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 Rpg: Die drei Musketiere 
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Ich bin sicher, dass es möglich wäre, mehr über diesen Juan herauszufinden...man müsste nur jemanden zu seinem Gut und seinen Ländereien schicken, um herauszufinden wie es um seine Finanzen steht, und ich bin sicher, dass das Ergebnis alles andere als positiv sein würde. Und wenn Euer Mann erfährt, dass dieser Juan kein Geld hat, wird er ihm Marie Christine nicht mehr geben wollen."
Als Madame Tonnay de Charente ihr dann erklärte, dass Marie Christine vermutlich auch im Kloster nicht sicher sein würde, weil ihr Vater sie auch dort durch das Zahlen einer angemessenen Spende herausholen konnte, bekam er es mit der Angst zu tun. Gab es überhaupt noch etwas, das sie tun konnten, um Marie Christine vor einer Ehe mit diesem Juan zu bewahren?
Dann fiel ihm etwas ein.
"Meine Mutter bekam einst von Kardinal Richelieu ein Haus geschenkt, es befindet sich zwei Tagesreisen von Versailles entfernt, in der Bretagne, nahe der Küste. Dorthin könnte ich Marie Christine in Sicherheit bringen, dort würde Euer Mann sie niemals finden, denn niemand ausser mir weiss von diesem Haus. Es ist nach all den Jahren sicherlich etwas heruntergekommen, aber ich würde alles tun, um es für Eure Tochter wohnlich zu machen..und es wäre am besten, wenn Ihr uns begleitet, Madame, denn ich fürchte um Euer Leben, wenn Euer Gatte merkt, dass Marie Christine fort ist."
Als sie ihn fragte, ob er Marie Christine in Sicherheit bringen würde, nickte er.
"Ja, ich werde alles tun, um sie und Euch in Sicherheit zu bringen. Was die Wegelagerer betrifft, ich habe in meiner Ausbildung als Musketier gelernt, wie man gegen sie zu kämpfen hat, und werde auch mit mehreren von ihnen fertig. Ich fürchte mich nicht, denn ich bin bereits einmal für kurze Zeit im Krieg gewesen, in meinem ersten Ausbildungsjahr. Und auch ich werde erst wieder ruhig schlafen können, wenn ich weiss, dass Marie Christine in Sicherheit ist."
Er wusste, dass er wahrscheinlich entlassen werden würde, wenn er sich einfach so mit Marie Christine aus Versailles entfernte, doch das war ihm gleichgültig, denn Marie Christine bedeute ihm sehr viel, und er hätte alles für sie getan.
Als dann Marie Christine hereinkam, nachdem ihre Mutter sie durch einen Diener hatte rufen lassen, und als Madame Tonnay de Charentes ihr dann, wie zuvor ihm von Juans Grausamkeit erzählte, und er sah, wie entsetzt sie war, nahm er ihre Hand und drückte sie sanft.
"Alles wird gut, ich werde nicht zulassen, dass Juan Euch bekommt. Wir werden Euch in Sicherheit bringen. Ich habe ein kleines Haus in der Bretagne, zwei Tagesreisen von hier entfernt...und dort kann ich Euch verstecken, dort werden weder Euer Vater noch Juan Euch finden."
Die Idee mit dem als Mann verkleiden fand er gar nicht so schlecht.
"Ich könnte für Euch und Eure Mutter Musketieruniformen besorgen. Dazu die breiten Hüte die wir Musketiere immer tragen, darunter wird niemand Eure Gesichter erkennen. Es kommt häufiger vor, dass Musketiere in kleinen Gruppen Versailles verlassen, niemand würde uns weiter beachten, und morgen wäre es günstig, weil der König mit der Königin und Eurem Vater und Juan nach Paris in den Louvre reiten will. Bis sie zurück sind und unser Verschwinden bemerken werden sind wir längst auf halbem Weg in die Bretagne."
Abwartend blickte er Marie Christine und ihre Mutter an.
"Was haltet Ihr davon?"

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13. Dez 2011, 12:32
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Diane & Marie Christine

Als der junge Musketier davon sprach, dass man vielleicht herausfinden könne, wie es um die Finanzen des Mannes stand, den Marie Christine nach dem Willen ihres Vaters heiraten sollte, schüttelte sie verbittert den Kopf:“ Wer sollte denn dorthin, um sich nach ihm zu erkundigen? Wollt ihr euch etwa auf den Weg machen? Ich denke ihr habt hier wichtigeres zu tun. Immerhin habt ihr mir versprochen, mir dabei zu helfen meine Tochter von hier fort zu schaffen . Das hat für mich alleroberste Priorität.“

Nachdem Diane von der Bestechlichkeit der Äbtissin von St. Marys gesprochen hatte, herrschte zunächst einmal betretenes Schweigen. Wo sollte sie nur ihre Tochter in Sicherheit bringen?

Sie selbst besaß nichts, alles war bei ihrer Heirat in den Besitz ihres Gemahls übergegangen, und er würde umgehend benachrichtigt, wenn seine Tochter dort auftauchen würde, ohne das er die Hauswirtschafterin darüber informiert hätte.

Die Stimme des Musketiers holte sie aus ihren Gedanken. „ Wäre sie denn dort sicher? Die Ansprüche meiner Tochter sind nicht sehr hoch, zumindest nicht die, von Marie Christine. Ich bin sicher, es braucht nicht viel, damit sie sich wohl fühlt.“

Erneut umspielte ein Lächeln ihre Lippen, als Mordaunt davon sprach das er sich auch um ihre Sicherheit sorgte, wenn erst ihr Gemahl von Marie Christines Flucht erfuhr.

„ Ihr seid sehr großherzig, Monsieur de Winter. Und auch wenn ich weniger um meine eigene Sicherheit fürchte, so wäre ich dennoch sehr gern in der Nähe meiner Tochter. In den letzten Jahren, habe ich sie immer nur als Besucherin gesehen, mehr als ein paar Tage waren uns leider nie gegönnt. Daher werde ich euer Angebot mit Freude annehmen.“

Selbstverständlich würde sie ihn für Kost und Logis für sich und ihre Tochter entschädigen. Zwar war alles in den Besitz ihres Gatten übergegangen, aber eines war Gabriel niemals gewesen und das war geizig. Ganz im Gegenteil, er legte großen Wert auf Pomp und Äußerlichkeiten, sowohl bei sich wie auch bei seiner Familie. Daher hatte Diane immer ein wenig an die Seite schaffen können, was sie nun als Aufwandsentschädigung für Mordaunt nutzen wollte.

„ Ihr seit ganz und gar ein Musketier. Einer für alle und alle für einen, nicht wahr?“

Sie erinnerte sich an den Eifer und den Glanz den Charles damals in seinen Augen gehabt hatte, wenn er damals über seinen Stand als Musketier gesprochen hatte. Ein wenig erinnerte Mordaunt sie an ihn und sie hoffte, dass es ihrer Tochter eines Tages gegönnt sei so glücklich zu werden, wie sie es einst mit Charles gewesen war. Auch wenn es für Diane nur ein paar Wochen gewesen waren, so zählte sie diese kurze Zeit dennoch mit zu der glücklichsten in ihrem Leben. Lediglich die Zeit die sie mit ihren Kindern hatte verbringen dürfen, war glückreicher gewesen.

Was wohl aus ihrem gutaussehenden Musketier geworden war?

Die Bestürzung ihrer Tochter, über das was sie so eben aus ihrem Munde erfahren musste, konnte Madame de Tonnay Charente mehr als gut nachvollziehen. Eben als sie ihren Platz verlassen wollte, um ihre Tochter in den Arm zu nehmen sah sie, wie Mordaunt die Hand Marie Christines ergriff und beruhigend mit ihr sprach.
Die Bilder des gestrigen Abends kamen ihr in den Sinn. Sie hatte den Eindruck gehabt das die beiden ineinander verliebt sein und auch jetzt überkam sie wieder dieser Gedanke. Es herrschten zwar keinerlei Intimitäten zwischen ihnen , doch die Art wie sie sich ansahen sprach in Madames Augen Bände.

Der Eifer mit dem Mordaunt daran ging, Marie Christine zu helfen und die Art wie er sie ansah ließen sie daran zweifeln das der junge Mann lediglich seinen Auftrag als Leibwächter erfüllte. Auch bei ihrer Tochter hatte sie den leisen Verdacht, dass diese den jungen Mann viel mehr mochte, als sie es bereit war zu zeigen.
Vielleicht tat es den beiden gut, wenn sie jetzt durch die Flucht bedingt ihre Zeit nicht mehr unter den neugierigen Blicken der Herrschaften von Versailles verbrachten.

Während sie die beiden beobachtete, hörte sie sich an welchen Vorschlag Mordaunt ihrer Tochter und ihr unterbreitete.
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„ Glaubt ihr das es gelingen kann? Und was wird mit euch? Man wird euch unehrenhaft entlassen, euer Traum eines Tages dem König von England zu dienen, wird dann unerreichbar für euch werden. Und ich will nicht, dass ihr um meinetwillen eure Träume aufgebt Mordaunt. Das würde ich mir niemals verzeihen.“
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Francoise

Das Gesicht ihres Vaters sprach Bände, als Louis ihm sagte das er zwar gestatte das Juan mit auf die Jagd kam, sich allerdings nur weit hinten bei der Dienerschaft aufhalten durfte.
Erschütterung sah sie jedoch, als der König ihrem Vater sagte er würde seinen Begleiter niemals als seinen Schwager dulden.

„ Ich denke doch, dass dies nicht eure Angelegenheit ist, Majestät.“ Warf der Herzog ein und blickte Louis entgegen.

Francoise hielt sich heraus, sie selbst mochte diesen Juan auch nicht und sie konnte sich auch nicht vorstellen, dass er Marie Christine sonderlich zusagen würde. Sicherlich wäre sie nicht glücklich darüber, wenn sie ihre Liebelei mit diesem Musketier beenden musste. Denn das die beiden eine Liebschaft hatten, daran gab es für Francoise keinen Zweifel.

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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

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13. Dez 2011, 17:01
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Nein, ich kann nicht fort, ich würde Marie Christine jetzt in dieser Situation nicht alleine lassen wollen. Dann wird das wohl vorerst warten müssen, aber ich werde versuchen, jemanden zu finden, der vertrauenswürdig genug ist, dass er mir den Gefallen tun kann, dorthin zu reisen, und zu sehen, wie es um Juans Finanzen bestellt ist."
Es tat ihm leid, dass er nicht die Mittel hatte, während der Flucht und in seinem Haus für Marie Christine und ihre Mutter gut zu sorgen, aber er nahm sich vor, alles dafür zu tun, damit es den beiden in der Bretagne gutging.
"Ich habe leider nicht viel Geld, nur zehn Pistolen..aber ich könnte mir bei einigen der anderen Musketiere etwas leihen, das dürfte dann für eine Weile reichen..ausserdem könnte ich auf die Jagd gehen, damit wir etwas zu essen haben. Wir werden es warm haben und genug zu essen, ich hoffe, das wird Euch für eine Weile genügen. Ich würde alles dafür tun, damit es Euch und Marie Christine gutgeht. Und es wird für Euch und für sie gewiss schön sein, wenn Ihr endlich einmal viel Zeit zusammen verbringen könnt. Ich bin ja der Meinung, man sollte eine Mutter nicht einfach so von ihrem Kind trennen."
Mordaunt verabscheute die Jagd, doch er wollte auf keinen Fall, dass Marie Christine und ihre Mutter hungern mussten.
Als sie vom Motto der Musketiere sprach, lächelte er wehmütig.
"Ja, einer für alle, alle für einen...sagt, woher kennt Ihr das alte Motto der Musketiere? Unser Hauptmann sagt uns das immer, aber leider halten sich viele nicht mehr daran, seitdem Louis König ist, hat sich einiges verändert. Wisst Ihr, der Hauptmann ist einer der legendären vier Unzertrennlichen...Porthos, Athos, Aramis und d´Artagnan, Ihr habt ja gewiss schon von ihnen gehört. Die anderen drei sind keine Musketiere mehr, aber d´Artagnan ist immer noch unser Hauptmann und neben König Arthus und Robin Hood eines meiner großen Vorbilder. Falls es nötig sein sollte, können wir auch ihn um Hilfe bitten, Ihr könnt ihm vertrauen, er und seine Freunde haben damals immer gegen Unrecht gekämpft, wo immer es ihnen begegnete."
Als sie Marie Christine ihn dann fragte, ob der Plan gutgehen könne, und was dann wohl aus ihm werden würde, brauchte er mit seiner Antwort nicht lange zu überlegen.
"Ich will ehrlich zu Euch sein, ich weiss nicht, ob es gutgeht. Aber wir haben leider keine andere Wahl, denn ich habe Euren Vater und Juan beobachtet, und die beiden scheinen sich sehr gut miteinander zu verstehen, und die Verlobung ist wohl schon beschlossene Sache. Niemand weiss von dem Haus, also sind wir dort erst einmal sicher"; meinte er und nahm dann ihre Hände, drückte sie sanft und blickte ihr tief in die Augen, "ich würde Euch niemals im Stich lassen, und wenn es mich meinen Posten kostet. Ich will dass Ihr glücklich seid und selbst entscheiden könnt, wie Ihr Euer Leben führen wollt. Was meine Träume betrifft...wenn ich kein Musketier mehr sein kann, dann finde ich eben eine andere Bestimmung. Ausserdem glaube ich nicht, dass ich unehrenhaft entlassen werde, denn ich hatte den Eindruck, dass der König auch nicht allzu begeistert von diesem Juan ist. Und selbst wenn ich entlassen werden sollte..mir ist es wichtiger, dass es Euch gutgeht, denn Ihr bedeutet mir sehr viel."
Ihm war am gestrigen Abend nicht entgangen, wie sich Louis Miene jedesmal verfinsterte, wenn er Juan ansah.
"Ich werde die Uniformen besorgen, und wenn man unser Verschwinden bemerkt, sind wir schon fast eine Tagesreise entfernt, und niemand wird wissen, welche Richtung wir genommen haben. Frankreich ist groß, und in der Bretagne vermutet uns gewiss niemand. Und falls das Haus kein sicheres Versteck sein sollte, müssen wir eben nach England fliehen, bis dorthin würde man uns nicht folgen."
Nein, dieser brutale Juan sollte Marie Christine nicht bekommen und ihr das antun, was er seiner ersten Frau angetan hatte.

Louis

"Nun, ich denke doch, dass mich das etwas angeht, Monsieur. Ich kann keine Verwandten brauchen, die nach dem Thron streben...und dieser Juan wirkt auf mich wie ein Mann, der nach Höherem strebt. Sagt, warum wollt Ihr ihn unbedingt als Gatten für Eure zweite Tochter? Ich hörte Gerüchte, dass seine erste Frau sich das Leben nahm....wollt Ihr etwa, dass Eure Tochter das gleiche Schicksal erleidet? Ist Euch Euer eigen Fleisch und Blut so wenig wert?"
Ihm war durchaus nicht entgangen, dass der Graf ein inniges Verhältnis zu seiner ersten Tochter hatte, die zweite aber wie eine Art Stiefkind behandelte, und er fand das abscheulich, er selbst wollte alle seine Kinder gleich behandeln. Natürlich würden ihm die Jungen etwas wichtiger sein als die Mädchen, aber das war ja etwas anderes...denn männliche Kinder waren nun einmal wichtiger.
Er war auch wütend, dass der Graf es wagte so mit ihm zu reden, und nur Francoise zuliebe hielt er sich zurück.

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13. Dez 2011, 18:35
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine & Diane

Beinah amüsiert, lauschte Madame den Gedankengängen ihres jungen Gegenübers. Schließlich antwortete sie lächelnd:“ Macht euch wegen des Geldes keine Gedanken. Ich habe nie so viel Geld für Kleider und Schmuck ausgegeben, wie mein Gemahl mir überlassen hat. Daher habe ich einiges gespart was uns eine ganze Weile über zu Gute kommen wird. Oder hattet ihr tatsächlich gedacht, ich würde erwarten das Kost und Logis frei sind? Ihr stellt schon das Haus und noch dazu riskiert ihr eure Karriere als Musketier, also ist es nur fair, auch wir auch einen Beitrag leisten.“

Auf die letzte Bemerkung Mordaunts, fragte sie:“ Dann seid ihr also nicht der Meinung, dass man Kinder fortgeben sollte, damit sie eine bessere Erziehung genießen?“

Als Mordaunt sie fragte, woher sie das Motto, einer für alle und alle für einen, kannte wurde sie hellhörig. Doch der Name des jungen Musketiers mit dem sie einst eine kurze, heftige Romanze hatte, fiel leider nicht. Sie hatte sich schon oft gefragt, was wohl aus Charles geworden war. Möglicherweise hatte man ihn eines Tages bei einem seiner Geheimaufträge getötet, diese Wahrscheinlichkeit war recht groß. Doch selbst wenn Charles selbst nicht mehr am Leben sein sollte, für Diane lebte er in Marie Christine wieder, der Tochter von der er nie etwas erfahren hatte.

„ Ich kannte einmal einen jungen Musketier. Er wird nicht viel älter gewesen sein, als ihr heute. Er hatte dieses Motto einmal erwähnt, und es ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. „ sagte sie und konnte nicht verhindern, dass ein glückliches Lächeln ihre Lippen umspielte.

„ Leider habe ich noch nie von den berühmten Vieren gehört. Aber vielleicht könnt ihr meiner Tochter und mir davon erzählen, wenn wir in Sicherheit sind und wir gemütliche Winterabende am Kamin miteinander verbringen werden. „

Nach kurzer Überlegung fügte sie hinzu:“ Ich kenne euren Hauptmann nicht und habe daher keine Ahnung, ob es hilfreich wäre ihn ins Vertrauen zu ziehen. Wenn ihr es für notwendig haltet um nicht von den Musketieren ausgeschlossen zu werden, dann kontaktiert ihn. Das überlasse ich euch, ich verstehe von diesen Dingen nicht allzu viel.“

Während ihre Mutter und ihr Leibwächter, sich über Musketiere unterhielten schwirrten in ihrem Kopf die Gedanken umher, wie die Mücken an einem warmen Sommertag die vor Parfum stinkenden Damen von Versailles.
Als Mordaunt ihr dann sagte das ihm ihre Sicherheit, ihre Freiheit und ihr Glück, wichtiger waren als seine Laufbahn bei den Musketieren und er dabei ihre Hand nahm, überschlugen sich ihre Gefühle. Marie Christine hätte ihn in diesem Augenblick wahrscheinlich geküsst, wäre nicht ihre Mutter anwesend. Ihr Herz schien überzulaufen für Mordaunt, der bereit war alles zu riskieren um sie zu beschützen. Marie Christine hätte jubeln und weinen zu gleich können, denn niemals hätte sie erwartet, dass jemand für sie all das geben wollte, nur um sie glücklich zu sehen.

Während Marie Christine nicht wusste, was sie sagen sollte bestätigte ihre Mutter einen Verdacht, den der Musketier angedeutet hat:“ Die Verlobung ist nicht nur beschlossen, sie fand bereits statt. Vertraglich ohne mein Einverständnis und auch ohne die Anwesenheit der zukünftigen Braut. „

Ungläubig schaute Marie Christine ihre Mutter an, ohne Mordaunts Hand los zu lassen. „ Wie kann Papa so etwas tun? Ich bin doch kein Schlachtvieh. „

Das Mädchen war zutiefst verwirrt. Sie und ihr Vater, hatten sich nie sonderlich nah gestanden, doch das er sie nun regelrecht verschacherte enttäuschte sie dennoch maßlos. Es fühlte sich an, als würde ihr jemand einen Dolch ins Herz stoßen und dann daran herumdrehen, um sie weiter und noch mehr, leiden zu lassen.

„ Ich kann dir deine Frage leider nicht beantworten. Vielleicht möchte er einfach nur …“ Diane unterbrach sich selbst. Vielleicht wusste Gabriel tatsächlich das Marie Christine nicht sein Fleisch und Blut, sondern das Kind eines anderen Mannes war. Möglicherweise wollte er Diane dafür auf diese Weise bestrafen, in dem er Marie Christine an einen solchen Mann geben wollte. Doch das konnte sie schlecht sagen, also sagte sie:“ Ich kann es mir auch nicht erklären.“

Marie Christine hingegen fühlte sich wie wie vor den Kopf geschlagen. Da war ihr Vater der sie einfach gegen ihren Willen und ohne Rücksicht auf ihre Gefühle zu nehmen, mit einem Mann verlobt hatte, der seine erste Frau auf abscheuliche Art und Weise in den Freitod getrieben hatte und dann war da Mordaunt, ihr einziger Freund auf der Welt, der bereit war alles aufzugeben um sie vor diesem Schicksal zu beschützen.

Sie konnte nicht aufhören, ihn anzusehen und zu versuchen in seinem Gesicht und in seinen wunderschönen braunen Augen, nach Antworten auf all ihre unausgesprochenen Fragen zu suchen. Schließlich strich sie ihm sanft, noch immer ihre andere Hand in der seinen, eine Haarsträhne hinter sein Ohr und sagte mit einem traurigen Lächeln:“ Ich glaube, dafür werde ich euch immer lieben Mordaunt.“

Francoise

Die blauen Augen der dunkelhaarigen Frau weiteten sich, als Louis ihren Vater auf die Gerüchte ansprach, dass die erste Frau dieses Juans sich das Leben genommen hatte.

„ Ist das wahr, Vater? Willst du Marie Christine wirklich einem Mann anvertrauen, dessen erste Frau sich selbst gerichtet hat? Wie kannst du so etwas nur tun?

Ein zynisches Lächeln umspielte die Lippen des Herzogs, als Louis über sein Fleisch und Blut sprach:“ Nun, meinem Fleisch und Blut geht es bestens, schon bald wird es Königin sein, habe ich recht?“

Gabriel warf einen Blick auf Juan und sagte dann:“ Wenn mein junger Freund hier, wirklich nach Höherem strebt, dann nur weil er sich nichts besseres vorstellen kann, als in eurer Nähe zu sein um euch mit Leib und Seele treu zu dienen.“

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14. Dez 2011, 11:49
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Nein, Ihr braucht mir nichts dafür zu geben, ich werde das schon schaffen, dass wir immer etwas zu essen haben, wisst Ihr, der Wald gibt zu jeder Jahreszeit viel her, seien es Kräuter, Pilze, Wild..ich weiss immer, wo etwas Essbares zu finden ist, denn auch das Überleben in der Natur gehört zu den Dingen, die ich in meiner Ausbildung als Musketier lernen musste. Ich will ehrlich zu Euch sein, womöglich könnt Ihr niemals zu Eurem Mann zurückkehren, und wir müssen in der Bretagne bleiben, deswegen müsst Ihr Euch das was Euch an Wertsachen und Geld geblieben ist gut aufheben. Im Winter gibt der Wald nicht so viel Essbares her, wir sollten Euer Geld also bis zum Winter aufheben, wir werden es dann brauchen, um genügend Vorräte zu kaufen und neue warme Kleidung. Aber glaubt mir, wenn das Haus schön hergerichtet ist, wird es wieder richtig wohnlich sein, dann überstehen wir dort selbst den härtesten Winter."
Ihm war durchaus klar, dass es womöglich kein Zurück mehr gab, wenn er mit Marie Christine und ihrer Mutter floh, doch ihm war längst klar geworden, dass er Marie Christine über alles liebte, und alles für sie getan hätte, er musste sie unbedingt vor diesem Juan beschützen."
Als sie ihn fragte, ob er nicht der Meinung sei, dass man seine Kinder fortgeben sollte, damit sie eine bessere Erziehung bekamen, schüttelte er den Kopf.
"Nein, ich denke nicht, dass es einem Kind guttut, irgendwo fernab von den Eltern erzogen zu werden. Ein Kind braucht die Liebe seiner Eltern, ich halte nicht viel von dieser sogenannten standesgemäßen Erziehung, fragte mich, warum man schon Zweijährige wie Erwachsene kleidet und erwartet, dass sie sich auch so benehmen und sich in vornehmer Haltung und perfekter Aussprache üben. Was ein Kind wirklich braucht, ist die bedingungslose Liebe seiner Eltern und die Möglichkeit, unbeschwerte herumtollen, und einfach nur Kind sein zu können. Mein Vater starb leider als ich vier Jahre alt war, aber diese vier ersten Jahre haben mich entscheident geprägt..er hat mich oft mit in den Wald genommen, mir die Natur erklärt, mit mir herumgetollt...und wenn er nicht gestorben wäre, hätte er mich auch bei sich auf dem Gut erzogen."
Obwohl Lord de Winter nicht sein leiblicher Vater gewesen war, betrachtete er ihn immer noch als solchen, denn er war der einzige gewesen, der sich während seiner Kindheit wirklich um ihn gekümmert hatte und immer für ihn dagewesen war.
"Wie hieß denn der Musketier, den Ihr kanntet?"; erkundigte er sich, "die meisten der älteren Musketiere sind schon im Ruhestand, aber ich könnte Euch zumindest sagen, was aus Eurem Bekannten geworden ist, wo er heute lebt. Ich wäre gerne vor zwanzig Jahren Musketier gewesen, damals war der Zusammenhalt unter den Musketieren noch viel tiefer als heute, und alle kämpften für ihr Ideal. Diesen Spruch haben die vier Unzertrennlichen eingeführt, ich weiss nicht genau, von welchem der vier er stammte, aber ich glaube, er muss wohl vom Hauptmann kommen. Unser Hauptmann kam einst auf einem mageren Klepper mit karottengelbem Fell nach Paris, und handelte sich gleich am ersten Tag drei Duelle mit den drei Musketieren Porthos, Athos und Aramis ein. Dann tauchten die Männer des Kardinals auf, und alle vier kämpften zusammen gegen die Kardinalisten, von da an waren die vier unzertrennliche Freunde. Sie haben sogar einmal der Königin den Hals gerettet..ich werde Euch alle Geschichten über die vier erzählen, wenn wir in der Bretagne am Kamin sitzen. Der Hauptmann wird mir Urlaub geben, und so wird niemand etwas sagen, wenn ich fort sein sollte..er wird einfach sagen, er hätte mich auf eine wichtige Mission geschickt, und so wird niemand auf den Gedanken kommen, ich wäre mit Euch und Marie Christine zusammen fortgegangen. Was Euch betrifft, könnte man ja verbreiten lassen, dass Ihr in irgendeinem Kloster untergekommen seid...und Juan und Euren Gatten so auf eine falsche Spur locken. Im Kloster werden sie euch zuerst suchen, das gibt uns ein paar Tage Zeit."
Als Diane ihm dann sagte, dass die Verlobung von Marie Christine mit diesem Juan bereits stattgefunden hätte, war er entsetzt. Wenn das tatsächlich stimmte, würde es schwierig werden, sie wieder zu annulieren."
"Eine Schande ist das", schimpfte er, "wie kann man denn eine Verlobung ohne das Einverständnis von Euch und Marie Christine einfach so vollziehen? WAs ist der Graf bloß für ein Monster, seiner eigenen Tochter so etwas anzutun."
Dann nahm er Marie Christines Hand und drückte sie sanft.
"Ich werde nicht zulassen, dass Juan Euch bekommt. In der Bretagne sind wir erst einmal sicher. Womöglich werden wir für immer dort bleiben müssen, Hauptsache, dieser Juan bekommt Euch nicht in die Hände. Habt keine Angst, Ihr werdet niemals Juans Frau werden, nicht so lange ich lebe und Euch davor bewahren kann."
Ihm fiel auf, dass Diane ihrer Tochter irgendetwas zu verheimlichen schien, sie schien zu wissen, warum ihr Gatte Marie Christine das antat.
"Madame? Eure Miene spricht Bände...sagt, wisst Ihr den Grund, warum Euer Gatte so handelt? Ich finde es merkwürdig, dass er seiner jüngsten Tochter so etwas antut, während er seine älteste wie eine Prinzessin behandelt..Francoise hätte er eine Ehe mit so einem Rohling sicher niemals angetan. Ich kann kaum glauben, dass Marie Christine die Tochter eines solchen Scheusals ist..sie kommt wirkich eher nach Euch. Jemand wie Euer Gatte verdient so eine Tochter gar nicht."
Marie Christine blickte ihn lange an, strich ihm dann sanft eine Haarsträhne hinter sein Ohr und sagte mit einem traurigen Lächeln "ich glaube dafür werde ich Euch immer lieben, Mordaunt."
Ihre wunderschönen blauen Augen, wie immer pochte sein Herz heftig, wenn sie ihn ansah, und er spürte, wie tief seine Liebe zu ihr bereits war.
"Ich werde Euch auch immer lieben"; flüsterte er, "und Ihr braucht keine Angst zu haben, auch wenn Ihr jetzt offiziell als Juans Verlobte geltet, so werden wir in der Bretagne erst einmal sicher sein, und falls er uns dort irgendwann aufspüren sollte, können wir nach England gehen. Eure Verlobung gilt nur für Frankreich, in England würde eine französische Verlobungsurkunde als nichtig gelten, und niemand würde Euch zwingen können, zu diesem Juan zu gehen. Irgendwann werden Euer Vater und Juan dann die Suche aufgeben, und wir sind in Sicherheit."
Er sah wie traurig sie aussah, und er konnt erkennen, dass sie Angst hatte.
"Alles wird gut, wir werden das schon schaffen"; versuchte er ihr Mut zu machen.

Louis

Er konnte es nicht fassen, wie Francoises Vater mit seiner jüngeren Tochter umging.
Und als der Graf dann auch noch zynisch lächelte, und sagte, dass es seinem Fleisch und Blut gut ginge, und sie ja bald Königin wäre, fragte er sich, was der Graf damit andeuten wollte.
"ABer Marie Christine ist doch auch Euer Fleisch und Blut, Ihr wollt doch auch, dass es Ihr gutgeht? Niemand würde sein eigenes Kind einem Mann wie Juan überlassen..."
Irgendwie erinnerte Marie Christine ihn an jemanden, doch er konnte nicht genau sagen an wen. Die Art wie sie sich bewegte, wie sie redete, irgendwo hatte er das schon einmal gesehen.
"Nur ein Vater hat das Recht, eine Ehen Ehemann für seine Tochter zu bestimmen"; sagte er zum Grafen, wobei er das "seine Tochter" besonders betonte.
Er hatte es unter seinen Adeligen schon oft erlebt, dass die Männer Kinder großzogen, die nicht ihre eigenen waren. Konnte es wirklich sein, dass Gräfin Diane ihren Mann betrogen hatte? Doch wenn ja, wessen Tochter war dann Marie Christine?
Als Graf Gabriel sich dann auch noch für Juan aussprach, meinte Louis, mit einem vielsagenden Blick
"WEr nach Höherem strebt, der kann tief fallen. Und bei Juan habe ich das Gefühl, dass sein Fall besonders tief sein könnte..."

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14. Dez 2011, 13:08
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine & Diane

Diane nickte. Sicher hatte Mordaunt recht und man sollte das Geld an die Seite legen und erst darauf zurückgreifen, wenn man wirklich nicht anders konnte. Doch das was der junge Mann bereit war zu geben, war ohnehin schon unglaublich viel.

„Gut, dann werden wir sehen wie lange wir ohne finanziellen Mittel auskommen.“

Als Mordaunt davon sprach, dass er seine Kinder niemals fortgeben würde um diese von jemanden erziehen zu lassen und dann von seinem verstorbenen Vater sprach, erwiderte sie mit einem Lächeln:“ Euer Vater wäre bestimmt sehr stolz auf euch. Und auch wenn er nicht viel Zeit hatte, euch in eurer Entwicklung zu helfen, so hat er dennoch sehr gute Arbeit geleistet.“

Mordaunt erkundigte sich danach welchen Musketier Madame einst gekannt hatte. Doch so weit, wollte sie nicht gehen. Nicht weil sie dem jungen Mann nicht traute, nein sie wollte nicht irgendwann möglicherweise auf ihre alte Liebe treffen und ihm erklären müssen, dass Marie Christine seine Tochter war. Daher antwortete sie:“ Leider kann ich mich nicht mehr, an den Namen erinnern. Es war wie gesagt, nur eine flüchtige Bekanntschaft. Unwichtig.“

Marie Christine musste lachen, als sie hörte, wie ihr Leibwächter von d´Artagnan sprach. Sie hatte ihn ein paar mal gesehen, seit sie in Versailles war und er war eine so beeindruckende Persönlichkeit, dass es ihr schwer fiel sich vorzustellen, dass der Hauptmann eines Tages so in Paris eingeritten war.

„ Wenn man den Hauptmann heute sieht, dann kann man ihn sich gar nicht als Jungspund auf so einem alten klapprigen Pferd vorstellen.“

„Du kennst den Hauptmann?“ erkundigte sich Madame, ohne zu ahnen von wem in Wahrheit die Rede war.
„ Ja, ich habe ihn zwei oder drei mal gesehen. Aber er wirkt so würdevoll, dass man es sich nur schwer vorstellen kann.“

Mordaunt sprach davon das er den Hauptmann d´Artagnan darum bitten würde, dass er ihm Urlaub gebe und das er dann sagen könne er wäre in einer geheimen Mission unterwegs.

„ Würde dies denn nicht bedeuten, dass er eingeweiht werden muss? Warum sollte der Hauptmann sonst behaupten, ihr seit in geheimer Mission unterwegs?“ Diana wusste nicht, ob es gut war noch jemanden einzuweihen, doch wahrscheinlich waren sie jetzt darauf angewiesen auf Mordaunt zu vertrauen. Etwas das ihre jüngste Tochter wohl schon längst tat.

Anscheinend schaffte ihr Leibwächter es Marie Christine zu beruhigen und so hielt sich Madame zurück und beobachtete die beiden jungen Menschen einfach aufmerksam. Es schien Mordaunt sehr nahe zu gehen das Marie Christine verheiratet werden sollte und einmal mehr hatte sie das Gefühl, dass mehr zwischen den beiden war, als sie zugeben wollten.

Erschrocken richtete sie sich auf, als Mordaunt nach dem Grund fragte warum Gabriel seine beiden Töchter so unterschiedlich behandelte. Ohne es zu wollen, stieg Madame die Röte ins Gesicht. Doch ehe sie dazu kam näher darauf einzugehen, räumte der junge Mann schon selbst eine Vermutung ein die sie dann auch sogleich weiter ausführte:“ Ja, Marie Christine kommt sehr nach mir. Wahrscheinlich kann er deshalb nicht so viel mit ihr anfangen, eben so wie mit mir. Francoise hingegen ist sehr nach ihm geraten. Vielleicht vergöttert er sie deshalb so.“

Als Mordaunt zu ihr sprach und ihr versicherte das er alles tun werde, um sie vor dem Bräutigam den ihr Vater für sie auserwählt hatte zu beschützen, nahm sie noch seine andere Hand und fühlte sich im selben Moment, als könne ihr nichts und niemand etwas anhaben.

Gleichzeitig schien ihr Bauch voller Schmetterlinge zu sein und der Wunsch ihn zu küssen, wurde beinah unwiderstehlich für sie. Aber sie waren nicht allein, und daher würde es wohl nichts weiteres als ein Wunsch bleiben. Doch sie hatte seine Worte, dass er auch sie immer lieben würde noch immer in ihrem Ohr.

Diane hatte die beiden aufmerksam beobachtet und überlegte nun ob sie die beiden allein lassen sollte. Grade als sie sich leise zurückziehen wollte, sagte Marie Christine etwas was ihr Hoffnung gab das sie sich möglicherweise nicht für immer verstecken mussten. Denn dies würde auch bedeuten, dass sie Francoise nie wieder sehen würde und auch dieser Gedanke gefiel ihr nicht wirklich.

„ Vielleicht sollte ich euch doch heiraten, wenn ihr meinetwegen so viel aufgebt und riskiert.“ Sagte Marie Christine und hielt noch immer Mordaunts Hände.

„ Ihr wollt heiraten? „ fragte Madame und schaute die beiden groß an. „ Wenn ihr beiden verheiratet wärt und eure Ehe vollzogen wäre, dann wäre sie rechtskräftig, ganz gleich ob Marie Christine vorher verlobt war oder nicht. Nur der König könnte in diesem Falle die Annulierung der Ehe beantragen und das auch nur, so lange Marie Christine kein Kind empfangen hat. „

Erschrocken ließ Marie Christine die Hände ihres Leibwächters los. Sie liebte Mordaunt, irgendwie aber sie wusste nicht ob sie in der Lage sein würde, ihn so nah an sich herankommen zu lassen. Und selbst wenn, vielleicht würde es alles zwischen ihnen ändern und er würde nicht mehr die gute Freundin in ihr sehen, sondern nur noch eine ganz gewöhnliche Frau.

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14. Dez 2011, 16:29
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

Er war im Moment wie berauscht von den Gefühlen, die er Marie Christine entgegenbrachte, und war deswegen sehr zuversichtlich.
"Das wird schon gutgehen, ein halbes Jahr werden wir uns schon vom Wald ernähren können...und wenn nicht, lasse ich mir etwas anderes einfallen. Und glaubt mir, in der Bretagne ist es schön, wenn Ihr erst einmal einen Sonnenuntergang am Meer gesehen habt, werdet Ihr Euch dort gleich heimisch fühlen."
Mordaunt erwiderte ihr Lächeln. "Ja, er war ein wunderbarer Mensch, und ich bin froh, dass ich diese Jahre mit ihm hatte...ich finde es schade, dass er jetzt nicht hier sein kann. Sollte ich jemals einen Sohn haben, würde ich ihn John Francis nennen, nach meinem Vater. Alles was er wollte war ein glückliches Familienleben auf dem Land, doch leider hatte er sich mit meiner Mutter dafür die falsche Frau ausgesucht, und das hat ihn das Leben gekostet. Aber ich werde sein Andenken stets in Ehren halten."
Irgendwie wirkte Diane leicht nervös, als sie sagte, dass sie sich an den Namen des Musketiers nicht mehr erinnern konnte, und er vermutete, dass sie nicht die Wahrheit sagte, allerdings war er rücksichtsvoll und sensibel genug, um das Thema nicht zu vertiefen, denn er glaubte, dass sie womöglich ihre Gründe hatte, ihren alten Bekannten nicht widersehen zu wollen, und fand, dass das ihn nichts anging.
"Ja, ich kann mir den Hauptmann auch nur schwerlich als Jungspund auf einem gelben Ross vorstellen..als ich meine Musketierausbildung begann, war er bereits der würdevolle, elegante Hauptmann den wir heute kennen. Und damals muss er sehr übermütig gewesen sein, denn nur so kann man sich drei Duelle mit drei verschiedenen Musketieren an einem Tag einhandeln. Was müssen das damals aufregende Zeiten hier in Paris gewesen sein..."
Diane schien sich nicht so ganz sicher sein, ob der Hauptmann ihm Urlaub geben würde, aber Mordaunt war in dieser Hinsicht sehr zuversichtlich.
"Ich weiss, dass ich ihm vertrauen kann, er hält nämlich auch nicht viel davon, wenn Frauen wie Vieh verschachert werden...der Hauptmann hatte viele Frauen, hat sie aber immer mit REspekt behandelt, und von keiner etwas verlangt das sie nicht wollte. Er würde verstehen, dass Marie Christine in Sicherheit gebracht werden muss. Außerdem kann er mich gut leiden...als ich ihm sagte, dass ich nicht für den Krieg eingeteilt werden möchte, sorgte er dafür, dass ich den Leibwächtern unter den Musketieren zugeteilt werden kann."
Bis heute war es ihm ein Rätsel, warum der Hauptmann ihn von Beginn seiner Ausbildung so zuvorkommend behandelt, ja, ihn oft den anderen Anwärtern gegenüber vorgezogen hatte. Als er vor drei Jahren hierher nach Versailles gekommen war, um um Aufnahme bei den Musketieren zu bitten, hatte sich der Hauptmann zunächst merkwürdig verhalten, ihn angestarrt wie eine Erscheinung, ihm gleich alle möglichen Fragen nach seiner Herkunft gestellt. Mordaunt glaubte nicht, dass der Hauptmann einer der vielen Liebhaber seiner Mutter gewesen war, nein, hinter diesem Verhalten musste etwas anderes stecken. Obwohl er ein junger Anwärter war, behandelte der Hauptmann ihn oft wie einen alten Freund...er fand das merkwürdig, aber es machte ihn auch stolz, dass einer seiner Helden ihn in seine Obhut nahm und ihm dabei geholfen hatte, ein guter Musketier zu werden. Alles was er konnte hatte er vom Hauptmann gelernt. Und es erstaunte ihn umso mehr, dass der Hauptmann ihm so freundlich gesonnen war, obwohl seine Mutter d´Artagnans große Liebe Constance ermordet hatte. Er dachte nicht weiter darüber nach, er war einfach froh, dass sein großes Vorbild es so gut mit ihm meinte. Und deswegen hatte er auch keine Bedenken, ihm von der SAche mit Marie Christine zu erzählen.
"Euer Gatte macht da wirklich einen FEhler, ich finde, man sollte alle seine Kinder gleich behandeln und keines dem anderen vorziehen, weil man damit dem anderen Kind nur wehtun würde. Schade, dass Euer Gatte so ein Scheusal ist. Wisst Ihr, ich bin sehr froh, dass Eure Tochter nach Euch geraten ist. Marie Christine ist ein wunderbarer Mensch, sie ist genau richtig so wie sie ist, auch wenn ihrem Vater das nicht passen mag."
Er hielt weiterhin Marie Christines Hand, und war froh, ihr so nahe sein zu können, war sich sicher, dass sie es gemeinsam schaffen würden, der Gefahr zu entrinnen. Womöglich würden sie jahrelang auf der Flucht sein müssen und viele Entbehrungen auf sich nehmen müssen, aber das nahm er gerne in Kauf, um bei ihr sein zu können.
Als sie ihm dann sagte, dass sie ihn vielleicht doch heiraten sollte, wenn er für sie so viel aufgebe und riskiere, meinte er lächelnd, wobei er ihr tief in die Augen blickte.
"Ich würde mich glücklich schätzen, Euch heiraten zu dürfen, Marie Christine, das wisst Ihr. Und ich würde Euch niemals meine Entscheidungen aufzwingen, es wäre eine gleichberechtigte Partnerschaft. Wenn Ihr wirklich wollt, und Euch nicht nur aus der Not heraus dazu entscheidet, dann würde ich sofort ja dazu sagen. Aber Ihr sollt wissen, dass ich Euch auch dann helfen würde, wenn Ihr nein zu einer Hochzeit sagt. Ich werde Euch niemals im Stich lassen, was auch geschieht."
Er wollte zu gerne den Rest seines Lebens mit ihr verbringen, wollte jedoch nicht, dass sie sich zu schnell durch diese Notlage zu einer Entscheidung gedrängt fühlte. Aber er spürte, dass sich etwas zwischen ihnen verändert hatte. Sie waren einander schon vorher sehr vertraut gewesen, doch jetzt war ihre Beziehung noch viel intensiver geworden, der Schrecken der letzten Stunden hatte sie noch enger zusammengeschweisst. Und er sah in ihren Augen, dass auch sie das genauso sah wie er.
Als Diane ihnen dann sagte, dass eine Ehe zwischen ihnen beiden nach Vollzug rechtskräftig wäre, ganz gleich, ob es vorher eine Verlobung mit Juan gegeben hatte, nickte er. Ja, das war womöglich die beste Lösung...wenn Marie Christine mit ihm verheiratet war, dann konnte ihr Vater sie nicht mehr mit Juan verheiraten.
Als sie das hörte, ließ sie seine Hände los, und er sah ihren erschrockenen Blick, versuchte sogleich sie zu beruhigen.
"Ich würde die Ehe natürlich nicht vollziehen, wenn Ihr das nicht wollt. Wisst Ihr, ich liebe Euch, und würde selbst dann mit Euch zusammenleben wollen, wenn Ihr mit mir nicht das Lager teilt. Ich würde Euch alle Zeit der Welt lassen..es braucht ja keiner wissen, dass wir die Ehe nicht vollzogen haben. Ihr braucht also keine angst zu haben, ich würde Euch niemals zu etwas zwingen."
Ja, er war fest entschlossen, alles zu tun, um sie vor diesem Juan zu schützen. Und tief im Herzen spürte er längst, dass Marie Christine die Richtige für ihn war.

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14. Dez 2011, 18:50
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Diane & Marie Christine

Diane wurde hellhörig, als der junge Mann davon sprach, dass sein Vater die Liebe zu seiner Mutter wohl mit dem Leben bezahlt hatte.

Vielleicht war es eine ähnliche Geschichte gewesen wie diese, die sich jetzt auch zwischen dem Musketier und ihrer jüngeren Tochter abspielte. Kurz dachte die Herzogin daran, Mordaunt nach Einzelheiten zu fragen, doch da er diskret genug war nicht weiter nach dem Musketier aus ihrer Vergangenheit zu fragen, wollte sie es auch dabei belassen.

Statt dessen beobachtete sie die beiden weiterhin, noch immer auf den passenden Moment wartend sich zurück zu ziehen.

„Drei Duelle, gleich am ersten Tag? Er muss verrückt gewesen sein.“ Lachte Marie Christine und war sich nicht sicher, ob sie sich den Hauptmann d´Artagnan wirklich so vorstellen konnte.

Offenbar hatte der junge Mann in dem Hauptmann einen Gönner gefunden, daher wollte Madame nun auch nichts dagegen hervorbringen das Mordaunt diesen d´Artagnan einweihen wollte.

„ Dann hab ich es ihm also zu verdanken, dass wir uns kennen gelernt haben.“ Sagte Marie Christine und meinte es auch wirklich so, wie sie es sagte. Sie war dankbar dafür, dass sie Mordaunt an ihrer Seite hatte , denn er war der einzige Freund, den sie jemals gehabt hatte. Und das was sie jetzt für ihn fühlte, war einfach so unbeschreiblich, dass sie es nicht hätte in Worte fassen können.

Etwas war passiert zwischen ihnen und noch war sie sich nicht sicher, ob sie darüber glücklich sein sollte, oder nicht. Obwohl es sich wunderbar anfühlte.

Als Mordaunt sich über ihren Gemahl ausließ, lachte Madame. „ Ein Scheusal, eine gute Wortwahl, obwohl ich wahrscheinlich härtere Worte genutzt hätte.“

Marie Christine fragte sich auch, warum ihr Vater sich so verhielt, wie er es tat. Ob sie ihn mit irgendetwas verärgert hatte, was sie längst vergessen hatte?

Oder hatte er vielleicht erfahren, dass sie heimlich ihr Gelübte ablegen wollte?

Als Mordaunt Marie Christine sagte, er würde sich freuen wenn sie seinen Antrag annehmen würde, jedoch nur wenn sie es nicht aus einer Not heraus tat, senkte sie den Blick. Sie war sich nicht sicher, ob sie auch Ja gesagt hätte, wenn ihr Vater sie nicht schon mit diesem Juan verheiratet hätte. Doch dann als er weitersprach und sagte, er würde sie niemals im Stich lassen auch dann nicht wenn sie nicht seine Frau werden würde, blickte sie ihm wieder in die Augen und wartete einen Moment, ehe sie antwortete:“ Ich denke ich hätte auch so Ja gesagt, wenn auch vielleicht nicht so schnell.“

Ja, sie war sich sicher das sie das richtige tat und wenn Mordaunt wirklich bereit war, die Ehe zwischen ihnen annullieren zu lassen, wenn es nicht funktionierte dann wollte sie es wagen.

Viel zu schnell kam der Augenblick der Ernüchterung, als ihre Mutter von dem Ehevollzug sprach. Bisher hatte sie nicht wirklich darüber nachgedacht, doch jetzt wusste sie nicht ob es fair gegenüber dem jungen Musketier war, der durch die Gefühle die er für sie hatte, gewiss auch gewisse Bedürfnisse entwickelte.

„ Nein, außer euch würde es niemand wissen, was im ehelichen Bett geschieht, oder auch nicht. Und von mir, würde sicherlich niemand etwas erfahren.“ Versuchte nun auch Diane ihre Tochter zu beruhigen, deren Reaktion sie ein wenig seltsam fand. Eigentlich hatte sie gedacht, dass die beiden voll glühender Leidenschaft füreinander waren, allerdings war Marie Christine seit ihrer Kindheit im Kloster gewesen und hatte, wie sie mittlerweile erfahren hatte, sogar selbst Nonne werden wollen. Vielleicht war es ihr auch einfach nur peinlich darüber zu reden.

Allerdings stutzte sie auch, als ihr der junge Musketier zusicherte, er würde sie nicht dazu drängen wenn sie es nicht wolle.

Irgendetwas schien hier merkwürdig, daher beschloss sie das es nun an der zeit war, die beiden allein zu lassen.
„Ich werde mich noch ein wenig hinlegen. Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan und wenn wir heute Nacht fort wollen, wäre es gut wenn ich noch ein wenig Schlaf bekomme. „

Diane küsste ihre Tochter auf die Wange und sagte:“ Ich werde später noch einmal zu dir kommen, dann können wir die genaue Zeit absprechen. „ Dann warf sie einen Blick auf den dunkelhaarigen jungen Mann :“ Wir sehen uns und habt vielen Dank, für eure Hilfe.“

Dann ließ sie die beiden allein.

Marie Christine schaute Mordaunt an und dachte noch immer über seine letzten Worte nach:“ Ich weiß das ihr mich nicht zu etwas drängen würdet, was ich nicht will. Aber ich hoffe, ich stürze euch nicht ins Unglück, denn das will ich nicht.“

Plötzlich sprang Marie Christine auf, stellte sich in Pose und tat so als hielte sie einen Degen in der Hand und scherzte:“ Ihr wollt mich also in einer Musketieruniform hier heraus schmuggeln? Denkt ihr denn, dass sie mir stehen wird? Und werdet ihr mich auch im Kampf mit dem Degen unterrichten?“

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14. Dez 2011, 21:01
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

Er fand Marie Christines Mutter sehr nett, und ihm war aufgefallen, dass sie vom Charakter her ähnlich war, dennoch fand er, dass es noch zu früh war, um ihm die Geschichte seiner Mutter zu erzählen, denn bestimmt würde sie ihre Tochter nicht dem Sohn einer berüchtigten Kardinalsagentin und Giftmörderin anvertrauen. Er schämte sich sehr für die Taten seiner Mutter, und deswegen erzählte er möglichst wenig davon.
"Ja, er war verrückt und wagemutig so wie alle Gascogner", sagte er dann verschmitzt lächelnd zu Marie Christine, "niemand sonst hätte es gewagt, in einem Duell gleich gegen drei Musketiere antreten zu wollen. Sollten wir jemals aus der Bretagne zurückkommen, werde ich ihn Euch einmal vorstellen."
Als Marie Christine dann sagte, dass sie es dann in gewisser Weise dem Hauptmann zu verdanken hätte, dass sie sich kennengelernt hatten, musste er erneut lächeln.
"Ja, so könnte man es sagen, doch damals, als ich zu den Leibwächtern kam, konnte ich noch nicht ahnen, welch ein Glückstag das für mich war, dass mich das zu Euch führen würde. So sehr wie in den letzten Tagen habe ich meine Arbeit noch nie genossen."
Ja, es war anders als vorher, sie fühlten sich an diesem Tag einander näher als je zuvor, und er war glücklich darüber, denn nun gab es für ihn wieder Hoffnung, dass sie sich doch nicht für das Kloster entscheiden würde. Und wenn sie erst einmal in dem Haus am Meer in der Bretagne lebten, einem so romantischen Ort...er war sicher, dass das eine wunderschöne Zeit werden würde, obwohl sie auf der Flucht waren.
Was Marie Christines Mutter betraf, so tat sie ihm sehr leid, weil sie so eine lange Ehehölle hinter sich hatte, und er war sich sicher, dass es ihr sehr guttun würde, endlich von ihrem Ehemann wegzukommen.
"Ich bin wirklich froh, dass Ihr mit uns in die Bretagne kommt, so wird er Euch nie wieder misshandeln und demütigen können. Es wird Euch guttun, endlich etwas Abstand zu dieser Ehe zu gewinnen."
Er war sich sicher, dass der Graf seine Frau auf jede erdenkliche Art gedemütigt und auch geschlagen hatte, und am liebsten hätte er den Mann dafür zur Rechenschaft gezogen, doch er wusste, dass die Rechtsprechung in diesem Fall immer auf der Seite des Mannes war.
Als Marie Christine ihm sagte, dass sie auch ja gesagt hätte, nur eben nicht so schnell, wenn diese Gefahr mit Juan nicht lauern würde, da lächelte er und blickte ihr tief in die Augen.
"Ihr ahnt ja nicht, wie glücklich Ihr mich mit diesen Worten macht. Ich hatte so sehr gehofft, dass Ihr für mich das Gleiche empfindet wie ich für Euch."
Ja, er begehrte sie sehr, doch weil er sie über alles liebte, wollte er ihr die Zeit lassen, die sie brauchte, ganz gleich wie lange das sein sollte. Ihm war es wichtig, dass sie einander seelenverwandt waren, und der eine den anderen als gleichberechtigten Partner akzeptierte, denn nur so konnten sie glücklich werden.
"Das habe ich gerne getan, ich bin froh, dass ich Marie Christine und Euch helfen konnte"; sagte er, als Gräfin Diane sich verabschiedete, weil sie sich noch etwas hinlegen wollte, "Ich wünsche Euch eine gute Nacht, Madame."
Er war wirklich froh, dass ihre Mutter nichts dagegen hatte, wenn sie zusammen waren.
Als die Gräfin den Raum verlassen hatte, sagte Marie Christine ihm, dass sie wüsste, dass er sie niemals zu etwas drängen würde, was sie nicht wollte, aber das sie sehr hoffe, ihn nicht ins Unglück zu stürzen.
Erneut drückte er sanft ihre Hand und dann strich er ihr behutsam über die Wange und blickte ihr tief in die Augen.
"Wie kommt Ihr nur darauf, dass Ihr mich ins Unglück stürzen könntet? So glücklich wie jetzt war ich schon lange nicht mehr, so absurd das für Euch klingen mag. Ich liebe Euch, Marie Christine, und das ist für mich das Wichtigste überhaupt, dass ich Euch in meiner Nähe haben kann. Und es muss ja nicht anders sein als vorher, wir könnten in der Bretagne schön am Meer sitzen und picknicken und lange Gespräche führen, so wie wir es hier im Wald getan haben. Es wird Euch gewiss gefallen."
Doch insgeheim ahnte er bereits, dass diese Picknicke anders verlaufen würden als die in Versailles, dass sie einander bestimmt näherkommen würden. Doch er wollte auf jeden Fall geduldig sein, ihr die Zeit geben die sie brauchte.
Als sie dann aufsprang, sich in Pose stellte und so tat, als hielte sie einen Degen in der Hand, musste er schmunzeln.
"Ich denke, Ihr werdet wunderbar aussehen in der Uniform, der schönste Musketier, der jemals aus Versailles hinausgeritten ist...und glaubt mir, wenn Ihr einmal Männerkleidung getragen habt, werdet Ihr sie so bequem finden, dass ihr danach nie mehr ein Kleid mit Mieder und Rüschen anziehen wollt."
Als sie wissen wollte, ob er sie im Kampf mit dem Degen unterrichten würde, lächelte er und blickte ihr tief in die Augen.
"Aber gerne doch..es wird mir eine Freude sein...ich bin sicher, dass Ihr Freude daran haben werdet und schnell lernt, und meine Stunden sind nicht teuer, ich nehme nur einen Kuss pro Stunde."
Natürlich war das scherzhaft gemeint, aber er hoffte durchaus, dass sie ihn noch einmal küssen würde. Dann zeigte er ihr, nicht ohne Stolz, den Degen, den der Hauptmann ihm geschenkt hatte, ein wunderschöner, silberner Degen, dessen Griff mit dem Kreuzsymbol der Musketiere besetzt war.

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"Den schenke ich Euch, Marie Christine, es war mein erster Degen, damit habe ich das Fechten gelernt, und nun soll er Euch gehören, damit werdet Ihr bestimmt schnell eine ausgezeichnete Fechterin werden."

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14. Dez 2011, 23:31
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine

Es war nicht das erste Mal, dass Mordaunt ihr sagte das es ein Glückstag für ihn war, als er dazu auserkoren worden war, als Leibwächter an ihrer Seite zu sein. Und auch dass er seine Arbeit noch nie zuvor so genossen hatte, wie in den letzten Tagen. Daher antwortete das junge Mädchen einfach mit einem Lächeln auf den Lippen:“ Ich weiß!“

Über die kleine Anspielung, die der Musketier über das Unglück welches seine Mutter über seinen Vater gebracht hatte, ging sie völlig hinweg. Mordaunt hatte ihr diese Geschichte bereits erzählt. Marie Christine wusste das ihr Leibwächter nichts für das konnte, was seine Mutter ind er Vergangenheit getan hatte, aber sie wusste nicht genau wie ihre eigene Mutter darauf reagieren würde und sie war froh das Diane nicht weiter fragte.

Entsetzt schaute Madame ihre Tochter an, als der junge Musketier sagte er wäre froh darüber, dass sie Marie Christine und ihn begleiten würde, damit auch sie sicher vor ihrem Ehemann wäre. Sicher hatte sie eine mehr als schlechte Ehe hinter sich, aber das war in den Kreisen in denen sie sich bewegte nichts Ungewöhnliches. Lediglich das was Juan mit Beatrice getan hatte, fiel völlig aus der Reihe.

Doch das ihre Tochter mit ihrem Leibwächter anscheinend derart intime Gespräche über ihre Familie geführt hatte, erschreckte sie doch ein wenig. Auch wenn es deutlich machte, wie nah sich die beiden stehen mussten, was nun sicherlich von Vorteil war.

Marie Christine bekam von dem Schrecken ihrer Mutter nichts mit, im Augenblick hatte sie nur Augen für Mordaunt der nicht nur ihr bester Freund und Vertrauter geworden war, sondern nun auch alles aufgab, um sie zu retten. Und diese Tatsache ließ den Wiederstand den sie sich zum Schutz gegen ihre Gefühle für ihn aufgebaut hatte, zusammenfallen wie ein Kartenhaus bei einem Windstoß.

Lächelnd schaute sie ihn an, als Mordaunt sagte er habe gehofft das sie das selbe für ihn empfinden würde, wie sie für ihn.

Nachdem ihre Mutter sich von ihnen verabschiedet hatte, waren sie wieder allein. Das war nichts wirklich Ungewöhnliches denn sie waren fast immer allein gewesen, weil sie beide mit der Hofgesellschaft von Versailles, nichts anfangen konnten. Doch das, was Marie Christine dabei empfand, war anders. Ein neues Gefühl machte sich in ihr breit und sie glaubte das es die tiefste Liebe war, die sie jemals einen anderen Menschen entgegen gebracht hatte. Sie genoss es, wie er sanft ihre Wange berührte und verspürte wieder den Wunsch, ihn einfach so zu küssen. Doch so weit, dass sie sich so etwas wagte, war sie noch nicht.

„Nein, es klingt überhaupt nicht absurd.“ Antwortete die blonde junge Frau, als Mordaunt ihr erklärte wie glücklich es ihn machte, dass sie sich entschlossen hatte seinen Antrag anzunehmen, wenn auch nur zum Schein. Auch wenn sie sich sicher war, dass es mittlerweile nicht mehr einzig darum ging denn ihre Gefühle die sie so sorgsam unterdrückt hatte, schwappten allmählich und unaufhaltsam an die Oberfläche.

„ Ich selbst fühle mich auch glücklich, obwohl ich flüchten muss. Aber ich muss nicht so viel aufgeben, wie ihr. Und ich hoffe das ihr euren Entschluss, niemals bereuen werdet.“

Das es in der Bretagne gefallen würde, daran zweifelte Marie Christine nicht. Mittlerweile wusste sie sehr gut, dass sie und Mordaunt den gleichen Geschmack hatten und die selben Dinge liebten. Und wenn er es wunderschön fand, dann würde es ihr sicherlich nicht anders ergehen.

Marie Christine errötete, als Mordaunt sagte sie wäre gewiss der schönste Musketier der jemals aus Versailles herausgeritten wäre. Doch dann, als er sagte sie würde sicherlich merken das die Kleider eines Mannes, sehr viel bequemer war, als die Kleider und geschnürten Mieder und das danach sicher nie wieder etwas anderes tragen wollte, erwiderte sie mit einem schelmischen Lächeln:“ Ach, sprecht ihr da etwa aus Erfahrung meiner lieber Mordaunt? „

Als er sich erhoben hatte und nun dicht bei ihr stand, schaute sie ihn mit einem Blick an, in dem sich sowohl Schalkhaftigkeit wie auch der Wunsch ihn, noch näher bei sich zu haben. „ Habt ihr…, „ Marie Christines Blick wanderte nun eben bewundernd über die athletische Figur ihres Leibwächters:“… etwa eine dunkle Seite an euch, die ihr bislang geschickt vor mir verborgen habt?“

Sie war sich bewusst das eine solche Anspielung etwas frech war, sicherlich gehörte Mordaunt nicht zu den Männern die gern heimlich Frauenkleider trugen, aber sie war sich sicher das er wusste, dass sie ihn nur necken wollte.

Marie Christine hatte nur scherzhaft gefragt, ob er ihr beibringen könnte wie man mit dem Degen kämpfte, doch das Angebot jede Unterrichtsstunde mit einem Kuss zu bezahlen, erschien ihr beinah verlockend genug, es doch zu probieren.

Sie erinnerte sich an den Kuss im Irrgarten von Versailles und daran das Mordaunt sein Versprechen, es nie wieder zu tun, leider gehalten hatte. Sie hoffte das er nicht bemerkte, woran sie eben gedacht hatte und versuchte schnell das Thema zu wechseln:“ Bekomme ich auch Mengenrabatt und muss euch wenn ich ein Duzend Stunden nehme, nur zehn mal küssen?“

Ungläubig schaute sie ihn an, während ihre Finger beinah ehrfürchtig über das silberne Kreuz auf dem Griff des Degens fuhren.

„ Oh nein, ich werde diesen Degen bestimmt nicht annehmen. Er ist ein Geschenk und ihr solltet es in Ehren halten. Außerdem will ich nicht wirklich lernen mit einem Degen zu kämpfen, ich ahbe nur Spaß gemacht.“
Mordaunt war bereits im Begriff, alles zu verschenken was er sich erträumt und wofür er gearbeitet hatte. Und sie hatte nichts, was sie dafür zurückgeben konnte. Ganz davon abgesehen das sie mit einem Degen nichts anzufangen wusste. Aber sie wusste, dass man ein solch wertvolles Geschenk, noch dazu von einem Mann wie Hauptmann d´Artagnan, nicht einfach hergab.

Gabriel de Tonnay-Charente

Beinah hätte er laut aufgelacht, als der König sagte das doch auch Marie Christine sein Fleisch und Blut sei.
Er wusste nicht, was er Diane mehr verübelte, die Tatsache das sie mit einem anderen Mann herum gehurt hatte, oder die das sie wirklich geglaubt hatte, sie könnte ihn zum Narren halten.

Drei Monate lang, war sie damals fort gewesen und knapp sieben Monate nach ihrer Rückkehr hatte sie Marie Christine geboren. Sicher auch Francoise war etwas früher als geplant geboren, doch bei ihr hatte es sich um nicht einmal einen Monat gehandelt. Knapp drei, waren jedoch etwas das ein Kind wohl nicht überlebt hätte . Ganz zu schweigen von dem rosigen und gesunden Aussehen des Kindes.

Bereitwillig hatte er Dianes kleinen Bastard sieben Jahre lang geduldet und ihr ihm sogar an besonderen Tagen Geschenke gemacht, wenn auch nicht so großartige und prächtige wie Francoise. Auch ihre alten Kleider hatte sie bekommen, weil der Herzog nicht bereit gewesen war für den Bastard eines anderen auch noch einen Schneider zu unterhalten.

Es hatte ihn nicht gestört, dass Marie Christine nachdem sie mit sieben Jahren in das Kloster St. Marys gekommen war, nie wieder zu Hause gewesen war. Er selbst hatte sie nur ab und an gesehen, wenn er Francoise die er regelmäßig besucht hatte, weil auch sie eine Zeit lang in der Obhut der Ordensfrauen aufgewachsen war. Doch an Festtagen hatte er sie nie abholen lassen, weil die Äbtissin immer irgendetwas gefunden hatte, was sie Marie Christine hatte in die Schuhe schieben können, damit diese dann zur Strafe im Kloster zurück bleiben musste, während alle anderen Zöglinge in die Ferien nach Hause durften.

Gabriel sah das der König noch immer auf eine Antwort wartete und sagte daher:“ Aber ihr werdet diesen Brauch doch gewiss kennen Majestät. Der Erstgeborene bekommt die Krone, der zweite Sohn zieht in den Krieg um für sein Vaterland zu sterben. So mit hat Marie Christine noch großes Glück, das sie nicht als Mann zur Welt kam.“
Nur schwer gelang es dem Herzog nicht aufzubrausen, wie es seine Natur war. Sicher Louis war König, doch mit wem er seine Tochter vermählte, ging ihn nichts an. Immerhin hatte er selbst erst gestern seine ältere Tochter zum Altar geführt, damit sie Louis rechtmäßige Gemahlin wurde. Und die Vermählung mit Juan war für Marie Christine genau das richtige. Es war besser für sie, wenn sie gleich wusste das es einer Frau nicht zustand das Ehegelöbnis zu brechen und dann auch noch mit einem Bastard unter dem Herzen zurück zu kommen.

Juan wusste wie man mit solchen Weibsbildern umging, weitaus besser als er es wohl gekonnt hatte. Marie Christine würde es nicht wagen einen anderen Mann auch nur anzusehen, geschweige denn ihn auch noch in ihr Bett zu lassen, so wie ihre Mutter es gewagt hatte.

Plötzlich musste Gabriel prusten, als er sich vorstellte wie schockiert wohl der König und auch Diane wären, wenn sie wüssten das Juan die Hand Marie Christines beim Glücksspiel gewonnen hatte. Der Herzog hatte eine Leidenschaft für diese Spielereien und meist war ihm Fortuna auch mehr als Hold. Doch an diesem Tage hatte er absichtlich verloren, denn ansonsten hätte Juan keine Chance gegen ihn gehabt. Der Spanier war zwar nicht besonders gut im Glücksspiel, doch er konnte es einfach nicht lassen. Haus und Hof hatte er bereits verloren und lebte nun in einer kleinen Pension in denen sich sonst die Dirnen mit ihren Freiern zurück zogen, doch da Juan und auch der Herzog für diese Damen viel übrig hatte, störte es beide nicht.

Der Einsatz an diesem Tag waren die Pferde der beiden Männer gewesen, doch von Anfang an hatte Gabriel etwas völlig anderes im Sinn gehabt und sein Plan war perfekt aufgegangen.

Nachdem Juan zum allgemeinen Erstaunen, den Herzog besiegt hatte, hatte dieser gejammert und gewehklagt, wie kostbar das Pferd wäre. Und dann hatte er dem Spanier im Tausch gegen das Pferd die Hand seiner jüngsten Tochter angeboten. Zunächst wollte Juan nicht, er war froh darüber diese ständig weinende und schüchterne Beatrice unter die Erde gebracht zu haben und er wolle nun seine neugewonnene Freiheit genießen, doch nachdem Gabriel noch ein paar Grundbesitze und eine Villa drauf gelegt hatte, die Marie Christine als Bastard zwar nicht zustand, die er aber dennoch bereitwillig hergab um sowohl Diane wie auch ihre Missgeburt für die Schmach die er hinnehmen musste zu betrafen , hatte Juan schließlich zugestimmt dem Herzog seinen guten Araberhengst zu lassen und sich statt dessen mit Marie Christine zu vermählen.

Als er den Blick des Königs sah, hustete der Herzog theatralisch und entschuldigte sich bei Louis:“ Verzeiht, Majestät. Ich hatte mir im letzten Winter eine schwere Bronchitis zugezogen, die noch immer nicht ganz ausgeheilt ist. „ Und mit einem Blick auf Juan sagte er mit einem Achselzucken:“ Gerüchte Majestät, nichts als böse Gerüchte. Beatrice Gott hab sie selig, war krank. Es war zu erwarten, dass dies bedauernswerte Geschöpf eines Tages tragisch enden würde. Doch es hat uns alle, zutiefst getroffen, dass die Liebe ihres Mannes sich nicht einmal davon abhalten konnte sich aus dem Fenster zu stürzen. Und ihr kennt Marie Christine, sie ist ein Engel. Und wer könnte wohl besser die Tränen eines Trauernden trocknen, als ein Engel?“

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15. Dez 2011, 11:53
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