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 Rpg: Die drei Musketiere 
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Nein, wenn ich einmal Kinder habe, würde ich diese niemals gegen ihren Willen verheiraten, ich würde sie selbst wählen lassen, denn ich denke, dass man nur mit so einer freien Wahl glücklich werden kann...die meisten Zwangsehen enden doch im Fiasko."
Ja, Marie Christine war eine Frau, mit der er sich eine gemeinsame Zukunft und Kinder durchaus vorstellen konnte, aber wie es aussah, würde sie wohl leider doch wieder ins Kloster zurückgehen.
Dann er erklärte sie ihm, dass sie viel für ihn empfand, aber nicht wusste, ob sie ebenso empfand wie er, und ihn keinesweges verletzen wollte, indem sie ihn heiratete und dann jedoch nicht wirklich liebte. Doch damit hatte er kein Problem, er liebte sie so sehr, dass er ihr auf jeden Fall helfen, und ihr auf jeden Fall die nötige Freiheit geben sollte.
"Ihr braucht mir gegenüber kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Ihr darauf eingeht. Falls Ihr mich nicht liebt, wäre eine Scheidung jederzeit möglich, in England ist es mittlerweile üblich, Ehen annulieren zu lassen. Und wir könnten ja in diesem Falle trotzdem Freunde bleiben. Und Ihr würdet nach der Trennung so viel Geld bekommen, dass Ihr an jedem Ort der Welt ein selbstbestimmtes Leben führen könnt, das Erbe meiner Mutter, das ich in sechs Monaten erhalte, wenn ich volljährig bin, wird genügen, um Euch genug zu geben. Ich weiss ja, dass Ihr genau wie ich keinen Wert auf Prunk legt, für ein kleines Häuschen und alles weitere würde das Geld genügen. Aber wie gesagt, ich möchte euch nicht drängen, Ihr sollt Euch alles in Ruhe überlegen können. Und glaubt mir, ich könnte Euch niemals verachten oder hassen, selbst wenn Ihr meine Gefühle nicht erwidern solltet, so würden wir doch zumindest gute Freunde bleiben können."
Auch er hatte ein ungutes Gefühl, wenn er den Mann ansah, den ihre Eltern mitgebracht hatten, falls das wirklich ihr Mann werden sollte, steckte sie in großen Schwierigkeiten, denn dieser Mann sah aus wie jemand, der von einer Frau bedingungslosen Gehorsam forderte.
Nun blickte auch er wieder zum Königspaar hinüber.
"Klatsch und Tratsch wird es immer geben hier in Versailles, solange es die Hofdamen gibt. Mir tut es richtig leid für Eure Schwester und den König, dass sie ihr ganzes Leben hier in Versailles verbringen müssen. Aber wahrscheinlich finden die beiden das gar nicht so schrecklich wie wir es finden, anscheinend lieben sie es hier zu sein."
Genau in diesem MOment steuerte ihr Vater auf sie zu, und als sie das sah, bat sie ihn mit ihm zu tanzen. Lächelnd nahm er ihre Hand, und zog sie mit sich auf die Tanzfläche, hoffte, dass er ihr so eine Weile das Gespräch mit ihrem Vater ersparen konnte. Ausserdem freute er sich darauf mit ihr zu tanzen.

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Und so gingen sie zusammen auf die Tanzfläche, und Mordaunt genoss es sehr, ihr durch den Tanz so nahe sein zu könnnen.
"Ich finde das nicht ungehörig frech von Euch, denn ich hatte mich schon gefreut, einmal mit Euch tanzen zu können, Marie Christine. Und keine Sorge, eine Begegnung mit Eurem Vater werden wir noch eine ganze Weile vermeiden können, wenn wir es richtig anfangen...es lässt sich bestimmt einrichten dass Ihr ihn heute gar nicht mehr seht...wir gehen ihm einfach aus dem Weg...und sobald der Alkohol geflossen ist, wird er gar nicht mehr nach Euch Ausschau halten, und morgen reiten er und die anderen mit dem König zur Jagd...dann werden sie den ganzen Tag fort sein."
Er hoffte, sie damit ein wenig aufmuntern zu können, aber natürlich wusste er, dass es früher oder später Probleme mit ihrem Vater geben würde. Aber darüber wollte er jetzt nicht nachdenken...jetzt wollte er einfach nur diesen Tanz genießen...

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2. Dez 2011, 22:20
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine

Marie Christine hielt ebenfalls nichts, von diesen politischen Ehen. Sie hatte es bei ihren Eltern gesehen, ehe man sie ins Kloster geschickt hatte. Damals hatte ihre Mutter sich zwar immer bemüht, glücklich zu erscheinen, aber dennoch hatte Marie Christine sie häufig, wenn sie sich unbeobachtet gefühlt hatte, weinen sehen.
Jetzt wo sie selbst zu einer jungen Frau herangewachsen war, sah sie wenn sie denn einmal das Glück hatte ihre Mutter zu sehen, wie unglücklich diese Frau war. Auch wenn sie es noch immer zu verbergen versuchte, doch ihre Augen erzählten nichts von Glück und Freude. Nur von Schmerz, Kummer und Einsamkeit.

„Niemand sollte so eine Ehe eingehen sollen. Aber leider ist es eine selbstverständliche Pragmatik Ehen aus politischen Gründen einzugehen, oder weil man auf diese Art seine Schulden tilgt.“

Francoise hatte wirklich Glück . Nicht weil sie den König von Frankreich geheiratet hatte, sondern weil sie ihn aus Liebe geheiratet hatte.

Mordaunt ließ sich nicht so leicht von der Idee sie zu ehelichen abbringen, was ihn ihr noch sympathischer werden ließ. Es klang wirklich verlockend und sie konnte sich gut vorstellen, dass sie beide davon profitieren würden, wenn sie diese Bindung eingehen würde. Aber trotzdem war da diese Stimme in ihrem Herzen die ihr sagte, dass es falsch war ihn auszunutzen.

„ Ihr wollt alles mit mir teilen?“ fragte sie, nachdem er gesagt hatte das sie im Falle dessen das ihre Ehe einmal annulliert werden würde, die Hälfte von dem bekommen würde, was er in naher Zukunft erben würde.
Mit einem Blick gemischt aus Traurigkeit und Zuneigung, lächelte sie ihren Leibwächter an :“ Ihr wollt alles was ihr habt mit mir teilen, auch wenn ich euch das Herz brechen würde. „

Energisch schüttelte sie nun den Kopf:“ Ihr wollt mir so viel geben und ich habe nichts, was ich euch dafür geben kann. Nein, ich denke ich werde den Schleier wählen und für immer das Gefühl in meinem Herzen behalten zu wissen, dass mich jemand so sehr geliebt hat ohne etwas von mir zu erwarten. „

Erleichtert entwischte sie ihrem Vater vorerst , als sie mit dem jungen Musketier in die Mitte des Saales ging um mit ihm zu tanzen.

„ Ich danke euch, das ihr mir jetzt keinen Korb gegeben habt. Hier fühle ich mich wesentlich wohler, bei all diesen Menschen hier, wird es sehr schwer werden, sich zu uns zu gesellen.“
Als sich beim tanzen ihre Hände berührten, fühlte sie sich wie berauscht. Marie Christine vergaß alles um sich herum und schaute ihren Tanzpartner die ganze Zeit über lächelnd an.
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Irgendwann fragte sie noch immer lächelnd:“ Gibt es auch etwas, dass ihr nicht könnt mein lieber Mordaunt. Denn die Disziplin des Tanzens beherrscht ihr auch perfekt.“
Mordaunt versucht sie aufzumuntern und sagte ihr, dass sie ihrem Vater am Abend bestimmt aus dem Weg gehen könnte und das er am folgenden Tage wohl auch zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt war, als sich seiner jüngsten Tochter zu widmen. „ Heute ist heute, und heute möchte ich nur glücklich sein und mit euch tanzen.“
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An Morgen, wollte sie nun überhaupt nicht mehr denken.

Francoise

„ Wirklich? Ich liebe Überraschungen.“ Erwiderte Francoise und klatschte vor Vorfreude in die Hände. Dann neigte sie sich mit einem vielsagenden Blick, zu ihrem frischangetrauten Ehemann und flüsterte:“ Hat es einen bestimmten Grund, warum die andere Überraschung in unseren neuen Gemächern warten wird?“
Begeistert machte sich Francoise über das Essen her, sie liebte diese riesigen üppigen Buffets und jetzt, durfte sie ja für zwei essen.
Seelig seufzte die Dunkelhaarige, als Louis in ihr Ohr flüsterte und ihr versicherte das er von nun an, keine Nacht mehr ohne sie verbringen wollte. „ Das will ich doch schwer hoffen, mein Liebster. Aber wenn du nicht damit aufhörst an meinem Ohrläppchen zu knabbern, dann werde ich anstatt über das Buffet, über dich herfallen. Du weißt das ich da nicht an mich halten kann.“
Doch Francoise war viel zu viel Dame von Welt, um sich jetzt hier vor aller Augen derart gehen zu lassen. Sie unterhielt sich mit ihren Gästen, eröffnete mit Louis den Brauttanz und lief dann, nach einer Weile auf ihren Vater zu:“ Papa, wie schön dich wieder zu sehen!“ sagte sie und umarmte ihn überschwänglich. Francoise war schon immer ein Vaterkind gewesen. Von ihm, hatte sie auch das Streben nach Macht und Reichtum, sowie den Hang zur Verschwendungssucht geerbt. Wie er war auch sie, nie ein Kind von Traurigkeit gewesen sondern schwirrte stets um luxuriöse Ereignisse wie die Motte um die Lichtquelle.
„ Nun möchte ich dir meinen Gemahl, den König von England vorstellen. Louis , das ist mein Vater.“
Der ältere Mann machte eine tiefe Verbeugung vor dem französischen Herrscher und wartete nun darauf, dass man ihm erlaubte zu reden.

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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

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3. Dez 2011, 17:54
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Ja, leider betrachten viele diese Zwangsehen als selbstverständlich, die meisten Familien vergrößern damit ihre Macht, und oft auch iher Vermögen. Aber das persönliche Glück, das bleibt da oft auf der Strecke..."
Er betrachtete sie lange und lächelte dann.
"Ihr würdet mir nicht das Herz brechen..ich bin stark, ich würde schon darüber hinwegkommen. Und wir würden doch gute Freunde bleiben, auch wenn wir kein Paar sind, denn wir sind uns in vielen Dingen so ähnlich, einander seelenverwandt. Und wenn Ihr mich nicht lieben könnt, so hätte ich doch zumindest eine gute Freundin gewonnen, mit der ich mich über Gott und die Welt unterhalten kann...also könnt Ihr nicht sagen, Ihr hättet mir nichts gegeben. Ihr bräuchtet kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Ihr meinen Vorschlag annehmt. So müsst Ihr zumindest nicht den Schleier nehmen, und könntet nach der Scheidung ein selbstbestimmes Leben führen, Ihr könntet gehen, wohin immer Ihr wollt, und müsstet Euch nicht in die Obhut eines Klosters begeben."
Er war froh, als er mit ihr auf die Tanzfläche gehen wollte, denn dorthin würde ihnen ihr Vater sicherlich nicht folgen. Und später, wenn die meisten Adeligen schon vollgefressen und betrunken waren, würde ihr Vater sicherlich nicht mehr nach ihr suchen.
"Warum hätte ich Euch einen Korb geben sollen?", meinte er lächelnd, "ich wollte doch schon lange mit Euch tanzen.."
Es waren so viele Paare auf der Tanzfläche, dass Ihr Vater sie wahrscheinlich gar nicht mehr sehen konnte.
Beim Tanzen blickte sie ihn die ganze Zeit an und lächelte, und da spürte er wieder dieses unbeschreibliche Kribbeln in der Magengegend. Es war schön, durch das Tanzen einen Vorwand zu haben, um ihr so nahe zu sein.
Als sie ihn dann fragte, ob es auch auch irgendetwas gäbe, was er nicht könnte, denn er tanze sehr gut, meinte er lächelnd.
"Wisst Ihr, es gibt auch vieles, das ich nicht gut kann...beispielsweise der Umgang mit der Muskete. Wer mich damit hantieren sieht, der würde nicht vermuten, dass ich ein Musketier bin. Ich bin aber froh über diese Ungeschicktheit, denn so konnte ich Leibwächter werden, und einen schöneren Beruf gibt es nicht, weil er mir ermöglicht, mit Euch viel Zeit zu verbringen."
Der Tanz war einfach wunderbar, und er fühlte sich wie im Paradies, und wünschte sich, dieser Tanz möge niemals enden.
"Ja, heute ist heute...wir sollten jetzt nicht an Morgen denken"; meinte er lächelnd und auch ich möchte im Moment einfach nur diesen TAnz mit Euch genießen und glücklich sein."
Es war so schön mit ihr zu tanzen, da schienen sich all seine Sorgen in Luft aufzulösen.

Louis

Er lächelte geheimnisvoll. "Nun, es wäre wohl unschicklich, sie dir in der Öffentlichkeit zu präsentieren.."; meinte er und zwinkerte ihr frech zu.
Als sie sagte, dass sie über ihn herfallen würde, anstatt übers Buffet wenn er nicht aufhörte, an ihrem Ohrläppchen zu knabbern, musste er grinsen. "Also ich wäre in deinem Fall genre ein lebendes Buffett. Ich bin doch ein ganz Süsser.."
Doch dann nahm auch er wieder Haltung an, denn vor den Gästen wollte er würdevoll und königlich aussehen, nur Francoise gegenüber zeigte er seine männliche, seine verspielte seite. Dann kamen sie zu Francoises Vater und sie umarmte ihn stürmisch, und anschliessend stellte sie ihm ihren königlichen Ehemann vor.
"Freut mich, Euch kennenzulernen, Monsieur Tonnay Charente"; meinte Louis freundlich, "Ihr dürft Euch jetzt erheben. Ich muss sagen, Ihr habt Eure Tochter gut erzogen, sie ist eine Frau, die genau weiss was sie will."
mit einem kurzen Nicken erlaubte er dem älteren Mann dann zu sprechen.
Er hatte gleich erkannt, dass Francoise sehr viel an ihrem Vater zu liegen schien, und irgendwie gefiel ihm der Mann, denn er schien vom gleichen Schlag zu sein wie er selbst.

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4. Dez 2011, 11:19
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine

„ Ich habe nicht gesagt das ich euch nicht liebe. Ich sagte nur, dass ich euch nicht so liebe, wie ihr es tut. Einen Hund, oder euer Pferd liebt ihr doch sicher auch ganz anders als mich, oder?“ fragte das blonde junge Mädchen und fragte sich, wie sie in Worte fassen konnte was sie für ihren Leibwächter empfand.

Mordaunt sah ausgesprochen gut aus, er war groß, athletisch, dunkel eben völlig anders als sie es war. Aber sie waren seelenverwandt und ihm gegenüber konnte sie sich öffnen, wie sie es niemals für möglich gehalten hätte.
Er brachte sie zum lachen, er philosophierte und sponn gemeinsame Traumbilder mit ihr und das alles, würde sie ganz sicher schmerzlich vermissen. Aber sie war sich dennoch nicht sicher, was sie tun sollte. Und auf keinen Fall, wollte sie ihn unglücklich machen.

Beim gemeinsamen Tanz hatte Marie Christine das Gefühl als würde ein Schwarm Bienen in ihrem Leib umherschwirren und nur auf den geeigneten Zeitpunkt warten um sie in die Luft zu heben und sie durch den Saal zu tragen.

Bei dem Gedanken musste sie ein wenig kichern, sagte aber nichts dazu. Statt dessen schaute sie sich um, ob sie ihren Vater oder diesen ihr furchteinflößenden Fremden sah, aber sie konnte beide nicht entdecken.
Nachdem Mordaunt ihr verraten hatte, dass er mehr als schlecht im Umgang mit der Muskete war und deshalb als Leibwächter eingeteilt worden war, antwortete sie glücklich:“ Welch ein Glück für mich. Sonst hätte ich bestimmt keinen Leibwächter bekommen, der mir auf so angenehme Weise Gesellschaft leistet.“

Froh darüber, dass Mordaunt nun auch nicht mehr über ihre Ängste und Sorgen sprechen wollte, bewegte sie sich weiterhin anmutig und graziös mit ihm über die Tanzfläche des Ballsaales. Ein Glück das sie diese Fähigkeit als Kind ehe sie ins Kloster geschickt wurde, beigebracht bekommen hatte. Sie hatte manches mal heimlich im Kloster getanzt und selbst dazu eine Melodie gesummt. Ihr wäre etwas herrliches entgangen, wenn sie jetzt nicht mit dem jungen Musketier, hätte tanzen können.

„Wo habt ihr tanzen gelernt? Bei eurer Ausbildung zum Leibwächter, oder schon vorher?“ erkundigte Marie Christine sich und machte während sie sprach eine galante Drehung um ihn herum, wobei ihre langen Haare kurz seine Hand streiften. „Also, verratet ihr es mir, mein lieber Mordaunt oder muss ich es selbst heraus finden?“ Auffordernd blickte sie ihn nun an, ehe sie sich erneut um ihn herum bewegte.


Francoise
„So so, diese Überraschung ist also ganz augenscheinlich nicht Stubenrein.“ Antwortete Francoise kokett und bemühte sich nun ihre Gedankengänge im Zaun zu behalten.

Doch Louis machte es ihr mit seinen schlüpfrigen Bemerkungen nicht eben leicht:“ Nun dann würde ich vorschlagen wir machen lieber ein Dessert aus dir. Desserts sind süß und man nimmt sie zum Schluss ein .“ Francoise warf ihm einen vielsagenden Blick zu und konnte es nun auch kaum noch erwarten, endlich mit ihm allein zu sein.

Nachdem sie ihren Vater und ihren Gemahl miteinander bekannt gemacht hatte, schaute sie sich ein wenig um. Sie lächelte als sie ihre kleine Schwester mit ihrem Leibwächter beim tanzen sah. Täuschte sie sich, oder waren die beiden tatsächlich ineinander verliebt?

Francoise hatte bisher nicht viel mit diesem Mordaunt zu tun gehabt. Sie wusste allerdings das er vielen Hofdamen einen Korb gegeben hatte, weil er mit ihnen anscheinend nichts anfangen konnte.
Sie hatte schon daran gedacht, dass der junge Musketier homosexuelle Neigungen hatte und seines gleichen einfach bevorzugte, doch jetzt bei Marie Christine sah es ganz anders aus. Und das beobachtete sie heute nicht zum ersten mal.

Vielleicht würde er sie ja davon abhalten, wieder Versailles zu verlassen denn bald wenn sie in einem fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft war, würd sie Marie Christine gerne an ihrer Seite haben.
Sicher wäre sie mit ihrer ruhigen und für sie persönlich, recht langweiligen Art und Weise eine angenehme Gesellschaft die ihr dabei helfen würde, ihren unersättlichen Geist zur Ruhe zu bringen.

Während dessen unterhielt sich ihr Vater angeregt mit dem König über allerlei belanglose Dinge. So beschlossen sie, am nächsten Tag auf die Jagd zu gehen wo sie der junge Mann den er als Ehemann für Marie Christine auserkoren hatte, mitnehmen würde.
Ob er ihn seiner Tochter einen Tag früher oder später präsentieren würde war letztendlich egal, sie würde ihn so oder so heiraten.

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(unbekannter Verfasser)


4. Dez 2011, 15:21
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Da habt Ihr schon Recht, es gibt verschiedene Formen von Liebe"; stimmte er ihr zu, "und ich habe kein Problem damit, wenn Ihr Euch Eurer Gefühle noch unsicher seid, oder womöglich nur freundschaftliche Gefühle für mich hegt. Ich bin niemand, der eine Frau zu etwas zwingt, und wenn wir kein Paar werden sollten, so fände ich es dennoch schön, wenn wir uns ab und zu sehen und gute Freunde bleiben. Ich hoffe wirklich, Eure Eltern wollen Euch nicht sofort verheiraten...damit Ihr das Gefühl bekommt, keine andere Wahl zu haben, als ins Kloster zu gehen."
Der Tanz mit ihr war einfach wunderbar, und er hatte regelrecht das Gefühl, auf Wolken zu schweben. Ach, wenn dieser Tanz doch niemals enden würde, dachte er, dann könnte ich ihr immer so nahe sein. Er merkte, dass auch sie den Tanz genoss, und für einen Moment ihre Sorgen vergessen konnte.
"Es war wohl für uns beide ein Glück"; erwiderte er lächelnd, als sie sagte, dass sie froh sei, dass er nicht gut mit der Muskete umgehen konnte, da er so ihr Leibwächter geworden war, "diese Tage, die ich für Euren Schutz eingeteilt war, waren die schönsten meines Lebens. Es ist schön, mit jemandem über alles reden zu können, eine verwandte Seele getroffen zu haben."
Dann fragte sie ihn, wo er das Tanzen gelernt hätte, und auch das erzählte er ihr gerne und mit einem Schmunzeln.
"Der König besteht darauf, dass alle seine Musketiere schon in ihrer Ausbildung das Tanzen lernen...denn manchmal, wenn er befürchtet, dass jemand einen Anschlag auf ihn ausüben könnte, sucht er ein paar Musketiere aus, die sich dann bei den Maskenbällen in Kostümen und ohne ihre Uniformen unter die Tanzenden mischen, um ihren KÖnig schützen zu können, falls jemand ihn angreift. Aber ich hatte nie viel Freude am Tanzen..wir Musketiere mussten mit Mazarins hässlichen, arroganten dicken, verwöhnten fünf Nichten das Tanzen lernen, und deren Gesellschaft war gewiss kein Vergnügen..ich musste immer mit der fast 120 kg wiegenden Aurora, seiner Lieblingsnichte tanzen..die mir immer auf die Füße trat...so lernte ich, ein geübter Tänzer zu werden, denn ich musste immer ausweichen, weil sie mir sonst auf die Füße getreten hätte. Noch nie hatte ich so eine schöne, intelligente Tanzpartnerin wie Euch, mit der das Tanzen ein wahres Vergnügen ist."
Wie elegant sie sich bewegte, er war ganz hingerissen.
"Und wo habt Ihr so gut tanzen gelernt?"; fragte er charmant lächelnd, "gehörte das zu den Dingen, die man den Novizinnen im Kloster beibringt?"

Louis

Erneut grinste er und zwinkerte ihr zu.
"Heute Abend bekommst du das süssteste Dessert deines Lebens, Mon Coeur."
Mon Coeur, Mein Herz, so nannte er sie immer, seitdem er sich in sie verliebt hatte, und ihr schien es auch zu gefallen.
Dann, als sie ihm ihren Vater vorstellte, unterhielt er sich eine Weile mit ihm über die Falkenjagd und prunkvolle Stoffe und den von ihm geplanten Ausbau der Gärten von Versailles., bevor der Graf sich über das üppige Buffet hermachte und dem Wein eifrig zusprach, dann einer der Mägde auf den Hintern klopfte.
Louis Blick fiel nun ebenfalls auf Mordaunt und Marie Christine, und auch ihm fiel auf, wie sehr die beiden den gemeinsamen Tanz genossen. Ihm war nicht entgangen, dass der junge Leibwächter Gefallen an Francoises Schwester gefunden zu haben schien.
"Weisst du, ich dachte immer, dieser Mordaunt wäre eher dem eigenen Geschlecht zugeneigt, man hat ihn nie mit einer Frau gesehen. Ich finde es eigentlich gut, wenn dein Schwesterchen sich mit einem einfachen Soldat einlässt. Dieser junge Mann ist einer von denen, die kein Interesse daran haben, Macht zu erlangen, die schon mit wenig zufrieden sind. Mir wärs am liebsten, Marie Christine würde so einen Mann heiraten...einen, der kein Interesse daran hat, mächtig zu werden. Der andere, den dein Vater ausgesucht hat, gefällt mir nicht, der sieht aus wie ein Mann, der nach Höherem strebt.....und das kann ich in meiner Verwandtschaft nicht brauchen."
Doch er wusste genau, dass er zwar König war, Francoises Eltern aber nicht vorschreiben konnte, mit wem sie ihre zweite Tochter verheirateten.
Doch ihm war klar, dass ihre Eltern bestimmt längst einen anderen für ihre Schwester ausgesucht hatten.

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4. Dez 2011, 22:24
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine

„Wenn wir verheiratet wären, dann würden wir uns mehr als nur ab und an sehen. Wir würden sogar ein gemeinsames Schlafzimmer haben. Was in dem Augenblick wo ich diesen Schritt tun würde, nicht weiter schlimm wäre, denn schon die Betten in den Einzelzimmern sind hier riesig. Wahrscheinlich ist ein Ehebett hier so groß, wie der Kräutergarten von St. Marys.“ Scherzte sie.

„Es sei denn ihr schnarcht.“ Fügte sie noch mit einem schelmischen Lächeln.

Marie Christine errötet leicht, als Mordaunt zu gab das die Tage mit ihr, die schönsten seines Lebens waren. Eigentlich empfand sie es genau so, doch sie wollte es nicht sagen, da sie fürchtete den jungen Mann damit zu viel Hoffnung zu machen.

„ Dann muss euer Leben aber sehr langweilig und traurig sein, wenn ihr es so empfindet.“ Sagte sie statt dessen, nur um überhaupt etwas zu sagen, ehe durch seine Worte und ihre ausbleibende Antwort, ein peinliches Schweigen entstand.

Amüsiert hörte sie sich an, wie ihr gutaussehender Leibwächter das Tanzen erlernt hatte. Dabei kam sie nicht umher, herzlich zu lachen als er an der Stelle angelangte, wo die Lieblingsnichte des Kardinals, Aurora ins Spiel kam.

„Dann seit ihr also sehr geübt im Nahkampf, wenn ihr mit einem solchen Schlachtross das Tanzen lernen musstet. Ich hoffe doch sehr, dass sich eure Füße von dieser Tortur wieder gänzlich erholt haben.“
Auf seine Frage hin, woher sie die Fähigkeit hatte so leicht zu tanzen, antwortete sie :“ Unser Beichtvater hat es mir beigebracht. Jedes mal wenn ich nach der Beichte weniger als drei Rosenkränze beten musste, gab es eine Tanzstunde.“ Sie beobachtete Mordaunt kurz und wartete seine erste Reaktion ab, ehe sie über ihre eigenen Worte lachen musste.

„Nein, ich habe es von meiner Mutter beigebracht bekommen, ehe ich ins Kloster geschickt wurde. Immer wenn ich allein war und mich nach ihr gesehnt habe, habe ich die Melodie die sie mir immer vorgesungen hatte wenn ich traurig war, gesummt und danach so getanzt, wie sie es mir beigebracht hatte. Normalerweise ist es den Zöglingen und erst recht den Novizinnen nicht erlaubt, sich solchen Freuden hinzugeben, aber ich bin glücklicherweise nie erwischt worden.

Francoise

„Nun, vielleicht sollten wir dann diese Verbindung fördern, wenn du nicht vorhast mit Hilfe meiner Schwester irgendwelche Staatenbündnisse zu festigen.“ Erwiderte Francoise und beobachtete weiterhin wie ihre kleine Schwester mit diesem jungen Musketier tanzte.

Überhaupt schienen sie sehr vertraut miteinander zu sein.

Francoise wusste gut, was Louis meinte. Damals war es sein eigener Onkel gewesen der ihn und seine Mutter zur Flucht bewegt hatte. Er hatte ihr erzählt, wie traumatisch dieses Erlebnis damals als Kind von grade mal acht Jahren gewesen war und das er wild entschlossen war, dafür zu sorgen das sich so etwas nicht noch einmal wiederholen würde.

Etwas weiter abseits stand Diane Tonnay-Charente und beobachtete ebenfalls, wie ihre jüngste Tochter, mit einem dunkelhaarigen jungen Mann tanzte. Die ganze Zeit über war er schon an ihrer Seite und sie schienen sich sehr nahe zu stehen.
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Als einer der Diener an ihr vorbeikam, hielt sie ihn kurz an und fragte ihn, nach dem Namen des jungen Mannes. Nachdem sie ihn erfahren hatte, beschloss sie ihm, später oder am nächsten Morgen eine Nachricht zukommen zu lassen. Sie musste dringend mit ihm sprechen, ehe es für Marie Christine zu spät war.

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5. Dez 2011, 10:32
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

"Wir müssten kein gemeinsames Schlafzimmer haben, wenn Ihr das nicht wollt", erklärte er ihr, "die meisten Ehepaare haben getrennte Schlafzimmer..man hört als Leibwächter da so einiges...hier in Versailles gibt es kaum ein Ehepaar, das im selben Zimmer schläft. in den meisten Ehen ist das so üblich..Ihr seht also, ein eigenes Schlafzimmer für Euch wäre durchaus möglich."
Als sie dann vom Schnarchen redete, musste er grinsen.
"Ich klinge manchmal wie eine Säge nachts..da sind getrennte Betten durchaus sinnvoll. Ihr seht also, eine solche Ehe wäre für Euch kein Zwang, und Ihr hättet alle Freiheiten, auch ein Schlafgemach für Euch alleine, während Ihr im Kloster bestimmt mit fünfzig Nonnen in einem großen Saal schlafen müsst."
Als sie dann die Nichte des Kardinals ein Schlachtross nannte, müsste er schmunzeln.
"Schlachtross..nun ja..ich denke, Trampeltier trifft es wohl eher. Heute ist die Gute verheiratet, lebt in Marseille und bekommt bald ihr drittes Kind, zumindest erzählt man sich das bei Hofe. Doch da sie von Jahr zu Jahr mehr zunimmt, kann niemand so genau sagen, ob sie wirklich guter Hoffnung ist. Zum Glück haben meine Füße alles gut überstanden, und dürfen sich nun an einem wirklich schönen Tanz erfreuen."
"Ein Beichtvater der tanzen kann?"; meinte er lachend, "ein tanzender Priester..das gab es gewiss schon seit den Tagen von Cesare Borgia nicht mehr..von ihm hiess es immer, er wäre ein eleganter Tänzer gewesen..sagt, habt Ihr schon einmal von ihm gehört?"
"Sagt, wie oft kam das denn vor, dass Ihr weniger als drei Rosenkränze beten musste?", fragte er dann lachend.
Dann, als sie ihm sagte, dass ihre Mutter es ihr beigebracht hatte, musste er schmunzeln.
"Da habt Ihr mich ja ganz schön hereingelegt..und ich hatte Euch das wirklich geglaubt...das kommt wohl daher, dass ich von Priestern und ihren Aufgaben nicht so viel Ahnung habe."
Sie schien zu ihrer Mutter ein gutes Verhältnis zu haben.
"Eure Mutter..dann ist sie also anders als Euer Vater?", fragte er sie schliesslich, "sie ist doch gewiss auf Eurer Seite, und will nicht, dass Euer Vater Euch einfach so verheiratet. Ihr seid doch bestimmt froh sie jetzt nach so langer Zeit endlich wiederzusehen."

Louis

"Nein, ich halte nicht davon, durch Verwandte mächtige Staatenbündnisse zu begründen..denn ehe man es sich versieht, hat man sich damit eine Horde von Feinden herangezüchtet..", meinte er kopfschüttelnd, "ich finde, es wäre wirklich das beste, diese Verbindung mit dem Leibwächter zu fördern, denn er ist weder reich noch mächtig, und wird so niemals an unserem Thron rütteln können. Ausserdem passt er zu deiner Schwester, er scheint genauso verträumt zu sein wie sie. Unsere Kinder werden keine mächtigen Onkel haben, die sie aus Versailles jagen können. Wir werden alles anders machen als mein Vater. Niemand im ganzen Land darf so mächtig sein wie wir beide...dann kann nichts unsere Kinder gefährden."

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6. Dez 2011, 13:45
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine

„Wirklich? Ich meine, wie stellen sie es denn dann an wenn sie mal…“ Marie Christine errötete und wusste nicht so genau, wie sie das was sie soeben dachte, in Worte fassen sollte. Immerhin war sie Novizin und durfte nicht einen Gedanken an die fleischliche Lust verschwenden.
Sie räusperte sich und versuchte es dann erneut:“ Ich meine, wenn sie Kinder wollen dann müssen sie doch. Naja, sie müssen dann… schreiben sie sich dann vorher einen Brief und verabreden sich dazu in einem der Schlafzimmer, oder wie soll das funktionieren?“
Die junge Frau war wirklich froh, als ihr junger Leibwächter nun ein Thema anschnitt, welches ihr weniger peinlich war. Außerdem brachte er sie mit seiner Aussage, zum lachen:“ Ihr seit das also, wenn ihr nachts vor meiner Türe schlaft. Und ich dachte schon, das des Nachts die Soldaten die Bäume abholzen müssten, damit der König immer genug Holz hat um seinen Untertanen einzuheizen. „ antwortete sie lachend.
„ Im Kloster gibt es wirklich nur wenig Raum um sich einmal allein zurück zu ziehen. Lediglich die Oberin hat eine kleine Kammer ganz für sich allein. Und ein Krankenzimmer gibt es. Ansonsten schlafen wir tatsächlich immer alle in einem großen Saal. Noch dazu ist er schlecht geheizt und wie müssen immer die Hände über der Bettdecke haben. Dabei friere ich immer so schnell und würde mich viel lieber ganz unter die Decke kuscheln.“ erzählte sie und seufzte.
Erneut lachte sie:“ Nun wenn ihr wirklich bei einem Trampeltier Tanzstunden bekommen habt, dann muss ich gestehen das dieses große Tier, wohl doch noch sehr graziös war, wenn es euch gelehrt hat, so gut zu tanzen. Oder sie hat euch so rumgeschleudert dabei, dass ihr gelernt habt, wie eine Elfe über den Boden zu schweben.“ Bei der Vorstellung dessen, musste sie kichern. „ Entschuldigt, ich wollte mich nicht über euch lustig machen, mein lieber Mordaunt.“ brachte sie noch immer ein wenig kichernd hervor und hoffte sehr, dass er nicht das Gefühl hatte, sie würde ihn veräppeln.
„Könnt ihr mir noch einmal verzeihen?“ fragte sie jetzt wieder ganz ernst und schaute ihn dabei treuherzig aus ihren blauen Augen an.
„Ja, ich habe schon von den Borgias gehört. Die Kirche ist noch heute der Meinung, dass die Familie vom Leibhaftigen abstammte. Aber ich glaube das vieles vielleicht auch erfunden wurde, weil sie keinen spanischen Papst wollten. Aber ob Cesare Borgia ein guter Tänzer war, weiß ich nicht. Das was ich gehört habe, sind alles nur Greultaten.“
„ Ich musste meist immer mehr als drei Rosenkränze beten. Der Beichtvater ist sehr streng. Für ihn war es schon ein Vergehen, wenn man zu lange sein Spiegelbild im Klosterbrunnen betrachtet hat.“
Amüsiert beobachtete Marie Christine die Reaktion ihres Leibwächters, als er wusste das sie ihn an der Nase herumgeführt hatte.
„ Nein, sie werden ganz bestimmt nicht tanzen. Zumindest habe ich es noch nie gesehen. “ sagte sie lachend. Marie Christine fühlte sich sehr wohl in Mordaunts Gegenwart und sie bekam ab und an eine Gänsehaut, wenn sich ihre Körper leicht berührten.
„ Ja, meine Mutter ist mit meinem Vater selbst sehr unglücklich. Ich glaube manchmal, dass sie früher einmal so war, wie ich. Bis sie durch den vielen Kummer den sie mit meinem Vater hat, so ernst und still wurde. Nur leider wird er sie nicht nach ihrer Meinung fragen, dass hat er niemals gemacht. Ob sie dadurch unglücklich wird, interessiert ihn nicht. Eigentlich kümmert es ihn nie, was andere Menschen denken oder fühlen. „
Marie Christine warf einen Blick durch die Menge und sah ihre Mutter allein in einer Ecke stehen. Sie dachte daran, zu ihr zu gehen und sie zu begrüßen. Doch dann würde auch ihr Vater auf sie aufmerksam werden und das, wollte sie auf jeden Fall vermeiden.
„ Ja, ich freue mich sehr darüber meine Mutter wieder zu sehen, aber noch schöner wäre es, wenn sie allein gekommen wäre.“

Francoise

Aufmerksam lauschte die Dunkelhaarige den Worten, ihres frisch angetrauten Gemahls. Louis hatte sicherlich nicht unrecht, wenn er versuchte dafür zu sorgen, dass der Hochadel sich nicht unnötig vergrößerte. Und wenn Marie Christine diesen Musketier liebte und er sie dann würde von ihrer Seite schon einmal keine Gefahr drohen.
„Dann werde ich meinem Schwesterherz, morgen einmal auf den Zahn fühlen. Vielleicht kann ich ja aus ihr heraus kitzeln, was zwischen ihr und diesem Mordaunt läuft. „
Erneut musste sie Louis zustimmen, als dieser sagte das der junge Mann der den Auftrag hatte ihrer Schwester zur Seite zu stehen und sie zu beschützen, ebenso verträumt war wie Marie Christine.
Man hatte ihr den Leibwächter zur Seite gestellt, weil sie mit alle dem was Versailles ausmachte, nichts anfangen konnte. Auch Mordaunt war ein Außenseiter, über den auch immer wieder hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde.
Vielleicht passten die beiden ja ebenso gut zusammen, wie sie und Louis. So mit wären alle glücklich und sie müsste sich eine Sorge weniger über die Thronfolge ihres ungeborenen Kindes machen.

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6. Dez 2011, 16:16
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Mordaunt

Ihre Frage machte ihn schon etwas verlegen, er errötete leicht, als sie ihn fragte, wie solche Paare mit getrennten Zimmer überhaupt Kinder bekamen.
"Nun, die meisten haben zweimal pro Woche festgesetzte Termine..und sie betrachten das auch als Termin, und nicht als Akt der Liebe. Meiner Meinung nach ist es eine wirklich traurige Geschichte, wenn auf diese Art und Weise Kinder gezeugt werden. Sie tun es nur um Kinder zu zeugen, und nicht aus Liebe..und entsprechend gehen sie später auch mit diesen Kindern um..die sind für sie nur Erben, und nicht Kinder der Liebe..und die meisten werden sehr wütend, wenn ihre Frau ein Mädchen bekommt.."
Er musste grinsen. "Naja, das schnarchen hat auch so seine Vorteile..wer bei den Musketieren schnarcht, bekommt eine kleine Kammer für sich alleine...denn sonst würden die anderen ja keinen Schlaf finden, so wie ich säge...es gibt mehrere Schnarcher bei uns, und die bekamen alle so eine Kammer für sich. Ich bin darüber ganz froh, denn in so einem Gemeinschaftsschlafsaal fühlt man sich irgendwie wie in einem Kloster."
Er hatte gar nicht das Gefühl, von ihr veralbert zu werden, er musste selbst lachen, als sie das sagte.
"Ja, wenn ich schnarche, klingt es wirklich, als ob im Wald jemand Holz sägen müsste..das hat man mir schon oft gesagt."
Als sie dann den Schlafsaal in ihrem Kloster beschrieb, kannte er das nur zu gut.
"Ja, genauso ist der Schlafsaal der Musketieranwärter auch, schlecht geheizt, und alle schlafen in einem großen Saal. Ruhe fand ich dort nie, als ich in den ersten Nächten noch dort schlief, denn oft schleichen sich mitten in der Nacht betrunkene Anwärter laut polternd in ihre Betten. ja, die ersten Jahre als Musketier sind wohl wirklich ein wenig mit denen im Kloster vergleichbar, abgesehen davon, dass man einer Frau wie Euch Gesellschaft leisten kann..das ist wirklich der Höhepunkt meiner Ausbildung."
Er musste schmunzeln, als er in ihre leuchtend blauen Augen blickte, und zwinkerte ihr dann schelmisch lächelnd zu.
"Euch würde ich wohl alles verzeihen..ich brauche nur in Eure Augen zu sehen, dann bin ich wie hypnotisiert."
Als sie dann ihre Meinung über die Borgias sagte, lächelte er.
"Das sehe ich genauso wie Ihr...ich vermute auch, dass sie von den anderen nicht akzeptiert wurden, weil sie keine alteingesessenen Römer waren. Das ist genau wie hier in Versailles, hier gelten jene, die aus Paris und Umland stammen auch mehr, als beispielsweise jene aus Marseille oder Metz oder Dijon.
Ach, wie schön es doch war, mit ihr zu tanzen, und sich über alle möglichen Dinge zu unterhalten. Zum Glück spielten die Musiker gleich noch ein Lied, und sie konnten noch ein wenig tanzen.
"Dann bin ich sehr froh, dass Ihr nicht nach Eurem Vater kommt"; meinte er und blickte ihr tief in die Augen, "es tut mir sehr leid für Eure Mutter, dass sie mit ihm so viel mitmachen muss. Ach, wenn ich nur einen Weg wüsste, wie wir Eurer Mutter helfen könnten..es ist nicht Recht, dass sie noch jahrelang in einer unglücklichen Ehe verharren muss.."
Da hatte Mordaunt eine Idee. "Vielleicht könnte Eure Schwester ja Euren Vater in den nächsten Tagen ein wenig ablenken, damit er gar nicht erst auf die Idee kommt, viel über Eure Zukunft nachzudenken..es wird viele Jagden und Bälle anlässlich der Hochzeit des Königspaares geben, da wird er häufig abgelenkt sein, und dann ergibt sich gewiss eine Gelegenheit für Euch, etwas mehr Zeit mit Eurer Mutter zu verbringen, denn sie reitet ja bestimmt nicht mit auf die Jagd"
Auch ihm kam es so vor, als ob Marie Christines Mutter sehr unglücklich wäre in ihrer Ehe.

Louis

"Ja, das wäre gut, wenn du das machen könntest"; meinte er zufrieden, "dann hätten wir somit eine Sorge weniger. Wenn sie diesen Mordaunt liebt, dann soll mir das nur Recht sein. Der andere, den deine Eltern mitgebracht haben, dieser Juan, der gefällt mir ganz und gar nicht...er sieht manchthungrig aus...wenn sie ihn heiraten müsste, würde es unserem Sohn womöglich genauso ergehen wie einst mir mit meinem Onkel..ein schrecklicher Gedanke."
Er war an diesem TAg sehr zufrieden.
"Was bin ich froh, dass ich ein Einzelkind bin..", meinte er, "somit wird es auch von dieser Seite niemals Probleme geben. Und du hast nur diese eine Schwester...somit wird es nicht viel VErwandtschaft geben..perfekt für uns."
Er freute sich schon, ihr nach der Feier das letzte GEschenk dieses Tages zu geben, dafür hatte er sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, dass alle anderen Geschenke noch übertraf.

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6. Dez 2011, 23:11
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Beitrag Re: Rpg: Die drei Musketiere
Marie Christine

Ihr fiel auf, das Mordaunt errötete als sie ihn unverblümt danach fragte, wie es den Leuten gelang Kinder zu zeugen, wenn sie in getrennten Betten schliefen. Es amüsierte sie ein wenig, denn immerhin war er ein Mann und sie ging davon aus, das er in diesen Dingen mehr Erfahrung hatte, als sie selbst.
Marie Christine konnte man getrost als unverdorben bezeichnen. Zwar war sie aufgeklärt, was diese Dinge betraf, allerdings nur so weit das sie wusste, wie und warum man ein Kind empfing. In ihrer Vorstellung jedoch war dies etwas, was man lediglich aus Liebe im gemeinsamen Bett tat, daher schockierte sie das was sie nun von ihrem Leibwächter über das Eheleben aus Versailles hörte, mehr als man vielleicht erwartet hätte. Die junge Frau war nicht etwa dumm, lediglich ein wenig naiv in diesen Dingen, was an ihrer klösterlichen Erziehung lag.
„ Aber das klingt ja furchtbar! „ stieß sie hervor und blieb stehen. „ Wie können die Menschen denn nur so leben. Und ihre armen Kinder erst.“
Marie Christine war in der Tat tief betroffen und sie hoffte das es ihrer Schwester nicht auch eines Tages so ergehen würde.
„ Warum tut der König denn nichts dagegen?“ fragte sie und setzte sich nun wieder in Bewegung, da einige Leute sie schon anschauten, weil sie mitten auf der Tanzfläche standen und sich nicht bewegten.
Um nicht weiter großes Aufsehen zu erregen und auch um dieses für sie doch recht peinliche Thema zu wechseln, war die junge Novizin ihrem Leibwächter und Tanzpartner, ausgesprochen dankbar für den Themenwechsel.
„ Ich glaube euch kein Wort!“ antwortete sie lachend, :“ Gebt es zu, ihr habt wach gelegen und absichtlich so geschnarcht, damit ihr ein Zimmer nur für euch bekommt.“ Dann musste sie erneut lachen, wobei ihre strahlend blauen vor Freude funkelten:“ Eine unserer Schwestern schnarcht auch ganz fürchterlich. Eines Nachts ist eine unserer neuen Novizinnen davon aufgewacht, und hatte sich derart erschreckt, dass sie schreiend durch den Schlafraum lief und schließlich zitternd auf dem kleinen Altar stand und kreischte, es wäre eine Wildsau im Schlafraum. Dabei war es lediglich Schwester Benita, die wieder einmal geschnarcht hat das selbst die Engel kein Auge zubekommen werden.“
Als Mordaunt die Schlafsäle der Musketiere und der Nonnen miteinander verglich antwortete sie:“ Nun, ich fürchte wenn in unserem Schlafsaal ein betrunkener Musketieranwärter auftauchen würde, dann würde die Schwestern wild durch den Saal laufen, wie die Hühner die bemerkt haben das der Fuchs sich in den Stall geschlichen hat. „
Die blonde junge Frau lächelte, als er sagte das der Auftrag sie zu beschützen bislang der Höhepunkt seiner Ausbildung war. Marie Christine neigte sich verschwörerisch zu ihm hinüber und erwiderte: „ Dann behaltet es besser für euch. Wenn jemand mitbekommt das ihr Freude bei der Arbeit hat, dann dürft ihr demnächst bestimmt wieder Tanzstunden mit den drallen Kardinalsnichten nehmen. „
Erneut machte der junge Mann ihr nun ein Kompliment, worauf hin sie erwiderte:“ Wenn ihr mich weiterhin derart mit Komplimenten überschüttet, mutiere ich noch zu einer dieser eitlen Versailler Damen und ihr seit Schuld daran.“
„ Ja, die guten alteingesessenen Familien. Und allen anderen gibt man keine wirkliche Chance, weil man die Kinder und Verwandten, immer wieder untereinander vermählt. Wer es dennoch schafft empor zu kommen, wird immer ein Außenseiter bleiben.“
Kurzzeitig verstummte die Musik. Man hörte das Rascheln des Papieres das umgeblättert wurde, ehe die Musiker ein neues Stück spielten. Auch Marie Christine wollte gern weiter mit Mordaunt tanzen. Wie es sich gehörte, knickste sie vor ihm und neigte kurz ihren Kopf nach unten, ehe sich erneut ihre Hände berührten.
Als sich ihre Blicke trafen, während sie über ihre Eltern sprachen kam Marie Christine nicht umhin erneut festzustellen, wie schön die Augen des jungen Mannes waren. Dunkel und sanft blickte er sie an, aber dennoch erkannte sie das Feuer das tief hinter seiner liebevollen und gütigen Sanftheit steckte. Unwillkürlich musste sie lächeln. Sie wäre wirklich dumm, wenn sie sein Angebot nicht annehmen würde. Allein immer wieder in diese Augen blicken zu dürfen, wäre es wert. Doch ihre Gefühle waren so verworren das sie sie einfach nicht richtig deuten konnte.
„Nein, es ist unfair das sie nicht glücklich sein darf, nur weil sie eine Frau ist. Aber mein Vater wird sie niemals gehen lassen. Selbst wenn sie freiwillig sein Haus verlassen und ins Kloster gehen wollte, würde er sie daran hindern, weil es ihm Spaß bereitet sie zu demütigen und jede Geburt seiner unehelichen Kinder, zusammen mit ihr ganz offiziell zu feiern. Meine Mutter wird erst frei sein, wenn sie tot ist. Oder mein Vater.“
So traurig diese Erkenntnis auch war, so entsprach sie leider voll und ganz den Tatsachen. Ernst schaute sie Mordaunt an und fragte:“ Haltet ihr mich für herzlos, weil ich so denke?“
„ Ich hoffe das wir meinen Vater ein wenig ablenken können. Ich hätte meine Mutter wirklich sehr gern begrüßt, aber ich habe Angst davor, meinem Vater gegenüber zu treten.“ Gab sie ehrlich zu und hoffte sehr das Louis und ihr Vater, ebenso wie dessen Begleiter in den nächsten Tagen sehr viel anderes zu tun hatten, als über ihre Zukunft zu sprechen.

Francoise

Auch ihr gefiel dieser Mann den sein Vater und seine Mutter mitgebracht hatten nicht wirklich. Doch bei ihr war es weniger die Sorge um die Machtansprüche die er stellen könnte, viel mehr ging es ihr darum das sie das dumpfe Gefühl hatte, dass er ihre Schwester heiraten sollte.
Er war kein Mann für Marie Christine, dass sah man auf dem ersten Blick. Aber ihr Vater dachte nicht über solche Fragen nach. So sehr Francoise ihn auch liebte, sie würde in dieser Hinsicht nicht einverstanden sein.
„ Ich verspreche das ich alles tun werde was in meiner Macht stehe, damit dieser Juan keine Gefahr für dich darstellen wird, Louis. Allerdings ist mein Vater ein Mann der schwer von einem Vorhaben was er sich einmal in den Kopf gesetzt hat, abzubringen ist. Es wäre möglich, dass ich dabei deine Unterstützung benötige.“
Als Louis sagte, er wäre froh darüber ein Einzelkind zu sein, sagte sie:“ Dann willst du also auch nur ein Kind? Oder denkst du, dass du einem Machtkampf zwischen zwei Brüdern, besser vorsorgen könntest?“

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(unbekannter Verfasser)


7. Dez 2011, 10:44
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