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 Rpg: Die Borgias 
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Beitrag Rpg: Die Borgias
Cesare *in den Gärten des Vatikans*

Gestern war sein Vater zum Papst gekrönt worden, und Cesare konnte sich im Moment nicht so recht darüber freuen, denn der Vater, der nun oberster Hirte der Christenheit war, hatte ihn für eine kirchliche Laufbahn vorgesehen, und ihn gestern zum Bischof von Valencia ernannt, ein Kardinalshut sollte so bald wie möglich folgen. Cesare war davon alles andere als begeistert, denn er hatte kein Interesse an einer Laufbahn im Klerus. Er wollte lieber zum Militär, sein Traum wäre es gewesen, Heerführer der päpstlichen Leibgarde zu werden, doch für diesen Posten hatte der Vater Juan, seinen jüngeren Bruder vorgesehen. Cesare war darüber empört, denn er war der älteste Sohn, und eigentlich hätte er diesen Posten haben müssen, und der jüngere den Bischofssitz. Aber sein Vater wusste so wenig über ihn, jahrelang hatte er sich um ihn und seine Geschwister kaum gekümmert, sie erst jetzt in den Vatikan holen lassen...vorher hatten sie bei ihrer Mutter Vannoza und deren Mann in einem Haus mit angeschlossener Gastwirtschaft, das die Mutter betrieb, gelebt. Der Vater hatte keine Ahnung, dass er sich sehr für Wissenschaft interessierte, und es sein Traum war, die Wunder dieser Welt zu erforschen, womöglich sogar ein paar neue Erfindungen zu machen. Cesare war davon überzeugt, dass die Menschen eines Tages wie Vögel würden fliegen können, und er plante, ein Fluggerät aus Holz, mit dem das möglich sein würde, zu konstruieren, hatte bereits Zeichnungen dafür angefertigt. Eine dieser Zeichnungen wollte er nun seiner Schwester Lucrezia zeigen, und er hatte vorhin gesehen, wie sie in die Gärten ging. Sie war die einzige, die seine Interessen teilte, die ihn verstand, und nicht über seine Zeichnungen lachte. Dem Vätter hätte er diese Zeichnungen niemals zeigen können, der hätte sie ihm dann um die Ohren gehauen, und ihn gefragt, was dieser Unsinn solle. Ausserdem hatte er eine wichtige Neuigkeit für Lucrezia.
Er ging vorbei an Springbrunnen und gepflegten Rosenbeeten, bis er sie schliesslich entdeckte, und dann winkte er ihr lachend zu.
"Rate mal, wer uns besucht, Schwesterchen...ich hab gehört, wie Tante Adriana sagte, dass Cousine Clarice eben eingetroffen ist. Was hälst du davon, wenn wir uns gleich auf die Suche nach ihr machen? Irgendjemand muss sie ja vor diesem Drachen Adriana befreien."
Beide mochten sie die strenge Tante Adriana nicht, die Lucrezia fast rund um die Uhr bewachte, damit sie auch ja ein tugendhaftes Mädchen blieb, das seine Unschuld nicht leichtfertig an den Erstbesten verschenkte. Doch immer wieder gelang es Lucrezia, der strengen Tante für eine Weile zu entschlüpfen.

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19. Nov 2011, 22:48
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Beitrag Re: Rpg: Die Borgias
Lucrezia

Irgendetwas war im Busch, das bemerkte die junge Papsttochter bereits, als sie erwachte.
Tante Adriana scheuchte schon kurz nach Sonnenaufgang die Dienerschaft durch das Haus und kommandierte sie schlimmer herum wie ein General seine Arme.
Schnell schlüpfte Lucrezia aus dem Himmelbett, wusch sich eilig und zog sich an um noch vor dem Frühstück ungesehen das Haus zu verlassen. Auf Zehenspitzen, schlich sie sich in die Küche, schnappte sich zwei Äpfel aus einem großen Korb und verschwand ungesehen durch den Dienstbotengang.
Lucrezias heutige Flucht, endete wie meistens im Vatikan. Hier fühlte sie sich einigermaßen sicher vor ihrer Tante und um diese Zeit , war es hier herrlich friedlich.
Im Schatten eines hohen alten Baumes, machte sie es sich gemütlich und lauschte dem morgendlichem Konzert der Vögel, während sie die Äpfel aß. Bestimmt würde Tante Adriana schon nach ihr suchen und schimpfend durch das Haus laufen.
Doch hier würde sie sie nicht so schnell finden. Die Gärten des Vatikans waren sehr weitläufig und da Tante Adriana stets besorgt um ihre kostbaren Seidenschühchen war, mied sie gewisse Wege. Wege die Lucrezia hingegen grade deshalb gerne lief.
Nachdem sie noch ein kleines Nickerchen unter der alten Pinie gemacht hatte, lief das blonde Mädchen zu den Taubenverschlägen um die Tiere noch einmal zu füttern. Zwar erledigte diese Aufgabe die Dienerschaft des Vatikans, aber wann immer sich ihr die Gelegenheit bot bekamen sie von ihr noch eine zusätzliche Ration.
Lucrezia liebte diese Tiere, sie waren wunderschön, nahezu majestätisch und dabei völlig sanftmütig. Immer wieder war es ihr ein Rätsel, wie die Tauben wussten, wem sie irgendwelche dringenden Nachrichten bringen mussten und woher sie wussten, das es eilig war und eine Verzögerung etwas war, was nicht sein durfte.
Nachdem sie die Tauben wieder verlassen hatte, spazierte sie durch die Rosengärten. Hier konnte man völlig vergessen wo man war und manchmal fragte sie sich, ob der Garte Eden wohl auch diesen betörenden Duft gehabt hatte, wie dieser Teil des Gartens. An sehr warmen Tagen, konnte einem der Duft nahezu einlullen.
Eine ihr wohlvertraute Stimme, holte sie aus ihren Gedankengängen zurück. Cesare war da und er hatte sie, wie fast immer problemlos gefunden. Als sie ihn sah, lief sie lachend auf ihn zu und begrüßte ihren Lieblingsbruder stürmisch.
Sie vermisste ihn, seit ihr Vater sich zur Wahl des Papstes gemeldet hatte, war Cesare beinah nur noch im Vatikan. Ihr fehlten die langen Gespräche, die gemeinsamen Wolkenkraxeleien um das was
Cesare hoffte eines Tages erfinden zu können.
Strahlend fiel sie ihrem Bruder um den Hals und antwortete:“ Ahhh… deshalb läuft unsere Tante wie ein aufgescheuchtes Huhn, durch das Haus. Aber warum macht sie so einen Aufstand? Ob noch jemand mitkommt? Aber in Anbetracht dessen, scheine ich gut daran getan zu haben das ich heute morgen heimlich davon geschlichen bin. Wer weiß was sie noch für Aufgaben für mich gehabt hätte. „
Lucrezia freute sich ebenfalls darauf, Clarissa wieder zu sehen. Es war lange her, seit sie sie zum letzten mal gesehen hatte. Damals waren sie noch Kinder gewesen, vielleicht neun oder zehn Jahre alt.
Lachend nahm sie die Hand ihres Bruders und sagte:“ Dann lass uns nachschauen, ob wir Clarissa schon aus den Klauen des Drachen befreien müssen oder ob es uns gelingt sie noch abzufangen, ehe sie dorthin gerät.“

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20. Nov 2011, 00:58
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Beitrag Re: Rpg: Die Borgias
Cesare

"Ach, du kennst doch das Tantchen, Cesare..dieser alte Drache will die arme Clarice baldmöglichst an den Mann bringen, sie hat sie bestimmt nur hierherholen lassen, um eine gute Partie für sie zu finden. Für Clarice muss es doch herrlich sein, endlich wieder hier zu sein, nachdem sie sieben Jahre lang in so einem Nonnenkäfig festgesessen hat."
Vom Klosterleben hielt er nicht allzu viel, und er konnte sich kaum vorstellen, dass es auch Frauen gab, sie sich freiwillig für so ein Leben hinter Klostermauern entschieden.
"Weisst du noch, als wir Clarice vor sieben Jahren das letzte Mal gesehen haben? Damals hat Tante Adriana mit ihr geschimpft, weil sie nicht aufhören wollte zu weinen, sie wollte nicht in das Kloster geschickt werden. Erinnerst du dich noch, wie wir immer mit ihr in der Engelsburg gespielt haben, wenn Vater uns dorthin mitnahm? Sie hatte wirklich Temperament und konnte rennen und klettern wie ein Junge, das weiss ich noch. Falls sie heute noch so ist, wird das Tantchen nicht gefallen"; meinte er schmunzelnd, dann nickte er, "ja, wir sollten sie suchnen, um sie aus den Fängen dieser alten Matrone zu befreien. Sie wird sich bestimmt freuen, uns zu sehen, und nicht ihre ganze Zeit mit Adriana verbringen zu müssen."
Hand in Hand machten die Geschwister sich schliesslich auf die Suche nach ihrer Cousine, und wurden schliesslich in dem alten baufälligen Petersdom, den ihr Vater zu erneuern plante, fündig. Anscheinend hatte sich die Cousine hierher zurückgezogen, um der Aufsicht der strengen Tante für eine Weile zu entgehen. Oder konnte es sein, dass die Jahre im Kloster Clarice so fromm gemacht hatten, dass sie an keiner Kathedrale oder Kirche vorbeigehen konnte ohne zu beten.
"Clarice, Cousine, hallo! Schön dich zu sehen!"; rief er ihr entgegen, und lief dann mit Lucrezia an der Hand zu ihr.
Außer ihnen war niemand im Petersdom, denn hier kam meistens niemand her, wenn gerade keine Messe stattfand, es sei denn, jemand wollte den Beichtstil für geheime Stelldicheins nutzen, aber dann hätte man leises Flüstern gehöhrt. Nein, im Augenblick waren sie alleine hier, und es war schön, so hatten sie ein wenig Zeit zu plaudern, und würden nicht gleich von Tante Adriana aufgespürt werden, denn das hier war bestimmt der letzte Ort, an dem sie Clarice vermutete.

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21. Nov 2011, 00:35
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Beitrag Re: Rpg: Die Borgias
Clarissa

Clarissa Orsini genoss ihre neugewonnene Freiheit, auch wenn sie den leisen Verdacht hatte, dass diese nicht von allzu langer Dauer sein sollte.
Sie war nicht dumm und konnte eins und eins zusammenzählen. Das man sie grade jetzt, nach der Wahl ihres Onkels aus dem Kloster zurück beordert hatte, konnte nur bedeuten das sie so bald wie möglich mit einem einflussreichen Mann verheiratet werden sollte, ganz gleich ob sie dabei glücklich wurde, oder nicht.
Für die Männer, die diese Welt leider regierten, zählte nur Macht und Einfluss. Die Gefühle einer Frau, waren ihn völlig fremd, ja sogar gleichgültig.
Doch so einfach würde Clarissa es ihnen nicht machen, das hatte sie sich geschworen. Zwar war sie froh die Mauern des Klosters hinter sich zu lassen, doch sie hatte nicht vor sich nun in einen goldenen Käfig sperren zu lassen.
Die junge Frau genoss den leichten Wind in ihren schwarzen Haaren und die warmen Strahlen der Sonne, auf ihrem Gesicht. Als sie nach oben blickte, sah sie einen Falken der am Himmel seine Kreise zog und scheinbar eine Beute ins Auge gefasst hatte und nun auf einen günstigen Augenblick zu warten, um schnell und präzise zuzuschlagen.
Ja, sie wollte frei sein wie der Falke und keine Macht der Welt würde sie dazu bringen, die Beute zu werden.
Clarissa hatte viel gelesen und sie wusste viele Dinge über die Medizin und der Alchemie. Auch wenn sie diese Schriften immer hatte verstecken müssen, ebenso wie ihre ketzerischen Gedanken. Im Laufe der Jahre hatte sie gelernt, sich perfekt zu tarnen und dieses Wissen würde sie ebenfalls einsetzen um dem Schicksal der meisten Frauen zu entkommen.
Sie Clarissa Orsini, würde nicht aus politischen Gründen einen Mann heiraten den sie nicht liebte und sie würde auch nicht den Schleier nehmen. Nein, sie würde frei sein. Frei wie der Falke der über ihr kreiste und nun blitzschnell aus ihrem Sichtfeld verschwand.
Als sie und ihr kleines Gefolge welches sie auf dem Weg begleiten und beschützen sollten, die alte prächtige Stadt Rom erreicht hatten, entschied sich das junge Mädchen nicht wie abgesprochen gleich das Haus ihrer Tante Adriana aufzusuchen, sondern sie wollte zunächst einmal in die Gärten des Vatikans. Offiziell wollte sie ihren Onkel, der nun der Heilige Vater von Rom war, um eine Audienz bitten. Doch in Wirklichkeit wollte sie einfach auf den Spuren ihrer Kindheit wandeln und noch einmal die Leichtigkeit von damals verspüren, ehe sie die raue Wirklichkeit einholen würde.
Als Kinder hatte sie mit ihrer Cousine Lucrezia und deren Brüdern Juan und Cesare dort in einem sehr abgelegenen Teil ein kleines Baumhaus gebaut. Clarissa würde sich zu gern einmal dort reinsetzen und vielleicht würde sie diesen Ort auch als Zufluchtsstätte nutzen, wenn der Druck im Hause ihrer Tante zu groß werden würde.
Es war sieben Jahre her, seit Clarissa Orsini zum letzten mal in diesen Gärten gewesen war, doch noch immer kannte sie sich aus und fand auch schnell den Teil in dem sich das Baumhaus befinden müsste.
Erschrocken zuckte sie zusammen, als jemand ihren Namen rief. Doch da es sich um eine Männerstimme handelte, konnte es schon einmal nicht Tante Adriana sein. Clarissa drehte sich um und erblickte einen jungen Mann in Kardinalsrobe und eine junge blonde Frau an seiner Hand. Das konnte doch nur…
„Cesare? Lucrezia..? „ rief sie und lief dann mit gerafften Röcken auf die beiden zu. Strahlend schaute sie die beiden Menschen mit denen sie früher so viel verbunden hatte an. Sie hatten sich verändert, ebenso wie sie selbst. Sie alle waren keine Kinder mehr, aber bei einem Blick in die Augen der beiden verspürte sie sogleich wieder die selbe Vertrautheit, die sie damals miteinander geteilt hatten.
„ Es ist eine kleine Ewigkeit vergangen, seit wir uns zum letzten mal gesehen haben.“ Sagte sie und schaute die beiden an. „Erzählt, wie ist es euch ergangen? Ist Tante Adriana noch immer so streng und nervtötent, wie damals, oder hat sie das alter gnädiger gestimmt?“

Lucrezia

Während sie mit Cesare durch die Gärten lief , hörte sie ihm zu und musste immer wieder lachen. Die alten Erinnerungen ihrer Kindertage holten sie wieder ein und sie fragte sich, wie die Zeit nur so schnell verrinnen und ihnen die Kindheit einfach rauben konnte.
„Ja, bestimmt soll Clarissa heiraten. Warum sonst sollte sie hierher zurück geholt werden? „ fragte die blonde Papsttochter ein wenig bitter, denn ihr war völlig bewusst das dieses Schicksal nicht nur ihrer Cousine, sondern auch ihr bevorstand.
Cesares Worte entlockten ihr dennoch ein Lächeln:“ Sie tat mir damals so leid. Ich habe nie verstanden, warum man sie in ein Kloster schicken musste, vor allem wenn sie doch jetzt gar nicht dazu bestimmt ist, Nonne zu werden.“
Vor ihrem geistigen Auge erschienen Bilder, aus längst vergangenen Zeiten. Sie sah sich mit ihren Brüdern und Clarissa als Kinder in der Engelsburg spielen und konnte sich noch gut daran erinnern, dass sie die Tante manches mal in den Wahnsinn getrieben hatten , Gerade Clarissa weil sie wilder gewesen war als die beiden Borgia-Brüder.
„Denkst du, man hat Clarissa damals von hier fortgeschickt, weil sie so ein Wildfang war? Darf man ein Kind denn bestrafen, nur weil es ungestümer ist als andere?“
Noch ehe sie weiter über ihre Kindertage sinnieren konnte, hatte Cesare auch schon ihre Cousine und gemeinsame Freundin entdeckt.
Als die schwarzhaarige junge Frau ihnen entgegen lief, eilten auch die beiden Geschwister auf sie zu.
Nach einer stürmischen Begrüßung, nahm Lucrezia die andere junge Frau an beide Hände und schaute sie an. Noch immer hatte Clarissa die sanften, weichen Züge doch auch ihr schalkhaftes Lächeln und das dazu passende Funkeln in den dunklen Augen war noch vorhanden.
„Sie ist wunderschön geworden, nicht wahr Cesare?“ fragte sie und redete dann weiter drauf los.
„ Tante Adriana ist noch immer der alte Drachen der sie vorher war. Nicht einmal Rheuma oder andere Weh wehchen wagen sich in ihre Nähe um sie ein wenig zu bändigen.“
Sie musste über ihre eigenen Worte lachen, ehe sie wieder ernster antwortete:“ Uns ist es sehr gut ergangen, das heißt mir wohl noch besser als Cesare, denn er ist nun Kardinal obwohl er viel lieber andere Dinge tun würde, nicht wahr Bruderherz?“

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21. Nov 2011, 09:59
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Beitrag Re: Rpg: Die Borgias
Cesare

Als er Clarice sah, staunte er doch sehr darüber, was für eine schöne junge Frau sie geworden war. In seiner Erinnerung war sie noch immer das kleine wilde Mädchen, das mit ihm und Lucrezia um die Wette lief oder auf Bäume kletterte, und zunächst konnte er kaum glauben, dass diese Schönheit, die jetzt auf ihn und Lucrezia zugelaufen kam, wirklich seine Cousine sein sollte. Lächelnd erinnerte er sich an das Baumhaus, in das sie jedesmal geklettert waren, wenn sie unter sich sein und Tante Adrianas wachsamen Blicken entgehen wollten. Das war eine glückliche unbeschwerte Zeit gewesen, nach der er sich oft zurücksehnte. Nun, da sie erwachsen waren, war alles so kompliziert, von ihm wurde erwartet, dass er in der Kirchenhyrarchie aufstieg, und von Lucrezia und Clarice, dass sie durch eine Vorteilhafte Heirat die Macht der Borgias noch steigerten.
Wie sehr ich den Mann beneide, mit dem sie eines Tages verheiratet wird, dachte er sich, und irgendwie tat ihm Clarice leid, denn er konnte sich noch gut an ihren Freiheitsdran erinnern, und ahnte, dass sie es in einer ihr aufgezwungenen Ehe nicht leicht haben würde.
Mit gerafften Röcken lief Clarice auf ihn und Lucrezia zu und strahlte übers ganze Gesicht, und bei diesem Anblick vergaß Cesare seinen Kummer, und er war einfach nur froh, seine Cousine nach so vielen Jahren wiederzusehen. Und als sie dann schliesslich vor ihnen stand, erkannte er in ihren Augen die gleiche Vertrautheit, die sie drei schon als Kinder geteilt hatten, und da wusste er, dass es vielleicht wieder fast genau wie damals sein würde, und lächelte.
"Cousine, wie schön dich zu sehen, du hast uns so sehr gefehlt. Tante Adriana ist leider immer noch wie ein Hausdrache, meint uns ständig kontrollieren zu können. Vor allem die arme Lucrezia hat unter ihr zu leiden, die Tante wäre am liebsten den ganzen Tag um sie herum, damit sie auch ja ihre Unschuld bewahrt...Tantchen bildet sich nämlich ein, dass Lucrezia nicht alleine gelassen werden darf, weil sie sich ihrer Meinung nach dann sofort über einen der jungen Priester oder über einen der Kardinale hermachen würde. Ach..du kennst ja die blühende Fantasie dieses alten Drachens, Cosuine. Zu uns ist sie extrem streng, aber ihrem Augapfel Orsino lässt sie wirklich alles durchgehen, selbst wenn er beim Kartenspiel 500 Dukaten in einer Nacht verliert. Sag, wie ist es dir denn in den letzten Jahren im Nonnenkäfig ergangen? Das war doch gewiss ziemlich langweilig dort..."
Dann knuffte er Lucrezia schelmisch lachend in die Seite.
"Nun..ein Kardinalshut muss mich ja nicht davon abhalten, gewisse andere Dinge zu tun...denn als Kardinal hat man gewissermaßen gar nichts anderes zu tun, als die Zeit bis zur nächsten Papstwahl abzuwarten, und zu sehen, ob man dabei den Hauptgewinn aus dem großen Hut zieht...den Papsthut. Was mich betrifft, offiziell bin ich Kardinal, aber im Herzen ein Wissenschaftler.."
Er nahm die Sache mit Humor, auch wenn er es in Wirklichkeit keineswegs so locker sah, und hoffte, dass er den Vater doch noch überzeugen konnte, dass er nicht der richtige für ein kirchliches Amt war.

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22. Nov 2011, 00:34
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Beitrag Re: Rpg: Die Borgias
Clarissa & Lucrezia

Der Blick, mit dem ihr Cousine Cesare sie bedachte verunsicherte die junge Clarissa.
Cesare war immer schon ein sehr hübscher Junge gewesen, schon als Kind hatten die meisten seiner Streiche keine großartigen Folgen für ihn, weil er die Erwachsenen mit seinem Charme und einem durchaus gezielt eingesetzten Hundeblick, auf seine Seite zog.
Nun hatte der junge dunkelhaarige Kardinal zwar keinen Hundeblick mehr, doch etwas anderes lag darin was Clarissa innerlich auf eine nie gekannte Art, aufwühlte.
Nur schwer gelang es ihr, ihren Blick von dem seinen zu lösen und sich auf die Plauderei mit Lucrezia und Cesare einzulassen.
„Ihr habt mir auch schrecklich gefehlt und ich habe jeden Tag an euch gedacht. Aber wie ich sehe, habt auch ihr euch nicht unterkriegen lassen.“ Clarissa lächelte, es war wirklich schön wieder mit den beiden zusammen zu sein, auch wenn sie nun keine Kinder mehr waren und sie Jahre voneinander getrennt waren.
„ Vielleicht sollten wir Tante Adriana mit einem Mann verkuppeln. Möglicherweise wird sie lammfromm wenn sie einen Mann hat der sie umschmeichelt und ihre Energiereserven auf andere Art und Weise verbraucht.“ Sagte sie mit einem schelmischen Grinsen und zwinkerte den beiden Borgia Geschwistern zu.
Lucrezia klatschte begeistert in die Hände:“ Das wäre ein herrlicher Spaß. Allerdings frage ich mich, ob ein Mann wirklich noch Gefallen daran finden kann, mit dem alten Drachen die Seidenlaken zu zerwühlen.“ Bei dem Gedanken daran, musste die Papsttochter lachen Clarissa stimmte sogleich mit ein.
Nach dem was sie bisher gehört hatte, hatte sich ihre Tante wirklich kein wenig verändert. Ganz im Gegenteil denn wenn sie jetzt wie ein Wachhund über die Unschuld ihrer Nichte Lucrezia wachte, dann würde es ihr ganz sicherlich auch nicht anders ergehen. Was bedeuten würde, das sie ihre Pläne sich heimlich als junger Mann zu verkleiden um zu studieren, nur sehr schwer ausführen könnte. Doch so schnell würde sie sich nicht davon abhalten lassen, ihre Träume zu verwirklichen.
Clarissa verzog das Gesicht, als Cesare über Orsino sprach:“ Ich konnte ihn noch nie leiden. Und auch wenn ich seine Frau nicht kenne, dann tut sie mir dennoch schon leid. Allein der Gedanke mit dem Einäugigen das Bett zu teilen, lässt bei mir die Sehnsucht nach dem Kloster wieder wach werden. Wie ist sie so, La Bella Guilia? Und stimmt es das sie…“ Clarissa biss sich auf die Lippen. Nein, es wäre wohl doch sehr taktlos gerade die beiden danach zu fragen ob Guilia wirklich die Geliebte ihres Vaters war. Statt dessen fragte sie:“ Stimmt es das sie wirklich so schön ist? Sie soll ja alle anderen Frauen in den Schatten stellen.“
„Hey, „ sagte Lucrezia, als Cesare sie liebevoll in die Seite knuffte und Clarissa sagte mit einem zweideutigen Unterton:“ So so, der Kardinalshut hält dich also nicht davon ab, gewisse Dinge zu tun, mein lieber Cousin Cesare. Kannst du mir mehr davon erzählen, oder ist das nichts was die Ohren einer Jungfrau zu Teil werden sollte?“
Doch dann wurde sie wieder ernst und sagte:“ Wirklich? Was für Wissenschaften interessieren dich denn besonders? Ich selbst finde die Alchemie unglaublich spannend und hast du schon einmal von diesem Leonardo da Vinci gehört? Ich finde ihn faszinierend und würde ihn wirklich gern einmal kennenlernen.“ Clarissas dunklen Augen leuchteten vor Begeisterung, als sie redete, was Lucrezia amüsiert zur Kenntnis nahm.
„Sieht ganz so aus, als hätten sich hier zwei verwandte Seelen gefunden. Vielleicht sollte ich euch beiden die Karten legen, damit wir jetzt schon feststellen können, ob einer von euch eines Tages in die Geschichte eingehen wird.“
Lucrezia meinte das nicht etwa scherzhaft, sie interessierte sich wirklich für solche Dinge wie Kartenlegen, Astrologie und der Wahrsagerei im Allgemeinen. Etwas was nicht wirklich gern gesehen wurde, weshalb sie dieser Beschäftigung nur im Verborgenen nachging. Doch gerade die kleinen feinen Geheimnisse des Lebens, machten doch die richtige Würze aus.

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22. Nov 2011, 14:37
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Beitrag Re: Rpg: Die Borgias
Cesare

"Ja, wir haben auch jeden Tag an dich gedacht"; meinte er lächelnd, "und ich war richtig froh, als ich gesehen habe, dass du hier bist. Ich hatte schon befürchtet, dass Tante Adriana dich für den Rest deines Lebens im Kloster versauern lässt."
Als Clarice dann mit einem schelmischen Grinsen sagte, dass sie doch Tante Adriana mit einem Mann verkuppeln könnten, und sie dann vielleicht lammfromm werden und ihre Nichten und Neffen in Ruhe lassen würde, musste auch er grinsen.
"Nun, ich glaube eher, dass wir dann bald neben einer weiblichen Aufpasserin auch noch einen männlichen Aufpasser hätten..das Tantchen würde sich jeden Mann genauso dressieren wie es ihn haben will...Onkel Ludovico hat ihr bis zu seinem Tod immer regelrecht aus der Hand gefressen...ohne ihre Erlaubnis wagte der es nichtmal kurz auf den Abort zu gehen. Erinnerst du dich noch daran, wie Tante Adriana ihn immer ordentlich zurechtgestutzt hat, wenn er einmal in einer Schänke einen Abend beim Kartenspiel verbracht hat? Da hätte ich nicht in seiner Haut stecken wollen...Tantchens ganzer Zorn entlud sich auf ihn."
Es hatte ihn immer wieder erstaunt, dass Tante Adriana in ihrer Ehe das Sagen gehabt hatte, denn in den meisten Ehen hatte alleine der Mann das Sagen und bestimmte, was eine Frau durfte und was nicht. Cesare hielt von beiden Varianten nicht sonderlich viel, er war der Meinung, dass man nur in einer Partnerschaft, in der beide gleichberechtigt zusammenlebten glücklich werden konnte.
Als Lucrezia dann sagte, dass wahrscheinlich kein Mann mehr gefallen daran finden würde, mit einem alten Drachen die Seidenlaken zu durchwühlen, musste auch er lachen.
"Vielleicht wäre Jesus ja der richtige Gatte fürs Tantchen..viele Witwen gehen ins Kloster. Vielleicht sollte ich Vater gegenüber ja einmal beiläufig erwähnen, dass Adriana den Wunsch hegt, ihr restliches Leben ganz Gott zu weihen, jedoch bisher noch nicht den Mut fand, mit ihm darüber zu sprechen. So wären wir den alten Drachen los..."
Auch ihm tat diese Guilia Farnese sehr leid, denn es musste wirklich schlimm sein, wenn man mit einem tyrannischen, stets herumnörgelnden Einäugigen wie Vetter Orsino verheiratet war.
"Die arme Guilia, mir tut sie leid. Wisst ihr noch, wie ich einmal Orsino verprügelt habe als wir noch KInder waren, weil er euch beiden an die Brüste gefasst hat? Tantchen hat dafür allerdings nicht ihn bestraft, sondern mich die Rute spüren lassen...ich wette, die arme Guilia hat in ihrer Ehe nicht viel zu lachen."
So so, der Kardinalshut hält dich also nicht davon ab, gewisse Dinge zu tun, mein lieber Cousin Cesare. Kannst du mir mehr davon erzählen, oder ist das nichts was die Ohren einer Jungfrau zu Teil werden sollte?“, sagte Clarice mit zweideutigem Unterton.
Wieder grinste Cesare schelmisch und zwinkerte ihr kurz zu.
"Aber cousinchen, denk doch nicht gleich das Schlimmste zu mir..ich meinte selbstverständlich die Wissenschaften, denen ich mich in jeder freien Minute widme, das ist meine größte Leidenschaft im Moment. Was allerdings nicht heisst, dass mich nicht eine schöne Frau dazu bringen zu können, Dinge zu tun, die der Träger eines Kardinalshut eigentlich nicht tun sollte...aber da müsste mir erst noch die Richtige begegnen."
Irgendwie war es anders als damals, er konnte Clarice nicht mehr nur als seine Cousine sehen, sondern sah sie auch als Frau, als wunderschöne Frau. Nein, es würde nie mehr so sein wie damals, als sie noch Kinder gewesen waren und unbeschwert miteinander gespielt hatten...
Als Clarice dann von der Alchemie zu sprechen begann, und sie fragte, ob sie schon einmal von Leonardo Da Vinci gehört hatte, musste er lächeln. Anscheinend war sie im Kloster zum Glück nicht zu einer langweiligen Betschwester geworden, sondern zu einer vielseitig interessierten jungen Frau, die sich durchaus auch gerne mit den Wissenschaften beschäftigte.
"Ich habe mich bereits intensiv mit der Alchemie beschäftigt"; erzählte er ihr mit leuchtenden Augen, "und auch schon ein paar Experimente gemacht. Wenn du willst, kann ich dir einmal mein Labor zeigen, Cousinchen. Ich hab es mir in der Engelsburg eingerichtet, unten in den Kellergewölben, wo niemals jemand hinkommt, dort habe ich dazu die nötige Ruhe. Und natürlich kenne ich Da Vinci, ich stehe in regem Briefwechsel mit ihm. Weisst du, nächsten Monat wird er hierherkommen, um mit mir zusammen an ein paar wissenschaftlichen Projekten zu arbeiten. Ich bin sicher, dass wir voneinander viel lernen können. Wenn du willst, kannst du gerne mit uns arbeiten, ich bin sicher, dass das auch für dich sehr interessant wäre."
Als Lucrezia dann sagte, dass sie ihnen ja einmal die Karten legen könnte, um zu sehen, ob einer von ihnen später einmal in die Geschichte eingehen würde, nickte er eifrig.
"Oh ja, Schwesterchen, das wäre wirklich ein Riesenspaß! Am besten wäre es doch, du liest gleich für uns alle drei die Karten, denn es könnte schliesslich auch sein dass du eines Tages in die Geschichte eingehen wirst.."

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23. Nov 2011, 12:38
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Beitrag Re: Rpg: Die Borgias
Lucrezia & Clarissa

„Ich bin auch wirklich froh, die Klostermauern hinter mir zu haben. Allerdings habe ich die böse Vorahnung, dass Tante Adriana mich nicht einfach so, wieder zurückbeordert hat. Wahrscheinlich soll ich nun in ein viel schlimmeres Gefängnis als das Kloster gesperrt werden. In die Ehe.“ Antwortete sie seufzend und schaute ihre alten Freunde aus Kindertagen fragend an. „ Wisst ihr vielleicht warum man mich wieder zurückgeholt hat?“
Möglicherweise hatten Cesare oder Lucrezia, irgendetwas mitbekommen was ihr nun ein wenig mehr Aufschluss über die Pläne ihrer Tante und deren Bruder, dem Heiligen Vater geben würde.
„Ja, Onkel Ludovico konnte einem wirklich leid tun. Die halbe Stadt hat sich darüber lustig gemacht, das er für jede Kleinigkeit erst einmal seinen privaten Feldwebel um Erlaubnis fragen musste. Kein Wunder das der Arme so früh unter die Erde kam. Jetzt hat er wahrscheinlich mehr Freiheiten, als zu Lebzeiten. Auch wenn dies wahrscheinlich sehr eigenartig klingt.“
Clarissa hatte ihr Onkel immer leid getan. Im Gegensatz zu seiner Gemahlin, war er gütig und verständnisvoll gewesen. Er hatte so manchen Scherz der Kinder mitbekommen, und sich heimlich darüber amüsiert. Wie beispielsweise die Unke in Tante Adrianas Nachttopf. Ihre Schreie waren durch das ganze Haus zu hören gewesen, wodurch der Köchin das Huhn aus dem Fenster flatterte, noch ehe diese dazu kam mit dem Beil zuzuschlagen.
Auf Cesares Idee, die Tante in ein Kloster zu schicken und sie mit Gott zu verheiraten, mussten die beiden jungen Frauen lachen. „ Das wäre wirklich eine wunderbare Idee um sie langfristig loszuwerden. Nur fürchte ich das die Nonnen den Heiligen Vater anflehen würden, Tante Adriana wieder fort zu schicken.“ Sagte Lucrezia und versuchte sich so eben das Gesicht ihrer Tante vorzustellen, wenn ihr Vater seiner Schwester sagen würde, sie solle ins Kloster gehen.
Als das Thema Orsino Orsini aufkam, verzog Lucrezia ihr Gesicht. Sie mochte Guilia wirklich sehr gern und sie bemitleidete sie vom ganzen Herzen das sie einen solchen Ehemann bekommen hatte.
„Guilia hätte etwas besseres verdient, als Orsino. Aber wenn er sich weiterhin so unbeliebt macht, dann wird ihn wohl früher oder später jemand ermorden und im Tiber entsorgt. „
„Klingt ganz so, als hätte sich der gute Orsino nicht wirklich geändert. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich darüber freue ihn wieder zu sehen.“ Erklärte Clarissa und war nun wirklich sehr neugierig darauf wieder in das Haus ihrer Tante zurück zu kehren und auch darauf Bella Guilia kennenzulernen.
Lucrezia tätschelte scherzhaft die Wange ihres Bruders:“ Ja, aber weil du die Rute gespürt hast, nur um uns zu schützen, haben wir dir auch eine Woche lang unseren Nachtisch gegeben. „
Clarissa lachte, als sie die beiden beobachtete. Lucrezia und Cesare hatten sich schon immer sehr nahe gestanden und es schien so, als hätten die Jahre daran nichts geändert. Es war damals eine wirklich sehr schöne Zeit gewesen und die junge Frau hoffte von ganzen Herzen, das es wieder so werden würde. Auch wenn ihnen die Unbeschwertheit ihrer Kindertage gewiss nicht mehr gegönnt sein würden.
Als Cesare ihr erklärte das er lediglich davon gesprochen hatte, das er trotz seines Kardinalamtes sein Interesse für die Wissenschaft nicht verloren hatte, fragte sie:“ Ist es eher Interesse, oder mehr eine brodelnde Leidenschaft? Denn so empfinde ich es. Die ganze Welt, steckt voller Geheimnisse und wartet nur darauf, das man sie ihr entlockt. “
Cesares Ergänzung das ihn der Kardinalshut auch nicht davon abhalten würde mit einer schönen Frau Dinge zu tun, die ihn sein Amt eigentlich verbieten würde, errötete Clarissa. Ihr wurde plötzlich heiß und sie musste zunächst einmal ihren Blick von ihrem Cousin abwenden.
„ Lass mich raten, du bist die bestbewachte Jungfer von ganz Rom Lucrezia, oder? Wahrscheinlich ist es besser wenn ich mich darauf einstelle, das ich nicht einmal mehr den Abort ohne Leibwache aufsuchen darf.“ Wechselte die Schwarzhaarige schnell das Thema und wagte sich nicht einmal mehr Cesare anzusehen.
Verschmitzt lächelte die Papsttochter:“ Ja, so könnte man es sehen. Aber es gibt immer wieder Möglichkeiten zu entwischen. Baldrian im Rotwein der Wachhunde die sich Zofen schimpfen hilft immer. Und sie halten dann auch ihren Mund, um den Zorn von Tante Adriana nicht auf sich zu ziehen. Sie würde ihnen das Fell über die Ohren ziehen und einen Muff daraus machen, wenn sie wüsste das meine Zofen gelegentlich so viel Wein oder Met genossen haben das ihnen die Augen davon zufallen.“ Das Lucrezia dabei tüchtig mithalf, ahnten die Damen nicht und so war es ein leichtes für sie, immer dann zu entwischen wenn sie es für richtig hielt.
„Gut zu wissen, ich hoffe doch du wirst dich erbarmen und deine Baldrianvorräte mit mir teilen.“ Fragte Clarissa und warf ihrer Cousine einen wahren Hundeblick aus ihren Rehbraunen Augen zu.
„Sicher, wann immer du willst.“
Ihr Herzschlag beschleunigte sich, als Cesare ihr voller Begeisterung von seinem kleinen geheimen Labor erzählte und sie dazu einlud ihn einmal dort hin zu begleiten. Er hatte sich wirklich zu einem ausgesprochen gutaussehenden Mann entwickelt und auch seine Kardinalsrobe konnte nicht verheimlichen was für eine athletische Figur er hatte. Dazu kamen seine Augen die verhießen das er nicht für das Leben das er nun führte geschaffen war. Es steckte eine ungebändigte Wildheit darin. Eine Wildheit die der jungen Frau beinah den Atem nahmen. Seine sanften vollen Lippen und seine schulterlangen dunklen Locken, konnten zwar sehr gut von seinen Augen ablenken doch auch hier stellte sich ein aufregendes Kribbeln in ihrem Bauch ein wenn sie sich diese auch nur ins Gedächtnis zurück rief.
Zum Glück kam das Thema Leonardo da Vinci gut genug auf, um die junge Frau wieder aus ihrer Starre zu lösen. „ Wirklich? Da Vinci, der große Leonardo da Vinci kommt hierher? Du musst mir alles von ihm erzählen, was du weißt Cesare. Dann ist dir auch dieses mal mein Nachtisch sicher.“ Sprudelte es aus Clarissa heraus.
„ Aber ich behalte meinen. Immerhin kenne ich die Geschichten schon alle.“ Warf nun Lucrezia lachend ein.
„Du legst Karten Lucrezia? Ich würde gern einen Blick riskieren, auch wenn es im allgemeinen als Teufelswerkzeug gilt. Aber so etwas gibt es für mich nicht. Das ist alter Aberglaube, weil die Menschen sich dafür fürchten neue Wege zu gehen.“ Clarissa begeisterte sich für alles neue und anscheinend war sie hier in bester Gesellschaft.
„ Hör auf mich auf den Arm zu nehmen Cesare. Ich werde mit Sicherheit nicht in die Geschichte eingehen, dafür bin ich viel zu langweilig.“ Meinte die blonde junge Frau und puffte ihren Bruder sanft in die Seite, ehe sie sich den beiden anschloss und mit ihnen in die Richtung ging in der sich ihr altes Geheimversteck das Baumhaus befand.

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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

(unbekannter Verfasser)


24. Nov 2011, 10:39
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Beitrag Re: Rpg: Die Borgias
Cesare

Er blickte sie betreten an und seufzte leise.
"Ja, das könnte durchaus ein Grund sein, denn Tante Adriana sagte neulich noch zu Vater, dass es wichtig wäre, durch Heirat neue Verbindetete für die Borgiafamilie zu gewinnen. Ich befürchte, damit könnte er dich gemeint haben, Cousine. Aber keine Sorge, ich werde nicht zulassen, dass du mit so einem grässlichen alten Herzog oder Grafen verheiratet wirst. Das rede ich Vater dann schon wieder aus..."
Der Gedanke, dass Clarice verheiratet werden könnte, machte ihn ganz traurig, er fand, dass einer dieser grässlichen alten Männer, die sein Vater als Verbündete haben wollten, eine Frau wie sie gar nicht verdiente.
"Ja, Onkel Ludovico hatte nichts zu lachen, nicht einmal seinen Sohn durfte er selbst erziehen, wisst ihr noch, wie er ihn einmal übers Knie legen wollte, weil er Lucrezia in den vatikanischen Gärten belästigt hatte? Ich erinnere mich noch genau, wie dann Tante Adriana kam, und ihren kleinen Augapfel vom Schoss ihres Mannes riss, als dieser grad zum ersten Schlag ausholte...und ihn dann mit ihrer lauten Stimme regelrecht zur Minna machte...und viele haben das damals gesehen...ja, er konnte sich irgendwann nirgendwo mehr blicken lassen..also ich frage mich oft, ob er sich damals Selbstmord begangen hat...möglich wäre es durchaus, denn er muss sehr verzweifelt gewesen sein. Ich war sehr traurig damals, denn ich mochte Onkel Ludovico gern. Wisst ihr noch, wie er damals gelacht hat, als Tante Adriana wie am Spieß schrie, weil wir eine Unke in ihren Nachttopf getan hatten?"
Nein, in einem Kloster würde die Tante nicht lange geduldet werden, das wurde auch ihm allmählich klar.
"Stimmt, die Nonnen würden es keine Woche mit ihr aushalten, denn sie würde schon bald alle herumkommandieren...aber vielleicht wäre ein Leben als Einsiedlerin in einer kleinen Klause ja was fürs Tantchen..da könnte sie dann Herrscherin über die Kakerlaken sein"; scherzte er.
Mit seinem Vetter Orsino hatte er sich nie gut verstanden, und Lucrezia und Clarice hatten ihn auch nicht gemocht, weil er jede Gelegenheit nutzte, um sie bei seiner Mutter zu verpetzen, wenn sie etwas Verbotenes machten, obwohl er selbst schon damals viele verbotene Dinge gemacht hatte.
"Wisst Ihr noch, wie Orsino mit dreizehn das erste Mal ins Bordell schlich? Als ich das Tante Adriana sagte, gab sie ihm gleich Geld für einen weiteren Besuch, und meinte, ein junger Mann wie er müsse doch seine Erfahrungen sammeln, für seine spätere Ehefrau. Wenn ich das gleich getan hätte, dann hätte sie mir ordentlich das Fell gegerbt...."
Als er das mit dem Baldrian hörte, musste er grinsen.
"Bisher hat das immer geholfen, oft schlummert der Drache dann für Stunden..."
Als Clarice dann mehr über Leonardo Da Vinci wissen wollte, begann er zu erzählen.
"Wisst Ihr, ich erzähle Euch jetzt etwas, das außer mir nur wenige Menschen wissen, und dass Ihr keinem erzählen dürft, weil ich dann in TEufelsküche käme. Leonardo versteckt in seinen Gemälden immer versteckte Botschaften, beispielsweise beim letzten Abendmahl, das Gemälde habt Ihr doch gewiss schon einmal gesehen. Der Apostel, der neben Jesus sitzt und ein blaues Gewand trägt, das ist nicht wie viele denken Johannes, sondern Maria Magdalena, Jesus Ehefrau. Zwischen Jesus und ihr ist auf dem Gemälde eine Lücke, und jeweils ein Arm von ihr und einer von ihm bilden einen Kelch, damit will Leonardo die Weiblichkeit symbolisieren, der heilige Gral ist also das Weibliche, die große Mutter. Und auf dem Gemälde steht ein alter Mann neben Maria Magdalena, das ist Petrus, und seine Hand bildet eine Drohgebärde zu ihrer Kehle hin, was allerdings nur wenige Betrachter richtig deuten können. Die meisten Betrachter werden nur den alten Mann sehen, der dem Apostel Johannes etwas ins Ohr flüstert...
Leonardo will damit sagen, dass Petrus Maria Magdalene bedroht hat, dass er eifersüchtig auf die Stellung war, die diese bei Jesus innehatte...und dass es ihm missfiel, dass Jesus sie und die gemeinsamen Kinder zu seinen Nachfolgern machen würde. Nach Jesus Tod hat Petrus dann einfach die Nachfolge an sich gerissen und Jesus Nachkommen übergangen...das soll dieses GEmälde sagen, doch wer es nicht richtig deuten kann, sieht nur eine ganze normale Abendmahlszene von Jesus und den zwölf Aposteln. Leonardo liebt es, solch versteckte Botschaften in seine Gemälde einzubauen. Er wuchs in dem kleinen Dorf Vinci als unehelicher Sohn eines Anwalts auf, und kam schon mit 15 Jahren nach Florenz um Maler zu werden, eine Zeitlang malte er für die Medici. Und...was Ihr keinem erzählen dürft....er liebt nur Männer...das musst du unbedingt für dich behalten...er hat einen Geliebten namens Salai, der auch als sein Assistent arbeitet."
Wie wunderschön sie doch war, er spürte, wie es in seinem Magen zu kribbeln begann, wenn er sie ansah, fast so, als ob hundert Schmetterlinge darin herumflattern würden.
"Oh doch, Schwester", meinte er schliesslich, "du wirst in die Geschichte eingehen, soviel ist sicher. Du und langweilig? Ganz bestimmt nicht, mit dir wird einem nie langweilig, wiel du immer so viele verrückte Ideen hast."
Dann machten sie sich zusammen auf den Weg zum Baumhaus, ihremalten Geheimversteck.

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24. Nov 2011, 18:10
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Beitrag Re: Rpg: Die Borgias
Clarissa und Lucrezia

Betreten schaute die junge Frau zu Boden, als ihr Cousin ihren Gedankengängen zu stimmte. Bisher hatte sie sich noch der Illusion hingegeben, dass man sie vielleicht nur zurück holen wollte, weil man der Meinung war das ihre Ausbildung im Kloster nun beendet wäre.
Als Cesare sagte, er werde verhindern das Clarissa mit einem alten grässlichen Mann vermählt werden würde, musste sie lächeln. Die junge Frau hob ihren Blick und antwortete:“ Es ehrt dich das du versuchst mich aufzumuntern, lieber Cousin. Doch denkst du ehrlich, dass du deinen Vater davon abhalten kannst, das zu tun was er für richtig hält? „
Lucrezia warf ihrer Freundin aus Kindertagen einen mitleidigen Blick zu und streichelte ihr sanft über die Schulter. „ Vielleicht hat man ja auch einen hübschen jungen Mann für dich ins Auge gefasst, auf den du dich auf Anhieb verliebst.“
Clarissa musste lachen, als sie die Worte ihrer Cousine vernahm:“ Liebe Lucrezia, du träumst anscheinend noch immer von dem schönen Prinzen, auf dem weißen Schimmel. Aber ich glaube für unsere Familie wird es keine Prinzen und Prinzessinnen geben. Wir sind nun einmal keine Italiener und unsere Landsleute sind hier nun einmal nicht gern gesehen.“
Die Tatsache das man die Bastarde des neuen Papstes nahezu verabscheute, wollte die Schwarzhaarige nicht ansprechen. In ihren Augen, sollte man nicht die Kinder für die Fehler der Eltern bestrafen, denn weder Cesare, noch Lucrezia, Juan oder Joffre konnten etwas dazu, dass ihr Vater seine Kardinalswürde derart frei gestaltet hatte, dass er der Welt nun ganz frei seine eigene Familie präsentieren konnte. Doch leider würden es eben diese Kinder sein, die den Hass des Volkes gegen Rodrigo Borgia spüren würden.
„ Oh ja, Onkel Ludovico hat es wirklich nicht leicht gehabt. Ich bin mir sicher das Tante Adriana gar nicht zu würdigen wusste, was für ein Goldstück sie an ihrer Seite hatte. Statt dessen hat sie ihren Sohn lieber zu einem Tyrannen erzogen, anstatt das sie dafür gesorgt hat, dass er seinen Vater als Vorbild annahm. „
Als Cesare von der Unke im Nachttopf, der verhassten Tante sprach, huschte ein Lächeln über Clarissas Lippen. Früher hatten sie oft das ausgesprochen, was der andere gedacht hatte. Sollte dieses Band tatsächlich die vielen Jahre überdauert haben und noch immer zwischen ihnen bestehen?
„ Bei der Vorstellung, das unsere Tante Herrscherin über die klösterlichen Kakerlaken wird, tun mir diese Viecher schon beinahe leid.“ antwortete Lucrezia lachend.
„ Nun Orsino hat es bestimmt auch nötig, für gewisse Dinge zu zahlen. Aber ich denke nicht, das du es nötig hättest dafür zu bezahlen, wenn dir danach wäre eine Frau zu haben. Selbst unter deiner Kardinalsrobe ist deutlich zu erkennen das du mehr Mann bist, als Orsino jemals werden kann.“
Erschrocken über ihre eigenen Worte, biss sich Clarissa auf die Unterlippe. Hatte sie jetzt wirklich laut ausgesprochen, was sie dachte?
Cesare war Kardinal, dazu bestimmt ein Leben in Keuschheit und Ehre zu leben. Wie konnte sie ihm dann nur ein derartiges Kompliment machen?
Ganz offensichtlich brachte der junge Spanier nicht nur ihr Blut in Wallung, sondern vernebelte zusätzlich ihren Verstand, denn anders konnte sie sich diesen Fauxpas nicht erklären.
Dankbar über Lucrezias Erzählung, über den gezielten Einsatz von Baldrian räusperte sie sich und drehte sich nun so, dass sie im Augenblick nur noch ihre Cousine ansehen konnte. Sie schämte sich vor Cesare und wusste nun nicht, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte. Jedenfalls nicht so, wie sie es am liebsten tun würde.
Clarissa war völlig in Gedanken versunken, weshalb sie auch nichts dazu sagte, dass Lucrezia ihre Zofen mit Baldrian zum einschlafen brachte.
Erst Leonardo da Vinci holte sie in die Wirklichkeit zurück, oder viel mehr die Dinge die Cesare über ihn erzählte. Noch immer hatte sie sich von ihm abgewandt und blickte nur Lucrezia an, als sie antwortete:“ Ich habe einmal ein Buch gelesen, in dem es um die Kultur des Judentums geht. Dort wurde erklärt, das es bereits seit Jahrtausenden Tradition ist, das eine Witwe als erstes das Grab ihres Ehemannes besucht, allerdings erst drei Tage nach seiner Bestattung. Wenn man es recht betrachtet, dann ist das was Maria Magdalena tat, eben genau die Ausführung dieser alten Tradition. Doch wenn es wirklich stimmt, dann könnte das die Heilige Mutter Kirche in ihren Grundfesten völlig entkernen, sie möglicherweise sogar stürzen.“
Wenn man es recht bedachte, dann würde dieser Schritt gerade die Ausgestoßene Maria Magdalena zu heiraten, sogar sehr gut zu dem passen, was man über Jesus geschrieben hatte. Er hatte gegen die anderen rebelliert und eine Frau wie sie zu heiraten, hätte aus dieser Sicht der Dinge, sehr gut ins Bild gepasst.
Das Leonardo Männer liebte, war Clarissa zwar neu doch wirklich schockieren tat es sie nicht. In einer Welt wie dieser, in der jeder den anderen tötete um seinen Platz einzunehmen, war Liebe etwas besonderes und kostbares. Etwas das man nicht mit Füssen treten sollte, auch nicht wenn sie zwischen zwei Männern oder zwei Frauen existierte. Doch das sollte man besser nicht laut aussprechen, denn sonst konnte man ganz schnell der Sodomie bezichtigt und eine schlimme Strafe erhalten.
„ Von mir wird niemand etwas erfahren. Ich komme außerdem aus dem Kloster, was sollte ich über derartige Dinge schon wissen?“ beantwortete sie die Frage des jungen Kardinals , noch immer ohne ihn direkt anzusehen.
Auf dem Weg zu dem alten Baumhaus aus Kindertagen, scherzten und alberten die drei jungen Menschen ein wenig herum, was ihnen den einen oder anderen strengen Blick eines Kuttenträgers einbrachte.
Als sie ihr Ziel erreicht hatten, kletterte Clarissa noch immer problemlos und behände wie ein Eichhörnchen den Baum hinauf. Auch Lucrezia schaffte es recht gut, auch wenn sie mit ihrem Unterrock einmal hängen blieb.
Oben angekommen schauten sich die beiden jungen Frauen erst einmal um. Alles war noch so, wie damals, nur das man deutlich erkennen konnte das lange Zeit niemand hier gewesen war.
Dennoch empfand Clarissa gleich wieder dieses alte, vertraute Gefühl. „ Wenn man mich verheiraten will, dann werde ich mich hier her flüchten und einfach hier bleiben. Dann bin ich immer in eurer Nähe und trotzdem in Sicherheit.“
„ Ich würde dir jeden Tag etwas zu essen bringen und alles was du brauschst.“ Bot Lucrezia an und hoffte das es nicht nötig werden würde für ihre Cousine Zuflucht in einem Baumhaus zu suchen. Aber sollte es dennoch so weit kommen, dann würde sie sie nicht im Stich lassen.

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"Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

(unbekannter Verfasser)


28. Nov 2011, 11:51
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