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 Rpg: Die drei Musketiere 
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

Bisher hatte der junge Leibwächter ausser Küssen noch nicht viele Erfahrungen mit Frauen gesammelt, da keine der Frauen, die er bisher kennengelernt hatte, in ihm solche tiefen Gefühle ausgelöst hatte, wie jetzt Marie Christine. Deswegen machte ihn ihre Frage schon ein wenig verlegen. Viele der Frauen, für die er als Leibwächter eingeteilt worden war, hatten ihn verführen wollen, doch er hatte sich ihnen gegenüber immer abweisend verhalten, denn er fand, dass man sich besser kennenlernen musste, um miteinander intimer zu werden.
"Ja, ich finde es auch nicht schön"; meinte Mordaunt, und viele Kinder wachsen damit auf, und kennen es gar nicht anders, halten es in ihren Ehen später genauso, weil sie denken, dass es normal wäre. Was den König betrifft, auch seine Eltern hatten getrennte Schlafgemächer, wie übrigens bisher jeder König von Frankreich, doch er scheint das anders zu machen, und mit Eurer Schwester ein Gemach teilen zu wollen. Vielleicht werden dank dieser Tatsache bald wieder gemeinsame Schlafzimmer Mode, und womöglich wird König Louis dann auch etwas gegen arrangierte Ehen unternehmen, denn in einer arrangierten Ehe kann niemand glücklich werden."
Als sie ihm dann die Geschichte von der schnarchenden Schwester Benita erzählte, musste er herzhaft lachen, weil das einfach zu lustig war.
"Das stelle ich mir lustig vor....eine junge Nonne, die aus dem Schlafraum läuft und glaubt, es sei eine Wildsau hinter ihr her..das gab bestimmt einigen Aufruhr im Kloster..."
Nun erzählte auch er ihr eine Geschichte.
"Es kam in der Tat schon einmal vor, dass ein junger Musketieranwärter in ein Kloster einbrach, das Kloster zur heiligen Margarethe in Paris , aber da kreischte keine der Nonnen, vier besonders lüsterne nahmen ihn in ihre Bette..und neun Monate später kamen vier Kinder in dem Kloster zur Welt...die Äbtissin tobte, und wir Anwärter mussten alle bei den Nonnen antreten, damit sie den nächtlichen Besucher identifizierten..der wurde erkannt und entlassen. Seitdem ist es uns Musketieren untersagt, uns Nonnen zu nähern...", meinte er und zwinkerte ihr schelmisch lächelnd zu, "es sei denn, man ist einer Nonne oder Novizin als Leibwächter eingeteilt."
"Ach was, Ihr könntet niemals wie diese albernen Versailler Gänse werden"; meinte er lächelnd und tanzte mit ihr weiter, als ein drittes Lied begann.
Als sie ihm dann traurig sagte, dass ihre Mutter wohl erst frei sein sollte, wenn sie oder ihr Mann starb, schüttelte er den Kopf und schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln.
"Nein, das stimmt so nicht..Eure Mutter könnte in ein Kloster gehen, und Euer Vater hätte nicht das Recht, sie aufzuhalten, denn jeder Ehefrau steht dieses REcht zu, wenn sie sich berufen fühlt. Und falls Ihr jemals heiraten dürftet, könnte sie Euch besuchen, und diesen Besuch so lange ausdehnen wie sie möchte...Euer Vater hätte nicht das Recht, sie davon abzuhalten."
Er hoffte, ihr damit wieder ein wenig Mut machen, sie aufmuntern zu können.
"Ihr werdet bestimmt morgen früh Gelegenheit haben, Ihr könntet ja zu Eurer Mutter gehen, sobald die Jagdgesellschaft aufgebrochen ist...denn eine Jagd wird sich ein Mann wie euer Vater bestimmt nicht entgehen lassen, bestimmt möchte er den Triumph genießen, an der Seite seines königlichen SChwiegersohnes zu reiten. Er wird dann bis zum späten Nachmittag fort sein..."

Louis

"Kein Problem, auf mich wird dein Vater hören müssen, weil ich der König bin, und notfalls mache ich ihm die Sache schmackhaft, indem ich ihm ein paar Privilegien erteile, dann wird er diesen Juan nicht mehr als Mann für deine Schwester in Betracht ziehen."
Er blickte missbilligend zu Juan, der durch den Spiegelsaal schritt, sich an dem reichaltigen Buffett großzügig bediente und begierig die prachtvolle Ausstattung des Saales betrachtete.
"Ich möchte natürlich mehr als ein Kind von dir, Mon Coueur, am liebsten mindestens fünf oder sechs..aber mir wäre es am liebsten, wenn es nicht mehr als zwei Söhne wären, denn für den zweiten möchte ich England einnehmen, er könnte also dort König werden, sobald ich das Land erobert habe. Aber für einen dritten Sohn hätten wir nichts mehr..und so etwas kann böse enden..in der Geschichte kam es immer wieder zu Bruderkriegen. Ich fände es schön, wenn wir erst zwei Söhne, und dann noch zwei oder drei Töchter bekommen würden. Einem Machtkampf vorbeugen könnte ich nicht, das würde schwierig werden, weil wir Capets alle den Hunger nach Macht im Blut haben, und für keinen der Söhne wäre es schön, wenn der ältere Bruder König, und er nur ein Prinz wäre. Also muss ich wohl für jeden meiner Söhne ein eigenes Reich erobern...das heilige römische Reich deutscher Nation, Italien, diese Länder könnte ich auch noch erobern, dann könnten wir mehr als zwei Söhne bekommen."
Sie würde bestimmt verständnis haben, dass keiner seiner Söhne weniger als ein König sein konnte, wenn es nicht zum Krieg kommen sollte.

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7. Dez 2011, 16:23
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine

„ Dann wollen wir hoffen, das diese Mode bald Versailles und den Rest der Welt einholen wird. Ich finde den Gedanken daran aus der Zeugung von Kindern, so etwas wie einen Friseurtermin zu machen. Und gegen diese Ehen die nur aus politischen oder finanziellen Interesse geschlossen werden, sollte auch dringend etwas getan werden. Mich würde wirklich interessieren, wer dazu die Idee hatte. Oder glaubt ihr, die Menschen haben schon früher geheiratet, um politische Bande zu stärken. Oder doch eher aus Liebe?“
Marie Christine gefiel es, gemeinsam mit ihm zu lachen und einander lustige Geschichten zu erzählen. „ Ja, es gab eine Menge Aufruhr und die arme Novizin hat sich noch einen langen Vortrag über das Gemeinschaftsleben in einem Kloster anhören dürfen. „
Über das was Mordaunt ihr nun erzählte, errötete die junge Frau bis in die Haarspitzen. Ungläubig fragte sie:“ Die Nonnen haben ihn wirklich in ihr Bett gelassen und dann… und dann…“ Marie Christine wagte nicht das auszusprechen, was sie dachte. Aber sie war sich sicher das Mordaunt sie auch so verstehen würde.
„Was wurde denn aus den armen Kindern? Hat man sie in ein Waisenhaus gebracht? Ich meine, dieser Musketier wird ja nicht alle vier geheiratet haben können.“
Dann lächelte sie wieder:“ Nun ich will ja hoffen, dass ich mich nicht vor euch in Acht nehmen muss. Immerhin bin ich ja auch eine Novizin und ihr ein Anwärter bei den Musketieren.“
Eigentlich war es ein bisschen schade, dass er nie wieder versucht hatte, sie zu küssen, so wie an dem Nachmittag in dem sie gemeinsam den Irrgarten im Schlosshof erkundet haben. Aber sie würde sich lieber die Zunge abbeißen, als noch einmal darüber ein Wort zu verlieren. Das was sie fühlte, all diese widersprüchlichen Gefühle und Ängste, beschäftigten sie schon genug.
Ab und an lag sie sogar wach und musste an ihren hübschen jungen Leibwächter denken. Und immer wieder fiel ihr dann dieser Kuss an. Sanft und leicht war er gewesen und ganz sicher, würde sie ihn in ihrem ganzen Leben nicht wieder vergessen.
Marie Christine war nun so in ihren Erinnerungen vertieft, dass sie nicht einmal mitbekam, wie die Musiker erneut kurz pausierten, um ein neues Lied anzustimmen. Sie tanzte einfach weiter, mit einem verträumten Lächeln auf den Lippen.
Als sie begannen über die unglückliche Ehe ihrer Mutter zu sprechen, wurde die junge Frau wieder ernst. „Aber warum nur, bleibt sie dann bei ihm wenn sie das Recht hätte einfach zu gehen? Habt ihr dafür eine logische Erklärung?“
Wenn sich morgen für sie wirklich die Gelegenheit ergab und ihr Vater mit seinem unheimlichen Begleiter gemeinsam mit dem König auf die Jagd gehen würde, dann musste sie unbedingt das Gespräch mit ihrer Mutter in diese Richtung lenken. Sie brannte nun darauf zu erfahren, warum ihre Mutter lieber unglücklich blieb, als Schutz hinter den Klostermauern zu suchen.

Francoise

„ Klingt, als hättest du dir schon ein paar sehr ernste Gedanken dazu gemacht, wie du meinen Vater umstimmen kannst.“ Francoise warf einen besorgten Blick auf diesen Juan und fragte:“ Denkst du wirklich das von ihm eine so große Gefahr ausgeht? Immerhin ist er ein Niemand. Sicherlich wird er einen Titel und Reichtum besitzen, aber denkst du wirklich er würde es wagen wenn er mit meiner Schwester einen Sohn hat, den zukünftigen König anzugreifen?“
Francoise kannte die Geschichte als Louis zusammen mit seiner Mutter und Kardinal Marzarin mitten in der Nacht fliehen musste. Sie verstand also seine Ängste und seine Sorgen, doch sie wollte auch das er sich nicht unnötig ängstigte.
Freudig legte Francoise ihre Hände auf ihren Bauch als Louis davon sprach, dass er noch viele Kinder mit ihr haben wollte. Das er jedoch vor hatte für einen seiner Söhne England zu erobern, war der Dunkelhaarigen neu:“ Du willst England erobern? Ich würde vor Angst und Sorge um dich sterben, wenn du in den Krieg ziehst.“ Antwortete Francoise erschrocken und sie meinte es auch so wie sie es sagte.
Sicher klangen seine Pläne großartig und es rührte sie was er alles für ihre gemeinsamen Kinder plante, doch das war alles mit Tod und Krieg verbunden und sie wollte ganz sicher nicht schon bald Witwe werden.

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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

(unbekannter Verfasser)


7. Dez 2011, 17:01
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine

"Ich fürchte, dass es politische Ehen schon fast so lange gibt wie die Menschheit, schon bei den alten Ägyptern und den Römern wurde das praktiziert"; erzählte er ihr, "und bei den Ägyptern war es sogar besonders grausam, da wurden immer in einem Herrscherhaus Bruder und Schwester miteinander verheiratet, weil man damals glaubte, dass deren Kinder so doppelt königlich seien..und wenn die beiden dann Junge und Mädchen bekamen, dann verheiratete man diese wieder miteinander, und so weiter. Es gab einst eine Prinzessin namens Cleopatra, die sollte mit ihrem Bruder verheiratet werden, verliebte sich dann aber in einen jungen Römer namens Julius Cäser und ermordete ihren Bruder und ihre Schwester, um mit diesem Cesar zusammensein zu können. Nein, solche politischen Ehen gehen selten gut."
Als sie dann noch einmal nach dem Musketier und den vier Nonnen fragte, erzählte er ihr, was damals vorgegangen war.
"Drei Kinder kamen in Klöster, wo sie aufgezogen werden, und Gaston musste eine der Frauen heiraten...so unglaublich und entsetzlich es auch sein mag, man ließ ihn sich eine von ihnen auswählen...ich finde das ja ungeheuerlich..Frauen sind doch keine WAre, über die man beliebig verfügen kann. Ob das eine glückliche Ehe wird, wage ich zu bezweifeln."
Sie unterhielten sich noch eine Weile und tanzten, und als von ihren Eltern nichts mehr zu sehen war, und sie sich in Sicherheit wiegen konnte, geleitete er sie zu ihrem Gemacht und wünschte ihr eine gute Nacht, wie immer wachte er vor ihrer Tür.

AM NÄCHSTEN MORGEN

Louis hatte mit Francoise eine wunderbare Nacht verbracht, und war sehr glücklich und zufrieden, als er an diesem Morgen aufwachte. Sie lagen in dem neuen Bett, das er ihr zur Hochzeit geschenkt hatte, es bestand durch und durch aus Gold, und war mit Diamanten besetzt, und am Kopfende befand sich eine riesige Sonne aus Gold, am Fußende eine zwei aus Gold gefertigte, fast lebensgroße Statuen von ihm und Francoise, das war sein GEschenk für sie gewesen, und sie hatte sich sehr gefreut.
Sie schlief noch, also küsste er sie zärtlich wach.
"Das hier ist unser Bett, und hier werden wir jetzt jeden morgen seite an Seite aufwachen..."; meinte er lächelnd und knabberte zärtlich an ihrem Ohrläppchen, nun, wie habt IHr geschlafen Mon Coeur?"
Geschlafen hatten sie freilich in dieser Nacht nicht sehr viel..das neue Bett wollte ja eingeweiht werden. Er fand, dass dieses goldene Bett ihrer beider Macht perfekt symbolisierte.
"Ich muss jetzt aufstehen und zur Jagd reiten, dein Vater kommt übriges auch mit. Möchtest du uns begleiten?"; fragte er sie, "gleich nach dem Frühstück geht es los."

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8. Dez 2011, 00:25
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Wohlig seufzend, räkelte sich Francoise als Louis sie zärtlich wachküsste. Noch mit geschlossenen Augen lächelte sie und antwortete:“ Nun viel habe ich nicht geschlafen, aber die Zeit die ich doch dazu genutzt habe, war ausgesprochen erholsam. „

Francoise drehte sich auf die Seite, um ihren Gemahl anzusehen und fuhr noch immer lächelnd, mit ihren Fingern durch sein dunkles Haar:“ Dieses Bett ist wirklich wunderbar, ich habe so etwas noch nie gesehen. Es muss ein Vermögen gekostet haben, allein diese zauberhaften Figuren . „ Die junge Frau neigte sich ein wenig vor und küsste glücklich die Nasenspitze des Königs, ehe sie mit einem vielsagenden Blick, hinzufügte:“ Und man kann nicht nur prächtig darin schlafen.“

Francoise zog einen Schmollmund als Louis sich erhob und sagte, er müsse sich nun fertig machen, weil er zur Jagd verabredet war. „ Der Zeitpunkt den du dafür gewählt hast, ist aber mehr als ungünstig. Ich hätte gern noch ein wenig Zeit hier in diesem Bett mit dir verbracht. „

Nachdenklich beobachtete sie nun ihren Gemahl und schaute ihm zu wie er sich wusch und dann zu der Klingel griff ,um nach den Adligen zu läuten die am heutigen Morgen dazu auserkoren waren, ihm beim ankleiden zu helfen.

Seufzend schlug sie die Decke zurück, wusch sich und ließ sich nun ebenfalls beim ankleiden helfen. Während sie nebeneinander standen und mehr oder weniger an sich herumhantieren ließen, warf Francoise einen Blick hinüber zum König und antwortete:“ Wenn ihr bedenkt, dass ich zurück bleiben muss, wenn es allzu rasant wird, dann werde ich euch gern begleiten. Es ist eine gute Möglichkeit dem jungen Mann auf den Zahn zu fühlen, den mein Vater mitgebracht hat. Und nach unserer Rückkehr werde ich mir Marie Christine zur Brust nehmen und versuchen heraus zu finden, was zwischen ihr und diesem Mordaunt läuft. „

Nach einem guten Frühstück, machten sie sich auf den Weg zu den Stallungen. Ihr Vater, dieser Juan und die anderen Männer die die Jagdgesellschaft begleiten würden, warteten bereits.

„ Francoise, du wisst uns doch nicht etwa begleiten? Jagen ist Männersache, außerdem solltest du auch deinen Zustand berücksichtigen.“ Warf ihr Vater ein.

„ Nun, ich habe nicht vor zu jagen, ich möchte lediglich meinen Ehemann begleiten, wenn es rasant wird, werde ich mit ein paar Männern zurück bleiben.“

„Wäre es nicht besser, ihr würdet in euren Gemächern mit euren Zofen plaudern, vielleicht ein wenig sticken und auf die Rückkehr eures Mannes warten?“

Diese in ihren Ohren unverschämte Frage, kam von Juan. Francoise taxierte ihn aus ihren blauen Augen, ehe sie antwortete:“ Haltet euch zurück. Ich bin bald Königin, ihr seit mein Untertan und habt mich nicht ungefragt anzusprechen. Es ist Leuten schon für weniger, die Zunge herausgeschnitten worden.“
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Dann warf sie einen Blick hinüber zu Louis der seinen Platz neben ihr eingenommen hatte und fragte:“ Bist du soweit?“
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Diane
Die ganze Nacht hatte Diane Tonnay-Charente wachgelegen und daran gedacht, wie sie die Hochzeit zwischen ihrer jüngsten Tochter Marie Christine und diesem Juan verhindern sollte.

Sie hatte Beatrice seine erste Gemahlin gekannt und von ihr hatte sie im Laufe der Jahre soviel erfahren, dass sie ihre Tochter lieber mit eigenen Händen erwürgen, als sie ihm zur Frau geben würde.

Nachdem die Männer und wie sie von ihrem Fenster aus überraschend festgestellt hatte, auch ihre älteste Tochter Francoise sich auf den Weg zur Jagd gemacht hatten, läutete Diana nach einem Boten und bat ihn, den jungen Mann der gestern nicht von Marie Christines Seite gewichen war, zu ihr zu schicken.

Dann setzte sie sich an den langen Tisch und wartete auf Mordaunt.
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Marie Christine

Im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer Schwester, hatte Marie Christine geschlafen wie ein Baby. Sie hatte wirres Zeug geträumt, immer wieder hatte sie in ihren Träumen den Mann gesehen, der gestern in Begleitung ihres Vaters gekommen war.

Als sie erwachte, erinnerte sie sich an die Tänze mit Mordaunt und an die Gespräche die sie geführt hatten. Bestimmt saß der arme Kerl jetzt wieder mit dem Stuhl vor ihrer Türe, damit niemand rein oder raus kam, ohne das er es bemerkte.

Marie Christine krabbelte aus ihrem Bett und wusch sich. Sie war froh das sie dies selbst tun durfte und nicht einen ganzen Hofstaat um sich hatte, der begierig war daran teilzunehmen und zuzusehen. Für sie wäre es unerträglich, so offiziell leben zu müssen.

Wie immer seit er sie beschützte, kam Mordaunt, nachdem er sich kurz hatte ablösen lassen um sich zu waschen und umzuziehen, gegen neun Uhr in ihr Zimmer, wo sie dann gemeinsam ihr Frühstück einnahmen.
Als ihr Leibwächter eintrat, lächelte sie ihn an. Sie trug ein einfaches Kleid, eines der Kleider die Francoise nicht standesgemäß fand, aber sie musste sie schließlich auch nicht tragen. Ihr Haar trug sie heute komplett offen, etwas was sie noch nie zuvor vor Mordaunt getan hatte.

„ Ich hoffe ihr entschuldigt mein Aussehen, aber ich wollte gleich ein Bad nehmen und ich muss gestehen, ich war einfach zu faul mich vorher zu frisieren.“
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Anders als die meisten bei Hofe, mochte die junge Frau es nicht besonders bedient zu werden. Daher war sie auch ganz allein mit ihrem Gegenüber, was sie grade bei ihren Gesprächen sehr zu schätzen wusste.

Sie schenkte Mordaunt und sich Tee ein und kam dann noch einmal auf das Gespräch vom gestrigen Abend zurück. „ Habt ihr noch einmal etwas von diesem Gaston und seiner unfreiwilligen Ehefrau gehört? Ich weiß nicht, wer mir mehr leid tun soll. Das Kind das in dieser ungeliebten Ehe seiner Eltern auswächst, oder die Kinder die in einem Waisenhaus aufwachsen müssen.“

Wie immer wenn sie zusammen waren, gab es reichlich Gesprächsstoff. Es wurde geredet, gelacht und manchmal auch diskutiert. Doch etwas, war heute anders. Kurz nachdem die Jagdgesellschaft aufgebrochen war, was auch den beiden jungen Menschen nicht entgangen war, kam ein Bote zu ihnen und bat Mordaunt zu Madame Tonnay-Charente zu kommen.

Erstaunt schaute Marie Christine den jungen Leibwächter an:“ Warum verlangt meine Mutter nach euch und nicht nach mir? Habt ihr eine Ahnung, was sie von euch will?“

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(unbekannter Verfasser)


8. Dez 2011, 10:43
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Louis

Als sie mit den Fingern durch sein dunkles Haar fuhr, schmiegte er sich zufrieden lächelnd an sie.
"Es freut mich, dass es dir gefällt Mon Coeur. Und ich denke, wir werden hier nicht nur schlafen, sondern hier auch noch viele schöne Stunden erleben. Für dich ist mir das Beste gerade gut genug."
Er erhob sich ein wenig und deutete auf eine kleine, goldene Wiege, die versteckt in einer Ecke des Raumes stand. Auch an dieser Wiege hatte er eine goldene Sonne anbringen lassen.
"Ich finde, auch unser Sohn sollte ein prachtvolles Bett haben, ich habe sogar schon seinen Namen in die Sonne eingravieren lassen "Dauphin Louis Francois".
Er hoffte, dass ihr auch diese Überraschung gefallen würde.
Ein letztes Mal küsste er sie zärtlich.
"Glaub mir, ich wäre auch viel lieber bei dir hier im Bett geblieben, ich habe auf diese Jagd gar keine Lust. Aber wenn ich nicht erscheinen würde, würden alle sich über mich lustig machen, und meinen, sie könntne mir auf der Nase hermtanzen. In England gab es einmal einen König, der hat ganze Wochen mit seiner frisch Angetrauten im Bett verbracht..und danach nahmen seine Adeligen ihn nicht mehr ernst und erhoben sich gegen ihn..du hast bestimmt schon von King John und der Magna Charta gehört. Einen König, der zu viel Zeit mit seiner Liebsten verbringt, würden sie nicht ernst nehmen und gegen ihn konspirieren...aber ich verspreche dir, dass die Abende und Nächte ganz dir alleine gehören werden...und bald gehen wir ja auch auf unsere längere Hochzeitsreise...die Regierungsgeschäfte werden bei meinem Vater Mazarin in besten Händen sein, und so haben wir viel Zeit mit uns....Venedig, Rom, Sizilien..wir werden uns alles anschauen...und keiner wird wissen, dass wir das Königspaar sind, weil wir zwar prunkvoll, aber als normale Adelige reisen. Wie gefällt dir das? Nur du und ich...viel Prunk und Glanz, aber keinerlei Verpflichtungen...wir würden eine wirklich schöne Zeit haben.."
Louis vertraute seinem Ziehvater Mazarin bedingungslos, und war sich sicher, dass er die Regierungsgeschäfte von Frankreich ganz in seinem Sinne führen würde.
Er war wirklich froh, dass sie ihn auf die Jagd begleiten wollte, denn er hätte am liebsten jede Minute des Tages mit ihr verbracht.
"Natürlich, zum Schutz des Kindes musst du langsamer reiten, ich werde selbst auch langsamer machen, auch wenn ich der König bin, so überlasse ich das jagen heute lieber den jungen Spunden, die sich bei mir einschmeicheln wollen. Und ich bin sicher, dass zwischen ihr und diesem Mordaunt irgendetwas läuft, denn die beiden sehen irgendwie verliebt aus. Ich muss sagen, dass ich das sehr amüsant finde, denn ich hatte immer geglaubt, der junge Musketier wäre homosexuell. Wie gut, dass ich nie darauf gewettet habe.."
Dann machten sie sich für die Jagd fertig, und als sie im Hof eintrafen, machte Francoises Vater gleich eine dumme Bemerkung, dass sie doch besser hierbleiben solle, weil Jagen doch Männersache sei, und dieser Juan stimmte ihm auch noch zu und sagte, dass sie als Frau lieber in ihrer Kammer sitzen und sticken solle.
"Eure Tochter ist eine gute Reiterin, Ihr und dem Kind wird nichts passieren. Hier in Versailles ist es üblich, dass die Königin den König auf der Jagd begleitet, die Jagd ist schon lange keine Männersache mehr. Bei Euch mag das noch so sein, Graf, aber wir haben hier ganz andere Sitten."
mit diesen Worten deutete er auf eine Gruppe von Hofdamen, unter ihnen auch seine Cousine MArie Anne,die ebenfalls mit auf die Jagd ritten und deren Pferde gerade gesattelt wurden.
Dann wandte er sich an Juan.
"Ich dulde es nicht, dass Ihr meine Königin dermaßen beleidigt. Ich verlange von Euch eine Entschuldigung, und ausserdem möchte ich nicht, dass Ihr uns heute auf dieser Jagd begleitet. Ausserdem möchte ich, dass Ihr heute mit den Damen, die hierbleiben, Euch im Sticken übt, damit Ihr seht, wie vergnüglich und unterhaltsamdiese Beschäftigung für Frauen ist. "
Er wollte Juan damit in die Schranken für seine unverschämten Worte Francoise gegenüber weisen.
Juan entschuldigte sich zähneknirschend und verneigte sich dann demütig vor dem König, mit dem er es sich nicht verderben wollte, doch sein zorniger Blick sprach Bände, als er sich zurückzog.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/contentblob/1443146/imageFile/5113312

Mordaunt

Er wunderte sich, dass sie sich für ihr Aussehen entschuldigte, denn er fand, dass sie wie immer wunderschön aussah.
"Also mir gefallt Ihr so sehr gut, ich find es schön, wenn Ihr nicht so übertrieben zurechtgestutzt herumlauft wie diese Hofgänse hier in Versailles."
Er hatte eine sehr unbequeme Nacht vor ihrer Tür verbracht, doch wie immer entschädigte ihn ihr Anblick dafür, und ausserdem war er das ja als Musketier gewöhnt.
Dann setzten sie sich zusammen hin, und Marie Christine schenkte ihnen beiden Tee ein. Mordaunt war froh darüber, nach der langen Nacht im kalten, zugigen Gang war der Tee eine wahre Wohltat.
Dann fragte sie ihn, was aus diesem Gaston und seiner Ehefrau geworden war.
"Nun, die beiden waren nicht gerade vom Glück gesegnet..das Kind starb schon wenige Monate nach der Geburt, als sie zum zweiten Mal schwanger war. Nach der Geburt des zweiten Kindes führen sie ein Leben aneinander vorbei, er geht häufig ins Hurenhaus, sie richtet sich mehr schlecht als Recht auf ein Hausfrauendasein an, und widmet sich ganz und gar ihrem kleinen Sohn. Meiner Meinung nach kann das nur irgendwann böse enden..."
Sie unterhielten sich lange und wie immer genoss er es sehr, mit ihr zu reden und mit ihr herumzualbern. Doch dann, als die Jagdgesellschaft aufgebrochen war, kam plötzlich ein Bote und bat ihn, umgehend zu Madame Tonnay-Charente zu kommen.
Als Marie Christine ihn fragte, was seine Mutter wohl von ihm wollen könnte, blickte er sie traurig an und seufzte leise.
"Vermutlich hat sie uns beide gestern beim Tanzen gesehen, und will mir nun sagen, dass ich mich Euch auf keinen Fall nähern darf, es kann Ihr nicht entgangen sein dass wir beide uns gut verstanden haben...und ich bin bestimmt nicht ihr Traum von einem Schwiegersohn."
Dennoch, er durfte sich um dieses Gespräch nicht drücken, auch wenn er es gerne getan hätte.
"Ich gehe besser gleich zu Eurer Mutter, dann habe ich es hinter mir. Ich bin schon etwas nervös...frage mich, was sie wohl von mir halten wird. Nach dem Gespräch komme ich gleich wieder zu Euch."
Dann machte er sich auf den Weg zu Madame de Tonnay Charentes Gemächern, um zu hören was sie von ihm wollte.
Er klopfte an, und als von drinnen ein "Herein" ertönte, öffnete er die Tür und sah sie Marie Christines Mutter gegenüber. Sie sah ihrer Tochter sehr ähnlich, wenn man von den kleinen kummerfalten in ihrem Gesicht absah, sie schien es in ihrer Ehe wirklich nicht leicht zu haben.
Er verbeute sich kurz und meinte dann höflich.
"Ihr habt mich rufen lassen, Madame?"
Angespannt wartete er ab, was sie von ihm wollen könnte.

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8. Dez 2011, 17:00
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Francoise

Gebieterisch blickte Francosie auf den jungen Mann herab, nachdem Louis nun von ihm verlangte, er solle sich entschuldigen. Ihren Gemahl hingegen, schenkte Francoise ein Lächeln. Nachdem der König dann auch noch von Juan verlangte, dieser solle zurück bleiben um mit den Damen zu sticken, konnte sie nicht an sich halten und musste herzhaft lachen, sagte allerdings nichts weiter dazu.
Dafür protestierte nun ihr Vater und bat Louis mit demütiger Haltung, um Vergebung und das der junge Mann die Jagdgesellschaft begleiten dürfte. Der Herzog wusste, dass Juan außer sich sein würde, wenn man ihn tatsächlich verwehren würde, die Gesellschaft zu begleiten und er wollte es sich mit seinem zukünftigen Schwiegersohn nicht verspassen.
Sollte Louis ihm nun tatsächlich verwehren mitzukommen, so würde auch er zurück bleiben.

Marie Christine

„Was hat ein Mann davon, wenn er ein Hurenhaus besucht, Mordaunt?“ fragte Marie Christine, nachdem ihr gutaussehender Leibwächter ihr geschildert hatte, wie unglücklich die Ehe dieses Musketiers war, der in einer Nacht vier Nonnen geschwängert hatte.
Sie machte sich keine großartigen Gedanken darüber, dass es ihrem Gegenüber möglicherweise peinlich sein könnte, eine solche Frage zu beantworten. Aber Mordaunt war nun einmal der einzige Mann, dem sie sich traute, eine solche Frage zu stellen.
Nachdem der Bote das Zimmer betreten und dem Musketier ausgerichtet hatte, dass Madame de Tonnay Charentes ihn zu sprechen wünschte, stellte die junge blonde Frau ihre Teetasse ab .
„Vielleicht wäre es besser, wenn ich euch begleite. „ warf sie ein. Sie hoffte doch sehr, dass Mordaunt sich irrte und sie ihnen nicht dem Umgang miteinander verbieten wollte.
Als Mordaunt sich von seinem Platz erhoben hatte und zur Tür ging, folgte Marie Christine ihm und stellte sich dem jungen Mann in den Weg:“ Versprecht ihr mir zu mir zurück zu kommen, auch dann wenn meine Mutter es nicht möchte? Ich werde dann noch einmal mit ihr sprechen und ihr erklären, dass ich so lange ich in Versailles bin, unbedingt euren Schutz benötige.“
Nun war sie allein, saß an dem gedeckten Tisch und blickte in das kleine flackernde Flämmchen der Kerze. Ihre Gedanken kreisten darum, was ihre Mutter wohl von ihrem Leibwächter wollen könnte. Wenn sie ihr wirklich den Umgang verbieten wollte, dann würde sie noch heute abreisen und zurück nach St. Marys gehen. Mordaunt war hier ihr einziger Freund, der einzige Mensch der sie wirklich verstand.
Wenn er nicht mehr bei ihr sein durfte, dann gab es hier nichts mehr, was sie hier halten würde.

Diane de Tonnay Charentes

Sie blickte auf, als der junge dunkelhaarige Musketier eintrat , sich vor ihr verneigte und nun darauf wartete, das sie ihm sagte was ihr auf der Seele lag.
Erst war Dianes Blick, denn noch wusste sie nicht genau wen sie vor sich hatte. Sie hatte Mordaunt gestern Abend mit ihrer Tochter tanzen sehen und dabei das Gefühl gehabt, das sie ineinander verliebt waren und das Mordaunt ihr helfen würde, Marie Christine vor diesem Juan in Sicherheit zu bringen.
Nervös knetete sie ihre Hände, die in ihrem Schoß ruhten und schaute ihn eine Weile einfach nur an, ehe sie begann zu reden:“ Wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich nicht so recht, wie ich anfangen soll.“
Sie seufzte, schüttelte beinah unmerklich den Kopf und schenkte dem jungen Mann ein fast schon schüchternes Lächeln, ehe sie auf einen Stuhl ihr gegenüber deutete:“ Das was ich euch zu sagen habe, wird etwas länger dauern. Setzt euch, kann ich euch etwas anbieten?“
Noch einmal räusperte sie sich ehe sie fragte:“ Es wird euch wahrscheinlich eigenartig erscheinen, dass ich euch so direkt darauf anspreche. Ich habe euch und meine Tochter gestern beobachtet und nun frage ich mich, in welcher Beziehung sie und Marie Christine zueinander stehen. Ich will ganz offen zu euch sein, aber zunächst müsst ihr mir versprechen, dass das was wir hier miteinander besprechen, nur unter uns bleibt. Marie Christine werde ich später, wenn es sich ergeben sollte hinzu kommen lassen. Aber ansonsten, muss ich mir sicher sein das ich euch vertrauen kann und das nichts von dem was hier in diesen vier Wänden besprochen wird, nach außen dringt. Könnt ihr mir dieses Versprechen geben Monsieur de Winter?“

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12. Dez 2011, 10:16
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Ich kann auch nicht verstehen, was ein Mann davon hat, ein Hurenhaus zu besuchen"; meinte er, "ich hätte gar keine Freude daran, wenn keine Liebe im Spiel ist. Manche Männer, die nur körperliche Befriedigung suchen, werden wohl den Besuch dort herrlich finden, aber mir würde es davor grausen."
Dann kam der Brief von Marie Christines Mutter, und Mordaunt hatte große Angst, dass sie ihm verbieten könnte, mit Marie Christine Umgang zu haben, vielleicht sogar dafür sorgen würde, dass man ihr einen anderen Leibwächter zuteilte.
Als sie ihn fragte, ob sie ihn begleiten sollte, schüttelte er den Kopf.
"Vielleicht ist es besser, wenn ich alleine gehe, sonst wird sie nur noch wütender, wenn sie uns zusammen sieht. Ich verspreche Euch, dass ich danach gleich zu Euch komme. Und ich werde auf jeden Fall nach dem Gespräch gleich zu Euch kommen, auch wenn Eure Mutter das nicht möchte. Ich hoffe, dass sie mir keine allzu heftige Standpauke hält."
Mit heftig pochendem Herzen klopfte er kurz darauf an die Tür von ihrer Mutter.
Er war überrascht, als Madame Tonnay Charente ihn mit dem Satz
"Wenn ich ehrlich bin, weiss ich nicht so recht, wie ich anfangen soll"; begrüsste.
Er hatte mit einer gewaltigen Standpauke gerechnet, aber dass sie das zu ihm sagte, und ihm dann auch noch ein sehr schüchternes, freundliches Lächeln schenkte, das hätte er nicht gedacht.
Als sie dann auf einen Stuhl ihr gegenüber deutete, und ihn bat sich hinzusetzen, gehorchte er, und als sie ihn fragte, ob sie ihm etwas anbieten könnte, lehnte er höflich ab.
"Ich danke Euch, Madame, aber im Augenblick bekomme ich nichts hinunter, ich möchte einfach nur hören, was Ihr mir zu sagen habt. Eure Tochter bedeutet mir sehr viel, und ich möchte, dass es ihr gutgeht, das kann ich Euch versichern. Und ich schwöre Euch bei meinem Leben, dass niemand von mir etwas über dieses Gespräch erfahren wird, Madame."
Mittlerweile hatte er nicht mehr das Gefühl, dass Marie Christines Mutter etwas dagegen hatte, wenn sie ihre Zeit mit ihm verbrachte, und sie schien längst zu ahnen, dass er und Marie Christine einander sehr nahestanden. Und so blieb er gelassen, und wartete einfach ab, was sie ihm zu sagen hatte.

Louis folgt heute am späten Abend

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12. Dez 2011, 17:37
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Diane

Der junge Mann schien sich am Anfang zunächst recht unbehaglich zu fühlen, dass konnte man ihm ansehen. Doch es erschien ihr, dass Mordaunt immer ruhiger wurde, je nervöser sie selbst wurde.
Wie sollte sie es auch anfangen, einen Mann den sie nur flüchtig gesehen hatte, derart intime Fragen über die Beziehung zu ihm und ihrer Tochter zu erfragen?
Nachdem der junge Musketier abgelehnt hatte, etwas zu sich zu nehmen, noch dazu mit einer Aussage, die sie zum ersten Mal ein wenig schmunzeln ließ, waren die Höflichkeitsfloskeln nun hinter sich gebracht und Diane beschloss, dieses ernste Gespräch nun einfach hinter sich zu bringen.
Während Mordaunt ihre ersten Fragen beantwortete, beobachtete sie ihn ganz genau. Vor allem war es ihr wichtig, dabei immer wieder in seine Augen zu sehen, denn diese waren für sie wie für die meisten Menschen, der Spiegel der Seele.
Mordaunt hatte sehr schöne, sanft blickende braune Augen. Und er versuchte keineswegs ihren Blick auszuweichen, sondern hielt ihn die ganze Zeit über stand. Seine ersten Antworten vermittelten ihr, dass sie den richtigen Schritt gewagt hatte, weshalb sie schon ein wenig freier weitersprach:“ Gut, ich verlasse mich auf euch Monsieur de Winter. Die Angelegenheit, wegen der ich euch sprechen wollte, ist wirklich sehr ernst und sehr dringend und daher möchte ich euch bereits im Vorraus um Verzeihung bitten, wenn ich euch mit meiner Indiskretion beschäme.“ Diane blickte noch einmal kurz zur Tür, so als wolle sie ganz sicher sein, dass nicht zwischenzeitlich jemand anderes den Raum betreten hatte und fuhr dann fort:“ Wie ihr, möchte auch ich das es meiner Tochter Marie Christine , gut geht. Doch leider wird sich dies schon sehr bald ändern und ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann!“
Hilflos schaute sie ihr Gegenüber an und wusste erneut nicht, wo sie ansetzen sollte. Zunächst rang Diane um Fassung, doch dann platzte es förmlich aus ihr heraus.
„ Mein Gemahl hat einen jungen Mann mitgebracht, den ich zutiefst verabscheue. Doch all mein Bitten und Flehen, hat ihn nur zum Lachen gebracht. Dieser Juan war bereits einmal verheiratet, ich habe seine Frau Beatrice gekannt. Sie war eine liebevolle und lebenslustige junge Frau, doch er hat sie völlig zerstört. Ich kann nicht zählen wie oft ich ihre Wunden, die er ihr zugefügt hat gereinigt habe. Er hat sich einen Spaß daraus gemacht, seine Frau zu demütigen und zu quälen auf jede nur vorstellbare Weise. Dieses Scheusal hat sie sogar geschändet und zwar Nacht für Nacht. Die arme Beatrice hat gehofft, gefleht gebetet, dass es ihm irgendwann keinen Spaß mehr machen würde, doch schließlich hat er nicht nur ihren Stolz, und ihren Körper verletzt, sondern ihr auch jede Hoffnung genommen. Beatrice hat sich vor einem halben Jahr das Leben genommen. „
Aufgewühlt erhob sie sich von ihrem Stuhl und lief in dem Raum auf und ab:“ Mein Gemahl hat alles mitbekommen, und dennoch will er Marie Christine mit diesem … mit diesem… elenden Schweinepriester vermählen. Er sagt, wenn sie sich ihm unterordnen und fügen würde, dann würde es ihr besser ergehen. Sie müsse eben lernen, eine gute Ehefrau zu sein. Etwas was Beatrice in seinen Augen niemals gelernt hat. Er ist ein verdammter Narr und wenn ich könnte, dann würde ich ihn schütteln und schlagen, bis er zur Besinnung kommt. Aber was soll ich tun, ich bin ihm unterlegen. Er würde sich nur noch mehr über mich lustig machen. „
Diane hatte sich völlig in Rage geredet. Ihre Wangen glühten förmlich und sie lehnte sich nun leicht an die kleine Kommode neben dem Kamin. Erst und traurig schwor sie:“ Ich schwöre bei Gott, lieber werde ich mein eigenes Kind mit bloßen Händen erwürgen, als das ich zulasse das dieser Juan sie heiratet!“

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(unbekannter Verfasser)


12. Dez 2011, 20:15
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Oh ja, ich will dass es Eurer Tochter gutgeht, und ich würde niemals zulassen, dass ihr ein Leid geschieht, ich werde sie immer beschützen, ganz gleich was noch geschieht."
Er konnte den Gedanken, dass Marie Christine bald für den Rest ihres Lebens diesem schrecklichen Juan ausgeliefert sein würde, nicht ertragen, ihm wurde dabei ganz elend zumute.
Und dann wurden seine schlimmsten Befürchtungen tatsächlich wahr, Madame de Tonnay Charente erzählte ihm, dass ihr Mann ihre Tochter tatsächlich mit diesem grässlichen Juan vermählen wollte. Als er hörte, was dieser Juan seiner ersten Frau Beatrice angetan hatte wurde ihm ganz elend zumute. Nein, er wollte auf keinen Fall zulassen, dass Marie Christine in die Hände dieses Juan geriet. Er wusste genau, dass es ihr dann irgendwann genauso ergehen würde wie der armen Beatrice, dass auch sie ein Leben mit massiven Demütigungen und Misshandlungen nicht ertragen, und sich das Leben nehmen würde.
Er erschrak zutiefst, als Madame de Tonnay Charentes sich so in Rage redete, dass ihre Wangen glühten, und sie dann sagte, sie werde ihr Kind lieber erwürgen als zuzulassen, dass sie jemals in Juans Fänge geriet.
"Nein, so etwas dürft Ihr nicht sagen"; meinte er entsetzt, "das dürft ihr Marie Christine nicht antun. Ich verspreche Euch, dass ich nicht zulassen werde, dass Ihr Vater sie mit diesem Juan verheiratet. Was haltet Ihr davon, wenn ich sie erst einmal ins Kloster bringe, dort wäre sie vorerst in Sicherheit. Ihr könntet Eurem Gatten sagen, dass sie sich entschlossen hat das Gelübde abzulegen, gegen so einen Entschluss darf niemand widersprechen, denn eine Frau die ihr Leben Gott weihen will, muss die Möglichkeit dazu erhalten. Sie müsste das natürlich nicht tun, sie könnte noch bis zu drei Jahre dort leben ohne eine Nonne zu werden...und das würde uns Zeit geben, mehr über diesen Juan herauszufinden..wisst Ihr, mir ist aufgefallen, dass er seit drei Tagen dieselben Kleider trägt...kein Edelmann der Geld hat, tut so etwas. Und wusstet IHr eigentlich, dass der König jedem Mann, der Schulden hat, diese erlässt, wenn der Adelige nach Versailles kommt? Hier ist jeder vor seinen Gläubigern sicher...könnte es nicht sein, dass Juan es deswegen so eilig hatte nach Versailles zu kommen? Falls er hoch verschuldet ist, wie ich vermute, wird Euer Gatte Marie Christine sicherlich nicht mehr mit ihm verheiraten wollen. Ihr solltet heute noch ganz beiläufig Eurem Mann gegenüber behaupten, dass Ihr in Versailles die Höflinge habt tuscheln hören, dass Juan hohe Spielschulden habe...das wird Euren Mann für eine Weile hinhalten, denn er würde ganz sicher befürchten, dass dieser Mann das Ansehen Eurer Familie beschädigt."
Mordaunt hoffte, dass sein Vorschlag hilfreich sein würde, denn das war der einzige Einfall, den er hatte, um Marie Christine zu retten. Der Gedanke, dass sie zum Kloster zurück musste, machte ihn sehr traurig, weil er sie dann eine Weile nicht sehen würde, doch er wollte sie vor dieser drohenden Eheschließung in Sicherheit bringen. Gespannt fragte er sich, was ihre Mutter wohl dazu sagen würde.

Louis

Er ärgerte sich sehr, als sein Schwiegervater ihn demütig bat, Juan doch an der Jagd teilnehmen zu lassen. Da er jedoch wusste, dass Francoise ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater hatte, lenkte er ein.
"Nun gut, der Graf darf uns begleiten, allerdings ganz hinten in der Jagdgesellschaft..ich möchte ihn während der Jagd nicht zu Gesicht bekommen..er hat meine Frau beleidigt, und somit kein Recht, an der Seite der königlichen Familie zu reiten. Im Übrigen, Monsieur, lasst Euch gesagt sein, dass ich Monsieur Juan nicht als meinen Schwager dulden werde."
Ihm gefiel es nicht, wie gut sich Francoises Vater mit diesem Juan verstand. Er selbst hielt nicht viel von dem verschlagen wirkenden jungen Mann, dem er durchaus einen Thronraub zutraute.

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12. Dez 2011, 23:12
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Diane & Marie Christine

Als Mordaunt sagte, er würde nicht zu lassen, dass Marie Christine ein Leid geschehen würde, blickte die Frau den jungen Mann an. Ihr Gesicht war traurig, aber dennoch huschte für einen Augenblick ein Lächeln über ihr Gesicht:“ Leider wird euch aber niemand danach fragen, Monsieur de Winter. Nicht einmal die Braut wird gefragt, oder ihre Mutter.“
Ihr war gar nicht aufgefallen, wie sehr sie sich in Rage geredet hatte, bis Mordaunt völlig entsetzt auf ihre Aussage sie würde Marie Christine lieber erwürgen als sie diesem Juan zur Frau zu geben, reagierte.
Langsam drehte sie sich zu dem dunkelhaarigen Musketier um und antwortete:“ Das Problem dabei ist, dass man das Gelübte nicht an jedem beliebigen Tage ablegen kann, sondern nur an bestimmten Festtagen in einer großen Zeremonie. Ich weiß nicht, ob ihr schon einmal einer solchen Feierlichkeit beigewohnt habt, aber es ist wirklich eine richtige Hochzeit, mit Brautkleid, Schleier, einem Ehering. Das geht nicht von Heute auf Morgen . Dazu kommt, dass die Äbtissin die dem St. Marys größeren Spenden nicht abgeneigt ist. Würde mein Gemahl dorthin kommen und nur lange genug mit ihr verhandeln, dann würde sie Marie Christine ohne Weiteres in die Obhut ihres Vaters geben. Und dieser wiederrum würde sie mit Juan verheiraten. „
Diane seufzte und ging wieder zurück zu ihrem Platz. Müde und ratlos ließ sie sich darauf fallen und stierte einfach vor sich hin. Sie dachte darüber nach, was Mordaunt über die Kleidung des Mannes gesagt hatte. Vielleicht hatte er Recht damit, doch leider war Gabriel für das was seine Gemahlin sagte, völlig taub. Es interessierte ihn einfach nicht.
„ Ich denke, es wird besser sein wenn wir sie von hier fortbringen. Auch wenn ich noch nicht weiß wohin. Denn eine wirkliche Alternative ist das St. Marys nicht. „
Die Gedanken in ihrem Kopf überschlugen sich, sie musste handeln und zwar schnell.
„Ich werde Marie Christine hinzukommen lassen. Sie sollte ein paar Sachen zusammen packen und Versailles so bald wie möglich verlassen, am besten noch heute Nacht!“
Als der Diener eintrat, gab ihm Diane den Auftrag ihre jüngere Tochter zu holen und wandte sich, nachdem sie wieder mit Mordaunt allein war und auf Marie Christine wartete, wieder an den Musketier:“ Werdet ihr mir helfen, meine Tochter in Sicherheit zu bringen? Zwei Frauen, die allein unterwegs sind, laufen immer Gefahr Wegelagerern in die Hände zu fallen. Außerdem kenne ich mich hier nicht aus und ich fürchte, dass es Marie Christine ähnlich geht.“
Schneller als sie es erwartet hatte, betrat ihre jüngste Tochter den Raum.
„ Du wolltest mich sprechen Mutter.“ Sagte Marie Christine und warf einen Blick auf ihren Leibwächter. Mordaunts Gesichtsausdruck war sehr ernst und das ungute Gefühl, welches sie schon die ganze Zeit über gehabt hatte, wurde nun noch intensiver.
Diane streckte ihre Arme nach ihr aus und forderte sie auf, zu ihr zu kommen. „ Wir haben uns nicht einmal begrüßen können, seit ich hier bin. Komm her und lass dich ansehen.“
Liebevoll fiel die Umarmung zwischen Mutter und Tochter aus, auch wenn Marie Christine sich mehr als unsicher fühlte.
„ Solltest du vorhaben, mir den Umgang mit Mordaunt zu verbieten, dann werde ich gleich zurück in St. Marys gehen.“ Sagte das blonde junge Mädchen, dem es in diesem Augenblick günstiger erschien, die Flucht nach vorn zu wagen.
Diane lächelte, als sie sah wie ihre Tochter den jungen Musketier anblickte. Sie hatte auch einst einen jungen hübschen Musketier gekannt und sogar heimlich geliebt. Sie war damals nach der schweren Geburt ihrer Erstgeborenen Francoise und den Nachwirkungen der Schwangerschaft und der für ihren Körper immens schweren Stillzeit, für ein paar Wochen zu ihrer Cousine aufs Land gegangen. In dieser Zeit hatte Diane auf einem Fest einen jungen Musketier kennengelernt. Charles hatte damals einen Sonderauftrag für den damaligen König ausgeführt und Diane war Inkognito unter dem Namen Madame de Beauvier unterwegs gewesen.
Die Liebe war stark genug gewesen sich auf eine Affäre einzulassen aus der Marie Christine hervorgegangen war. Gabriel hatte sie in dem Glauben gelassen, dass auch die jüngere Tochter, ebenso wie ihre Schwester etwas früher als geplant auf die Welt gekommen war.
Wirklich überzeugt, war gabriel nicht gewesen und manches mal hatte sie den Verdacht, dass er seiner jüngsten Tochter gegenüber strenger war, als bei Francoise weil er wusste das Marie Christine nicht sein Fleisch und Blut war.
Diane gebot Marie Christine sich zu setzten und nahm den beiden jungen Menschen gegenüber Platz. Dann weihte sie ihre Tochter in das ein, was sie zuvor Mordaunt erzählt hatte. Nachdem sie geendet hatte, saß die junge Frau starr und aufgewühlt neben ihren Leibwächter.
Sie hatte gewusst was es mit diesem Juan auf sich hatte, gleich als sie ihn am Fenster bei der Ankunft erspäht hatte. Doch das er ein solch abscheulicher Mensch war, der seine erste Frau auf solche Weise in den Tod getrieben hatte, erzeugte nun in ihr eine leichte Panik.
Aussichtslos schien ihr ihre Situation, so sehr das sie am liebsten laut geschrien hätte.
„ Ich werde Versailles verlassen. Heute Nacht. Und wenn ich mich als Mann verkleiden und Mönch werden muss. Auf keinen Fall will ich enden wie diese Beatrice.“
Diane war erleichtert das Marie Christine begriff wie schnell sie handeln mussten und vielleicht war ihre Idee als Mann zu leben, der rettende Gedanke.

Francoise folgt...

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13. Dez 2011, 10:28
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