wären, wenn sie in Perücken daherkämen. Glücklicherweise ist diese fragwürdige Modeerscheinung noch nicht bis hierher gedrungen. Hier laufen selbst die Edelleute ohne Perücken herum, hier ist man noch gekleidet wie zu den Zeiten, als unsere Eltern jung waren, ich hoffe, dass das sich nie ändert..ich mag diese Perücken nämlich überhaupt nicht."
Dann kam ihm noch eine Idee, wie sie etwas mehr Geld verdienen könnten.
"Neben deinen Kräutern und Salben könnten wir auf dem Markt auch noch von mir geschnitzte Holzfiguren verkaufen, ich könnte sie bunt anmalen, dann können die Leute sie auf den Märkten als Spielzeug für ihre Kinder kaufen, außerdem kann ich Löffel und Gabeln schnitzen. So können wir vielleicht für unsere Kinder etwas Geld zusammensparen, damit sie später abgesichert sind."
Nein, diese Phyllis würde er niemals an seine Marie Christine heranlassen.
"Nein, Phyllis wird niemals deine Amme sein, wir finden jemand, der besser ist, und Jehan wird uns dabei behilflich sein. Unser Kind soll einen guten Start ins Leben haben..."
Ach, wie sehr er sich doch auf dieses Kind freute. Egal ob Junge oder Mädchen, ihm war beides Recht, solange das Kind nur gesund war.
"Ich bin gespannt, wem von uns beiden es ähnlich sehen wird..."; meinte er lächelnd und blickte tief in die Augen.

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28. Aug 2012, 15:06
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine

Marie Christine lachte , als Mordaunt davon sprach das sie sicherlich nur mit Jehans Hilfe den Zeitpunkt bestimmen konnten, zu dem sie ihr erstes Kind gezeugt hatten. „ Nun ja, ich weiß wann ich das letzte mal meine Menstruation hatte und dann müssen wir etwa zwei Wochen weiter rechnen. Dann haben wir einen etwas besseren Anhaltspunkt.“
Marie Christine freute sich schon unglaublich auf das Kind, auch wenn sie natürlich wusste das sie sich beide noch eine ganze Zeit lang gedulden mussten. Doch auch jetzt fand sie es unglaublich spannend und aufregend, sich vorzustellen das ein kleiner Mensch in ihr wuchs, der nur durch die Liebe die zwischen ihnen war entstand.
Als Mordaunt versuchte sie aufzumuntern und ihr sagte das Francoise sicherlich ihre Trauer vergessen würde, wenn ihr erstes Kind erst einmal geboren war, nickte die blonde junge Frau ihres Liebsten an :“ Ja, ich denke auch das ihr das Kind Kraft und Zuversicht schenken wird. Und der Herzog wird ihr sicherlich zur Seite stehen , auch wenn er innerlich wahrscheinlich eher jubeln wird weil er meine Mutter und ihren Bastard endlich los ist.“
Nein sie wollte nicht hier sitzen und Trübsal blasen, denn immerhin war ihre Mutter nun auch frei und sie konnte endlich nach all den Jahren ihrer unglücklichen Ehe, glücklich sein. Und Marie Christine war froh darüber sie nun an ihrer Seite zu haben, denn gewiss würde sie ihren Rat und ihre Hilfe in nächster Zeit noch häufig dankbar in Anspruch nehmen.
Nachdem ihr ihr ehemaliger Leibwächter von seiner Idee Holzfiguren zu schnitzen und sie ebenfalls auf den Markt zu verkaufen erzählte , antwortete sie:“ Du wirst sicherlich viele Figuren schnitzen müssen wenn du erst einmal damit begonnen hast, sie zu verkaufen. Selbst in unserem Kloster hatten wir nicht so schöne Holzfiguren wie die, die du herstellst. Sicherlich wirst du dich schon bald vor Aufträgen nicht mehr retten können.“
Auch Marie Christine fragte sich immer wieder, wie ihr Kind das in ihr heranwuchs, wohl aussah und malte sich dabei in ihrer Fantasie die unterschiedlichsten Versionen aus. Sie konnte lange Zeit einfach nur so da sitzen und sich ihren Träumen hingeben, ohne das es ihr dabei langweilig wurde.
„ Ich hoffe es wird deine Augen haben und deine Haare. Ich finde sie wunderschön , wenn sie in der Sonne glänzen.“ Sagte sie und erwiderte den liebevollen Blick, des dunkelhaarigen jungen Mannes.

Jaques

Es war schön wieder zu Hause zu sein, auch wenn er Mordaunt sehr vermissen würde. Doch Jaques hatte in den letzten Wochen festgestellt das das Landleben nichts für ihn war und er konnte noch immer nicht verstehen, wie Mordaunt ein Leben voller Abenteuer und Herausforderungen, für diese schafsgesichtige Marie Christine hatte aufgeben können. Die Tatsache das sie seine Cousine war, machte es auch nicht besser. Aber wenigstens hatte niemand außer Julie davon Kenntnis und wenn es nach Jaques ging, dann würde es auch so bleiben.
Er saß wieder unter seinem Lieblingsbaum im Schlossgarten und beobachtete die Damen wie sie mit ihren Zigenkarren Wettrennen fuhren. Wie albern sie doch waren. Ihr Gekicher und Geschnatter hallte durch den ganzen Park und einmal huschte Genevieve an ihm vorbei, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen.
Doch das traf den jungen Musketier nun nicht mehr, er hatte seine Lektion gelernt und im nach hinein war er ihr sogar Dankbar dafür, denn sonst wären er und Julie sich vielleicht niemals ihrer wahren Gefühle für einander klar geworden.
Seine Gedanken wanderten nun weiter zu seinem Vater und dem plötzlichen wiederauftauchen seiner lange tot geglaubten Mutter. Er fragte sich, ob sie mittlerweile in dem Jesuitenorden reinen Tisch gemacht hatten, oder ob sie dort noch immer als der stumme Pedro die heimliche Geliebte seines Vaters war.
Ehe er und Julie sich auf den Weg zu Mordaunt und den anderen in die Bretagne gemacht hatten, waren sie zunächst auf Spurensuche in der Geschichte seiner Mutter gegangen. Nach einer Spende war der Pfarrer sehr kooperativ gewesen und hatte sie die alten Kirchenbücher und Urkunden durchsehen lassen und dabei hatte sich die Geschichte seiner Mutter bestätigt. Ein Besuch im örtlichen Gasthof hatte genügt um sich ein Bild des Mannes zu machen, vor dem seine Mutter ihn und seinen Vater beschützen wollte und Jaques hatte es zwar nicht zugegegeben aber es war eine noble Tat seiner Mutter gewesen mit einem Stiere schlachtenden Trunkenbold und Weiberhelden zusammen zu bleiben, um die beiden Menschen die ihr am nächsten standen zu beschützen.
Nachdenklich kaute der Dunkelhaarige nun auf einem Strohhalm und schloss die Augen. Es war schön, wieder zu Haus zu sein.

Louise

Noch immer hatte sich die schüchterne junge Frau nicht getraut, den König gegenüber zu treten. Zwar hatte ihr ihre neue Freundin Stephanie mit der sie in den letzten Wochen jede freie Minute verbracht hatte, immer wieder Mut gemacht doch Louise war zu schüchtern um die Nähe des Königs zu suchen. Daran konnten leider auch ihre Gefühle für ihn nichts ändern.
Doch auch Stephanie hatte sich noch nicht getraut Giovannis Nähe zu suchen, obgleich Louise den jungen italienischen Musketier recht gut kannte . So bleib den beiden jungen Frauen also nichts, als sich weiterhin gegenseitig vorzuschwärmen wie schön es wäre, wenn der andere ihnen die gewünschte Beachtung schenken würde.
Doch wenigstens hatten sie in Punkto Gewichtsverlust bei Stephanie die bislang eher moppelig gewesen war erzielt. Ihre alten Kleider passten ihr nun nicht mehr und sie hatte sich erst kürzlich neue schneidern lassen müssen.
„ Du siehst wirklich wunderschön aus Stephanie.“ Sagte Louise anerkennend als sie ihre Freundin zu Ende frisiert hatte .
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Dann fügte sie mit einem verschmitzten Lächeln hinzu:“ Und dein Vater ist vorhin zurückgekehrt, ich habe ihn vom Fenster aus gesehen. Ich denke eine freundliche Begrüßung würde ihm sicherlich gut gefallen. „

Francoise

Mit schnellen und festen Schritten, lief Francoise durch die Korridore des Schlosses und platze ohne Umschweife in das Arbeitszimmer des Hauptmannes der königlichen Musketiere d´Artagnan.
„ Sagt, kann es sein das ihr etwas mit dem Verschwinden meiner Mutter und meiner Schwester zu tun hattet, Hauptmann? Oder wollt ihr mich, eure Königin wirklich für so dumm halten das ich nicht merke wenn einer eurer Musketiere der rein zufällig als Leibwächter , meiner Schwester fungiert hat verschwindet und sie und meine Mutter mit ihm? „
Mit einem wütenden Funkeln in ihren Augen trat Francoise so nah an den Hauptmann heran, dass sie seinen Atem auf ihrer Haut spüren konnte. Herausfordernd sah sie ihn an, zog eine ihrer dunklen geschwungenen Augenbrauen und sagte:“ Wenn dieser Mordaunt meine Schwester entehrt und sie daran gehindert hat den rechtschaffenden Mann zu heiraten, den mein Vater für sie ausgesucht hat , dann schwöre ich bei Gott ich werde seinen und euren Kopf eigenhändig an den Zaun hängen der uns von dem Mob trennt d´Artagnan und bildet euch nicht ein, dass mich mein momentaner Zustand, daran hindern würde!“
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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

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7. Sep 2012, 16:10
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

Er war gerade erst in Versailles angekommen, als auch schon die Königin Francoise auf ihn zugelaufen kam, und sie sah wirklich aufgebracht aus, als sie in sein Arbeitszimmer geplatzt kam, und das auch noch ohne anzuklopfen, allerdings konnte er dagegen nichts sagen, denn als Königin stand ihr dieses Recht natürlich zu. Er war erst seit fünf Minunten hier, und las sich die Berichte durch, was sich in der Musketiergarde in seiner Abwesenheit getan hatte, und nun blieb ihm nicht einmal mehr Zeit, sich auf das Gespräch mit der Königin vorzubereiten.
"Verzeiht, Majestät, ich hätte keine Ahnung, dass Mordaunt verschwunden ist, ich hatte ihn auf eine Mission nach Italien geschickt, und dachte, er sei dorthin gereist. Allerdins habe ich vor fünf Tagen von einem Schiffsunglück erfahren, vor der Küste der Normandie, und dabei kam Mordaunt ums Leben. Und ich bedauere es sehr, Euch mitteilen zu müssen, dass auch Eure Mutter und Eure Schwester nicht überlebt haben, man hat auch ihre Leichen gefunden. Mein aufrichtiges Beileid, Majestät. Und glaubt mir, ich wusste nicht, dass Mordaunt bei Eurer Mutter und Eurer Schwester war. Mordaunt war bisher immer sehr zuverlässig, er hat als Musketier stets seine Pflicht getreulich erfüllt."
Er hoffte inständig, dass die Königin ihm diese Lüge abnehmen, und nicht weiter nachforschen würde, und zum Beweis zeigte er ihr die Sterbeurkunden, die er in der Bretagne hatte fälschen lassen.
"Ihre Leichen wird man hierher überführen, sie dürften morgen eintreffen. Aber ich rate Euch, sie Euch nicht anzusehen, Hoheit, die Verwesung hat bereits eingesetzt, der Anblick täte Euch in Eurem Zustand gewiss nicht gut. Mordaunt wurde in der Normandie bestattet, darum habe ich mich gekümmert, ich dachte mir, es ist Euch so lieber, und IHr möchtet gewiss nicht, dass er neben Eurer Schwester bestattet wird."
d´Artagnan hatte behauptet, ein Angehöriger von zwei nicht identifizierten toten weiblichen Passagieren, die nach dem Unglück an den Strand angespült worden waren, in zwei Särgen nach Paris zu überführen, und bis sie hier eintreffen würden, würden die Leichen bereits bis zur Unkenntlichkeit verwest sein. Und falls die KÖnigin doch darauf bestehen würde, die Leichen anzusehen, würde sie in den Särgen zwei Schmuckstücke, die Diane ihm gegeben hatte, finden, und keine Zweifel mehr hegen. Somit waren Marie Christine, Diane und Mordaunt in Sicherheit und konnten ihr neues Leben in der Bretagne endlich ohne die Angst, aufgespürt zu werden, beginnen.

Stephanie

Ihr ging es genau wie ihrer Freundin Louise, auch sie hatte Angst, sich ihrem Schwarm, dem Musketier Giovanni zu nähern, sie war dazu einfach viel zu schüchtern. Ach, wie dankbar sie Louise doch war, die Freundin hatte ihr immer zur Seite gestanden, und ihr geholfen, abzunehmen, sie hatte mit Louise viel Sport gemacht, und auch weniger gegessen, weil sie so abgelenkt war, und mittlerweile war sie kaum wiederzuerkennen, und lächelte, als Louise sagte, sie sähe wunderschön aus.
"Du aber auch, Louise, du siehst in deinem neuen Kleid wunderschön aus. Glaub mir, schon bald wird der König auf dich aufmerksam werden, dessen bin ich mir sicher."
Sie hatten sich beide neue Kleider anfertigen lassen, allerdings nicht diese wuchtigen, weit geschnittenen, mit Edelsteinen verzierten Kleider, die die anderen Hofdamen trugen, sondern einfache, eng anliegende Kleider, die ihre weiblichen Rundungen wunderschön betonten. Stephanies Kleid war weiss, und das von Louise hellblau, und wenn die anderen Hofdamen sie auch hänselten, weil sie diese Kleider nicht schön fanden, so war ihnen das egal, weil sie nun beide selbstbewusster geworden waren.
Als Louise ihr dann sagte, dass ihr Vater zurückgekehrt war, musste sie lächeln.
"Seltsam, ich hätte niemals gedacht, dass ich mich einmal freuen würde, ihn zu sehen. Ich werde gleich zu ihm gehen, hast du Lust, mitzukommen?"
Und sie zog ihre Freundin mit sich zum Arbeitszimmer ihres Vaters, denn sie wusste, dass er dort bestimmt zuerst hingehen würde, das tat er immer, wenn er von einer Mission zurückkam.
Dann hörte sie von drinnen, eine laute, verärgert klingende Stimme, und zog Louise wieder von der Tür weg.
"wir sollten lieber noch nicht zu ihm...da drin ist die Königin, und sie klingt sehr verärgert. Ich frage mich, was Vater getan hat, dass sie so wütend ist. Das einzige was ich verstehen konnte, war der Name Mordaunt..ob das wohl etwas mit Mordaunts Verschwinden zu tun hat? Weisst du, Louise, er verschwand am selben Tag wie mein Vater und die Schwester der Königin und deren Mutter aus Versailles. Das hängt gewiss zusammen."
Sie kehrte mit Louise in das Gemach zurück, und beschloss, erst einmal zu warten, bis die Königin das Arbeitszimmer verlassen hatte.
"Ich hoffe, er bekommt keine Probleme deswegen, wenn die Königin wütend ist, kann sie zur unberechenbaren Furie werden."

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7. Sep 2012, 23:58
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Nachdem die schwangere Kronprinzessin den Hauptmann der königlichen Garde der Musketiere heruntergemacht und ihn wüst bedroht hatte, gab er ihr eine Antwort die sie zunächst einmal noch zorniger machte, dann aber plötzlich hatte die Schwarzhaarige das Gefühl mit einer unsichtbaren Nadel einen Stich ins Herz zu bekommen.
Im ersten Moment hatte Francoise das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Ihr wurde kurz schwindelig und sie suchte an einem der gut gepolsterten Lehnstühle halt.

Die Worte d´Artagnans hallten wie ein Echo in ihrem Kopf und mehr und mehr hatte sie das Gefühl den Boden unter ihren Füßen zu verlieren. Irgendwie schaffte sie es , sich wieder zu fangen. Zunächst ruhig, jedoch mit zitternder Stimme fragte Francoises:“ Was für eine Mission soll das gewesen sein, zu deren Zweck er sowohl meine Mutter wie auch meine Schwester mit nach Italien nehmen musste, Hauptmann d´Artagnan? Und ich hoffe ihr seit in der Lage mir eine befriedigende Antwort zu geben, denn ansonsten werdet ihr das Ende des heutigen Tages nicht mehr erleben.“

Francoise hatte es geschafft sich wieder zu fassen und warf dem Hauptmann einen vernichtenden Blick zu. Wenn er tatsächlich diesen Mordaunt auf eine Mission geschickt hatte, zu der er Marie Christine als deren Leibwächter er fungiert hatte und auch noch ihre Mutter mitnehmen konnte, dann würde sie d´Artagnan persönlich für den Tod der beiden zur Rechenschafft ziehen.

Wieder gefasster nahm sie die beiden Sterbeurkunden an sich, die er ihr reichte und warf einen Blick darauf. Beim lesen der Namen spürte sie, wie ihr Hals völlig trocken wurde und sie hatte das Gefühl, er großer Klos würde sich in ihrer Kehle sammeln der sie ersticken könne.
Francoise konnte nicht verhindern das ihre Hände zitterten und wahrscheinlich war d´Artagnan der erste Mensch bei Hofe, der jemals eine Träne über ihre hellen Wangen laufen sah.

Als d´Artagnan dann sagte, dass die Leichen ihrer Mutter und ihrer Schwester am nächsten Tag mit einem Schiff in Paris ankommen sollten, ihr jedoch davon abriet sich die beiden Leichen anzusehen und weiter erklärte das man Mordaunt in der Bretagne beerdigt hatte und dies gewiss in ihrem Sinne wäre, erwiderte sie:“ Grabt diesen elenden Bastard aus und lasst seinen Kadaver hier her bringen. Ich will das sein Kopf auf das Tor gespisst wird und der Rest, soll den Straßenhunden von Paris zum FRaß vorgeworfen werden!“

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9. Sep 2012, 13:19
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

Ihm tat die junge Königin, die nun einen so schweren Verlust erlitten hatte(auch wenn alles nur vorgetäuscht war, aber das wusste sie ja nicht) sehr leid, denn das musste für sie wirklich schlimm sein, ihre Mutter und ihre Schwester verloren zu haben. Es war bestimmt schrecklich, mit dem Wissen, die beiden niemals wiederzusehen, leben zu müssen.
Für d´Artagnan war es schwierig, nun eine plausible Erklärung zu finden, aber zum Glück war er dieses Gespräch in Gedanken schon lange bevor es stattefunden hatte, so oft durchgegangen, und deswegen darauf vorbereitet.
"Wisst Ihr, Monsieur Mordaunt musste die beiden mitnehmen, weil er für seine Reise eine gute Tarnung brauchte, er sollte nämlich in Italien die Verwandten des Kardinals Mazarin ausspionieren. Ihr wisst ja, dass Euer Gatte dem Kardinal misstraut, und ihn verdächtigt, Gelder an ihm vorbei nach Italien zu schicken, und genau das sollte Mordaunt herausfinden, und er nahm Eure Mutter und Schwester mit, um als Familie getarnt am Hofe der Manchinis spionieren zu können, aber leider sank das Schiff auf dem Weg nach Italien. Verzeiht, Hoheit,dass ich Euch nicht darüber informiert habe, dass er sie mitgenommen hat, aber ich habe es selbst erst viel später herausgefunden."
Er wusste, dass ihre Drohung durchaus ernst gemeint war, wenn sie ihm nicht glaubte, könnte es durchaus sein, dass sie ihn noch heute hängen ließ.
Während sie die Sterbeurkunden las, schwieg er, und fühlte sich hilflos, als er ihre Tränen sah, denn er wusste, dass er jetzt nichts tröstliches sagen konnte, weil es in so einem Fall keinen Trost gab, und weil man die Königin nicht einfach trösten durfte. Wenn König oder Königin weinten, musste man so tun, als ob man das nicht merkte, so sehr er das auch verabscheute, denn sie hätte jetzt jemanden gebraucht, der ihr Trost spendete.
Aber er schwieg und senkte schließlich demütig den Kopf, weil sie bestimmt noch wütender werden würde, wenn sie merkte, dass er ihre Tränen gesehen hatte.
Aus langjähriger ERfahrung als Musketier wusste er, wie sehr die Hoheiten es hassten, wenn man sah, wie verwundbar, wie menschlich sie waren. Selbst Anna hatte es nie gewagt, vor ihm zu weinen, und ihm nie ganz offen gezeigt, was in ihr vorging.
"Hoheit, ich kann Mordaunts Leiche ausgraben und herbringen lassen, allerdings wird man von seinem Gesicht nicht mehr viel erkennen, mittlerweile ist sein Körper schon halb verwest. Aber wenn IHr es wünscht, werde ich dafür sorgen, dass man die Leiche ausgräbt, und so verfährt, wie Ihr es befohlen habt."
Eine verweste Leiche zu bekommen, dürfte nicht schwierig sein, irgendein blonder Mann, und sie wurde gar nicht erkennen können, dass es nicht Mordaunt war. Er hoffte, dass sich die Königin so besänftigen ließ, denn Aufregung war in ihrem Zustand nicht gut. Aber als Musketier stand es ihm natürlich nicht zu, ihr zu sagen, dass jede Aufregung jetzt ihrem Kind schaden könnte, und sie konnte und durfte ja nicht wissen, dass er sich um dieses Kind sorgte, weil es sein Enkelkind war.

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9. Sep 2012, 22:25
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Es kostete die dunkelhaarige junge Frau große Mühe, sich die Erklärung d´Artagnans ruhig anzuhören. Er erklärte ihr, dass Mordaunt einen geheimen Auftrag erhalten habe sollte, um mehr über die geheimen Machenschaften seines Kardinals herauszufinden. Was dieser Auftrag jedoch mit ihrer Mutter und Marie Christine zu tun hatte, wollte Francoise partout nicht einleuchten:“ Könnt ihr mir auch nur einen einzigen logischen Grund dafür nennen, warum dieser Bastard Mordaunt meine Mutter und meine Schwester als Tarnung mitnehmen musste und nicht dieses Mannweib Julie und seinen anderen Freund Jaques? Ihr könnt auch weiterhin versuchen das Handeln eures Ziehsohnes in Schutz zu nehmen, aber ich bin keines dieser dummen Mäuschen die hier haufenweise herumspazieren, d´Artagnan. Und wenn er die beiden auch noch ohne eure Erlaubnis mitgenommen hat, dann frage ich mich ernsthaft, ob er meine Mutter und meine Schwester nicht möglicherweise entführt hat und vom König ein fettes Lösegeld erpressen wollte.“

Je mehr Francoise darüber nachdachte, desto logischer erschien es ihr dass es sich genau so zugetragen haben musste. Warum sonst sollte Mordaunt sonst die beiden gefolgt sein?

„ Tut das Hauptmann, und es ist mir egal ob es euch das Herz bricht, denn ich weiß wie ihr zu dem jungen Musketier standet. Doch ich will dass jeder Einzelne Mann im Land weiß, dass ich es nicht zulassen werde, dass man den König versucht zu erpressen und dafür Menschen die ihm nahestehen als Schachfiguren benutzt. Ich will das der Kopf dieses Mannes so bald wie möglich durch ganz Paris getragen wird und zwar hinter dem Trauerzug für meine Mutter und meine Schwester. Und wenn ihr nicht macht, was ich von euch verlange, Hauptmann, dann wird es euer Kopf sein der stellvertretend zur Schau gestellt wird. Habe ich mich klar ausgedrückt?“


Louise

Nachdem sie es geschafft hatte ihre neue Freundin davon zu überzeugen ihren Vater zu begrüßen, eilten die beiden jungen Damen durch die Korridore des Schlosses und hielten dann jedoch inne, als sie ein paar Wortfetzen mitbekamen.
Anscheinend war d´Artagnan nicht allein und nachdem sie eine Weile gelauscht hatten war auch klar, mit wem der Hauptmann in seinem Arbeitszimmer sprach. Es war Francoise und das was Stephanie und Louise mitbekamen, war alles andere als gut.
Als Louise hörte das Mordaunt bei einem Schiffsunglück das Leben verloren hatte, schloss Louise kurz die Augen. Sie hatte den jungen dunkelhaarigen Musketier gekannt, wenn auch mehr flüchtig. Allerdings war er einer der wenigen jungen Männer gewesen, die sich ihr stets mit Respekt genähert hatten und ihr nicht irgendwelche zweideutigen Nachrichten geschickt hatten, so wie es hier in Versailles normalerweise war.
Stephanie erzählte ihr, dass Mordaunt am selben Tag verschwunden sei wie die Mutter der künftigen Königin und deren Schwester. Nachdenklich schaute Louise ihre Freundin an:“ Möglich wäre es, aber vielleicht ist es auch Zufall. Dein Vater sprach davon das Mordaunt einen geheimen Auftrag gehabt hätte und soweit ich weiß, hatte die Schwester Francoise einen Verlobten von dem sie nicht angetan war. Es kann also auch nur ein Zufall gewesen sein. Oder sie haben ihn ein Stück begleiten wollen, in der Hoffnung irgendwo ein neues Leben beginnen zu können.“

Gemeinsam zogen sich die beiden Hofdamen wieder in das Zimmer Stephanies zurück. Auch wenn Louise Francoise nicht mochte, doch sie empfand tiefes Mitleid für die Kronprinzessin. Wie schrecklich musste es für sie sein, so eine Nachricht zu bekommen. Noch dazu in diesem Zustand?

Stephanies Frage riss sie aus ihren Gedanken:“ Leider haben wir zu wenig mitbekommen um uns ein genaues Bild von den Vorwürfen zu machen, die deinem Vater vorgeworfen werden. Aber ich hoffe sehr, dass Francoise sich wieder beruhigt.“
Louise und d´Artagnan kannten sich schon lange. Mit ihm hatte sie immer auf den Bällen getanzt und er war der einige gewesen, der sie bis lang aufgefordert hatte. Alle anderen ließen sich von ihrem Hinkefuß abschrecken, doch d´Artagnan hatte es niemals gestört. Mehr war allerdings nie zwischen ihnen gewesen und es hatte Louise auch nicht gestört. Sie mochte den Hauptmann sehr, er war nicht nur ein guter Tänzer sondern auch ein kluger, aufmerksamer und auch charmanter Gesprächspartner. Einer der wenigen Menschen in Versailles, mit dem man eine gute Unterhaltung führen konnte. Was sie auch in der Vergangenheit des Öfteren bei einem kleinen Spaziergang durch die Schlossgärten getan hatten.

„ Ich denke wir sollten für die drei eine Kerze anzünden, außerdem eine für all die anderen unglücklichen Seelen auf dem Schiff und eine für das ungeborene Kind unseres Königs. Ich hoffe das Francoises Kind keinen Schaden nehmen wird durch diese schreckliche Nachricht.“ Schlug Louise vor und hoffte sehr, dass Stephanie sie in die kleine Kapelle Versailles begleiten würde.

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11. Sep 2012, 07:02
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

Es ärgerte ihn, wie die Königin über seine Tochter Julie redete, sie einfach so als Mannweib bezeichnete, doch er verkniff sich die unfreundliche Erwiderung, die ihm auf der Zunge lag, denn er wusste, dass man als Musketier besser nicht mit einem Mitglied der Königsfamilie stritt, denn sonst war man nicht nur seinen Posten, sondern womöglich auch seinen Kopf los. Zudem war die Königin ohnehin verärgert, und da verkniff man sich bsser eine diesbezügliche Bemerkung.
"Mordaunt hat Eure Schwester nicht entführt, er ist ein guter Junge, so etwas hätte er niemals getan, Hoheit. Ich weiss leider nicht, warum er sie zur Küste brachte, das werde wir wohl nie erfahren. Mordaunt hat in letzter Zeit leider nur noch wenig mit mir gesprochen, irgendetwas schien ihn zu bedrücken, aber er wollte es mir nicht anvertrauen."
Er log die Königin an, denn er durfte ihr auf keinen Fall sagen, dass Mordaunt und Marie Christine ein Liebespaar gewesen waren, denn das würde sie nur noch wütender machen.
"Selbstverständlich, Hoheit, ich werde tun was Ihr verlangt, ich werde dafür sorgen, dass man Mordaunts Körper ausgräbt und ihn nach Paris trägt. Und es wird alles genauso geschehen wie Ihr es wünscht."
Er musste wieder daran denken, dass sie hochschwanger war, und das bereitete ihm Sorge.
"Erlaubt Ihr mir eine Bemerkung, Hoheit? Ihr solltet bei der Beerdigung den Kopf lieber nicht ansehen, in Eurem Zustand könnte das Euch und Eurem Kind Schaden zufügen und eine Frühgeburt auslösen. Euer Gatte, der König und die anderen Musketiere können ja bestätigen, dass es Mordaunts Kopf ist. Wisst Ihr, Hoheit, erst vor zwei Monaten hatte Madame Bouvaille eine Fehlgeburt, als sie einer Hinrichtung beiwohnte, und der Kopf des Delinquenten ihr direkt vor die Füße rollte. Ich möchte nicht, dass es Euch ähnlich ergeht."
Nein, er wollte, dass dieses Kind, sein erstes Enkelkind, gesund zur Welt kam. Und den Kopf eines halbverwesten Toten anzuschauen war für eine Frau in ihrem Zustand gewiss nicht gut.

Stephanie

Auch ihr tat die Königin leid.
"Wie traurig, es muss schlimm sein, seine Schwester und Mutter auf so entsetzliche Weise zu verlieren. Ich kann nur hoffen, dass sie sich wieder beruhigt, und Vater nicht verhaften lässt. Ich frage mich, was er getan hat, dass sie so verärgert ist. Er hat ja am gleichen Tag Versailles verlassen, das kann eigentlich kein Zufall sein. Hoffentlich macht die Königin ihn nicht für den Tod ihrer Schwester und Mutter verantwortlich, denn dafür kann er nun wirklich nichts. NIemand konnte wissen, dass ihr Schiff untergehen würde. Was auch immer sie meinem Vater vorwürft, ich bin sicher, sie irrt sich."
Als Louise ihr dann vorschlug, in die Kapelle zu gehen und für die unglücklichen Seelen die bei dem Schiffsunglück ums Leben gekommen waren, sowie für das ungeborene Kind des Königs eine Kerze anzuzünden, nickte sie.
"Ja, gehen wir eine Kerze anzünden. Ich hoffe auch, dass das Kind dadurch keinen Schaden nimmt. Die ganze Aufregung der ganze Kummer, den die Königin jetzt hat, das ist für das Ungeborene wirklich nicht gut."
Und so gingen sie in die kleine Kapelle von Versailles, um eine Kerze anzuzünden und zu beten.
"Weisst du, früher habe ich Mordaunt immer gehasst, ich war wütend auf ihn, weil mein Vater sich um ihn gekümmert hat wie um einen Sohn. Aber jetzt macht es mich richtig traurig, dass er tot ist, er war noch so jung, hatte sein ganzes Leben noch vor sich. Es ist nicht gerecht, wenn jemand so jung sterben muss, und auch um die Schwester der Königin tut es mir sehr leid. Marie Christine war nicht wie die anderen Hofdamen, sie hat nie mit ihnen gelästert, und sich genau wie wir beide eher von ihnen ferngehalten. Sie war auch nicht gerne hier in Versailles, genau wie wir hat sie sich am Hof nicht wohlgefühlt."

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11. Sep 2012, 10:08
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Natürlich entging der Dunkelhaarigen nicht das d´Artagnan alles andere als innerlich ruhig blieb, als sie seine Tochter als Mannweib bezeichnete. Doch es verschaffte ihr in diesem Augenblick mehr Genugtuung als sonst und somit half es Francoise auch vor dem Hauptmann der Musketiere die Fassung zu bewahren.

„ Nun wenn Mordaunt in seinen letzten Tagen die er hier verbracht hat etwas auf der Seele lastete und er es euch nicht gesagt hat, dann war eure Bindung zu ihm vielleicht gar nicht so eng wie ihr dachtet. Oder aber er war einfach nur ein exzellenter Schauspieler der alle zum Narren gehalten hat und nichts weiter ist als der Sohn seiner Mutter. Soweit ich gehört habe soll sie ja auch ein durchtriebenes Miststück gewesen sein und der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm.“

Schließlich gab d´Artagnan klein bei, als sie ihm noch einmal verdeutlichte das sie den Kopf des früheren Musketiers auf einer Pike durch Paris tragen lassen wollte. Doch dann nahm er sich in Francoises Augen eine Frechheit heraus, die sie augenblicklich mit einem entsprechenden Kommentar strafte.
„ Ich weiß das ihr eine Menge unehelicher Kinder habt d´Artagnan, aber macht euch das deshalb zum Spezialisten für Geburtshilfe? Oder, habt ihr die letzten Wochen etwa bei einer Hebamme verbracht um ihr…“ Francoise ließ ihren Blick nun spöttisch über ihr Gegenüber gleiten :“ ihr Handwerk zu lernen?“

Louise

Louise konnte die Bedenken ihrer Freundin gut nachvollziehen und antwortete:“ Ich denke da wird auch der König noch ein Wörtchen mitzureden haben und bisher hat er seinem Hauptmann vertraut wie keinem Zweiten. Er wird sicherlich ruhiger zuhören und über die Ereignisse nachdenken können, als es seiner Frau im Moment möglich ist.„
Doch auch sie war sich nicht ganz sicher, ob d´Artagnan mit völlig heiler Haut aus dieser Geschichte herauskam. Jedoch hoffte sie es, sowohl für ihre Freundin wie auch für den Hauptmann selbst.

„ Ja, eigentlich sind es ein paar viele Zufälle die sich ereignet haben. Nicht nur das die drei am gleichen Tag Versailles verlassen haben, sie sollen auch auf dem gleichen Schiff ums Leben gekommen sein.“ Stimmte Louise zu. „ Vielleicht… vielleicht wurde Mordaunt auch gebeten Marie Christine und ihre Mutter fortzubringen. Immerhin sollte sie einen Mann heiraten den man ihr vor die Nase gesetzt hat. Ich würde auch davon laufen, wenn man mir einen Mann wie diesen Juan vorsetzen würde.“ Gab sie zu.

Dann zündeten die beiden jungen Hofdamen Kerzen an, um in der kleinen Kapelle den Verstorbenen des Unglückes zu gedenken und für ihre Seelen zu beten.

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11. Sep 2012, 12:10
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
d´Artagnan

Auch jetzt musste er sich zusammenreißen und Haltung bewahren, so schwer es ihm auch fiel. Es passte ihm gar nicht, wie sie über Mordaunt redete, aber er durfte ihr natürlich nicht frei heraus seine Meinung sagen, sie war schließlich die Königin.
"Ich habe ihn geliebt wie einen Sohn, und für seine Mutter konnte er nichts"; war das Einzige, was er ihr sagte, "ich werde wohl niemals erfahren, was wirklich in ihm vorging. Seine Mutter war kein guter Mensch, aber er ist anders gewesen als sie, er wuchs nicht bei ihr auf. Er kommt mehr nach seinem Vater, der ein wahrer Ehrenmann ist. Von ihm habt Ihr gewiss gehört, es war einer meiner besten Freunde, Athos.
ihm gefiel es überhaupt nicht, wie die Königin mit ihm redete, und jeden anderen hätte er für ein solches Verhalten zur Rede gestellt, doch bei einer Majestät musste man vorsichtig sein, was man sagte, denn auf Beleidigung königlicher Hoheiten stand in Frankreich die Todesstrafe.
Er musste freundlich bleiben, und durfte auf ihren Spott nicht eingehen.
"Wie Ihr bereits sagtet, habe ich viele uneheliche Kinder, und einige der Schwangerschaften hautnah miterlebt, und daher weiss ich, wie rasch Aufregung zu einer Fehlgeburt führen kann. Ich kann Euch nur raten, mehr steht mir nicht zu, Ihr müsst selbst wissen, was Ihr tut und lasst."
Er wusste genau, dass er bei Francoise sehr vorsichtig sein musste, und außerdem wollte er die Königin in ihrem jetzigen Zustand nicht zu sehr aufregen.

Stephanie

"Ja, ich hoffe auch, dass der König die Dinge anders sehen wird, er mochte meinen Vater sehr gerne. Weisst du, er hat als kleiner Junge sogar auf seinem Schoß gesessen und Kekse gegessen, während Vater ihm von den Abenteuern der Musketiere erzählte. Der Vater des Königs ist ja gestorben, als er erst vier Jahre alt war, und mein Vater war damals sein Leibwächter und musste ihn den ganzen Tag bewachen. Bestimmt wird der König den Mann, der ihn jahrelang wie einen Sohn behandelt hat, nicht einfach so hinrichten lassen. Alle sagen, der König wäre ein harter, ungerechter Mann, aber in Wirklichkeit wird er von seiner Mutter und Kardinal Mazarin bevormundet und kann kaum eigene Entscheidungen treffen. Eigentlich sind sie es, die Frankreich im Moment regieren, aber wenn etwas schlecht läuft, sagen natürlich alle, der König ist schuld."
Von Juan hielt sie auch nicht besonders viel.
"Ja, ich wäre auch weggelaufen, wenn ich einen Mann wie Juan heiraten sollte, der ist wirklich ein Alptraum. Mich wundert es, dass der König einen wie ihn überhaupt bei Hofe duldet...ich habe gehört, er hätte das ganze Vermögen seiner Frau verspielt, und sie dann ermordet, als sie dahinterkam und vor gEricht gehen wollte, um die Scheidung zu erwirken. Leider kann niemand ihm das beweisen."
Dann zündeten sie Kerzen an, und Stephanie dachte traurig an Mordaunt und Marie Christine, deren Leben so früh geendet hatte.

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11. Sep 2012, 16:03
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Francoise hätte noch viele Argumente gefunden, um weiterhin über den verunglückten Musketier Mordaunt de Winter zu wettern, doch wenn sie ehrlich war dann strengte es sie im Augenblick zu sehr an.
Heute wollte Francoise sich nicht weiterstreiten, nicht mit d´Artagnan der sowieso nicht antworten durfte wie er wollte, noch mit irgendjemand anderen. Statt dessen schlug die Dunkelhaarige einen wohl eher ungewöhnlichen Weg ein . Ohne Umschweife ging Francoise auf das kleine Sofa das unter dem Fenster stand zu und legte sich darauf hin. Ihr war klar, dass es den Hauptmann gewiss verunsichern würde, doch sie wollte jetzt einfach nicht allein sein und Louis war auf der Jagd und würde vor der Dämmerung nicht zurückkommen.

Francoise nahm eines der kleinen Damastkissen, drückte es schützend vor ihren gewölbten Leib und sagte:“ Kommt her Hauptmann und erzählt mir ein wenig von euch. Was hat euch dazu bewogen aus der Gascogne hierher zu kommen und euer Leben für die Krone einzusetzen?“

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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

(unbekannter Verfasser)


12. Sep 2012, 09:55
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